Joël Lapointe bemerkte 2024 bei der Suche nach einem Campingplatz nahe dem Marsal See eine ungewöhnlich kreisförmige Geländeform und informierte Fachleute. Entscheidend waren nicht die Satellitenbilder, sondern die Befunde vor Ort: Schockkegel, Impaktschmelzgestein und passende Altersbestimmungen.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How did French amateur astronomer Joël Lapointe’s 2024 Google Maps search for a campsite near Lake Marsal lead to the discovery and likely f. Article summary: Lapointe’s campsite search turned into a scientific lead because he recognized that the 25-kilometer ring centered on Lake Marsal looked like an impact structure, reported it to researchers, and their mapping, fieldwork,. Topic tags: general, government, general web, education. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts
Ein Ring auf einer Onlinekarte ist noch kein Beweis für einen Meteoritenkrater. Im Fall der Struktur Uhackatik in der abgelegenen Côte-Nord-Region der kanadischen Provinz Québec wurde daraus jedoch ein wissenschaftlich erhärteter Fund: Auf die Beobachtung eines Amateurastronomen folgten die Prüfung vorhandener Daten, eine Expedition und Gesteinsanalysen. Die Befunde sprechen für eine etwa 25 Kilometer breite Struktur, die durch einen Einschlag mit sehr hoher Geschwindigkeit vor ungefähr 390 Millionen Jahren entstand. 1
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2024 suchte der französische Amateurastronom Joël Lapointe auf Satellitenbildern und Onlinekarten nach einem geeigneten Ziel für einen Campingausflug in der Côte-Nord-Region. Nahe dem Marsal-See fiel ihm eine auffallend runde Geländeform auf. Lapointe hielt sie nicht für eine bloße Zufälligkeit der Landschaft, sondern zog einen Einschlag in Betracht und kontaktierte Fachleute in Europa und Nordamerika. 1
Dadurch rückte das Gebiet um den Marsal-See als möglicher Einschlagsort in den Fokus. Auch auf Landsat-Aufnahmen lässt sich die dezente kreisförmige Kontur erkennen; der See liegt nahe ihrem Zentrum. 1
Kreisförmige Strukturen können zahlreiche Ursachen haben, etwa Vulkanismus, tektonische Prozesse oder Erosion. Ihre Form ist daher ein Anlass zur Untersuchung, aber kein abschließender Nachweis eines Einschlags.
Das Forschungsteam wertete zunächst geologische Karten, Höhendaten und bereits vorhandene Gesteinsproben aus. Erst die gezielte Felduntersuchung im Oktober 2025, an der auch der Planetengeologe Gordon Osinski von der Western University beteiligt war, lieferte deutlich aussagekräftigere Befunde. 2
Im zentralen Bereich der Struktur entdeckten die Forschenden mehrere Dezimeter große Schockkegel (shatter cones) im Grundgestein des Grenville-Komplexes. Diese kegelförmigen Muster entstehen, wenn extrem starke Stoßwellen Gestein durchlaufen. Sie gelten als besonders überzeugendes, mit bloßem Auge erkennbares Indiz für ein Einschlagsereignis. 1
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Zugleich bewertete das Team die benachbarte Marsal-Brekzie neu. Sie war zuvor als vulkanisches Material beschrieben worden, wird nun aber als Impaktschmelzgestein interpretiert. Die Schicht könnte bis zu etwa 50 Meter mächtig sein, zeigt säulenförmige Klüftung und enthält Bruchstücke des umgebenden Grundgesteins. Diese Merkmale ergänzen den Befund der Schockkegel. 2
Messungen an orientierten Bohrkernen ergaben ein Alter von ungefähr 390 Millionen Jahren, mit einer Spanne von 370 bis 400 Millionen Jahren. Vorläufige Blei-Isotopenanalysen an Zirkonen liefern ebenfalls ein damit vereinbares jüngstes Alter von etwa 350 bis 400 Millionen Jahren. Beide Analysewege stützen damit eine Entstehung im Devon vor rund 390 Millionen Jahren. 2
In der wissenschaftlichen Zusammenfassung des Teams wird die Gesamtheit der Daten als Bestätigung einer rund 25 Kilometer großen Hypergeschwindigkeits-Einschlagsstruktur gewertet. 2
Nach Gesprächen mit dem Innu Council of Ekuanitshit entschieden sich die Forschenden für den Namen Uhackatik. 2
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Die Einschlagsherkunft gilt den Berichten zufolge als im Wesentlichen bestätigt. Die Aufnahme in die offiziellen Kataloge hängt allerdings noch von der Bewertung durch ein zuständiges Komitee der Meteoritical Society ab. Präzise formuliert: Für Uhackatik gibt es sehr starke Belege, während die formale Anerkennung noch erwartet wird. 8
Der Fund zeigt, wie sich aufmerksame Beobachtungen aus der Öffentlichkeit und fachwissenschaftliche Prüfung ergänzen können. Lapointe hat den Krater nicht mit Google Maps „bestätigt“: Er erkannte ein Muster, das eine Untersuchung verdiente, und gab den Hinweis an Fachleute weiter.
Die Bestätigung gründet auf Spuren extremer Schockwirkung im Gestein, einer geologischen Neubewertung und unabhängigen Altersmessungen. So wurde aus einem unauffälligen Kreis nahe dem Marsal-See eine der bemerkenswertesten alten Einschlagsstrukturen Kanadas. 1
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Joël Lapointe bemerkte 2024 bei der Suche nach einem Campingplatz nahe dem Marsal See eine ungewöhnlich kreisförmige Geländeform und informierte Fachleute.
Joël Lapointe bemerkte 2024 bei der Suche nach einem Campingplatz nahe dem Marsal See eine ungewöhnlich kreisförmige Geländeform und informierte Fachleute. Entscheidend waren nicht die Satellitenbilder, sondern die Befunde vor Ort: Schockkegel, Impaktschmelzgestein und passende Altersbestimmungen.
Der Name Uhackatik wurde nach Gesprächen mit dem Innu Council of Ekuanitshit gewählt; die formale Aufnahme in offizielle Verzeichnisse steht noch aus.