Dragapult ex / Dudunsparce ist im Pokémon-TCG derzeit vor allem deshalb spannend, weil die Liste zwei Dinge zusammenbringt: den seit Längerem stabilen Dragapult-ex-Rahmen und eine deutlich sichtbare Dudunsparce-Nebenachse. Wichtig ist aber die saubere Einordnung der Quellenlage: Das Ergebnis aus Prag ist über Limitless nachvollziehbar; die hier aufgeführte 60-Karten-Liste stammt aus drei nach dem Event veröffentlichten Deckprofilen. Deshalb behandeln wir sie als Prag-Benchmark beziehungsweise als siegorientierte Liste – nicht als offiziell publizierte Deckliste.[1][
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Das Signal aus Prag: stark, aber kein Freifahrtschein
Limitless führt die Regional Championship Prague für den 25. und 26. April 2026 mit 1.370 Spielern. Dragapult Dudunsparce wurde dort von 15 Spielern gespielt und kam zusammen auf 85 Siege, 45 Niederlagen und 21 Unentschieden; das entspricht einer Winrate von 60,93 %. Auf derselben Seite steht Mateusz Łaszkiewicz mit 14-1-2, 44 Punkten und Platz 1.[1]
Das passt in ein größeres Bild: Pokémon beschreibt Dragapult ex in den Power Rankings zu den Europe International Championships 2026 als Deck, das schon seit einiger Zeit solide ist und zuletzt in Europa mehrere starke Ergebnisse hatte, darunter einen Sieg bei den Birmingham Regionals.[2] Auch die breiter gefasste Standard-2026-Statistik von Limitless weist Dragapult mit 3.805 Siegen, 3.307 Niederlagen, 122 Unentschieden und 52,60 % Gesamt-Winrate aus.[
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Die richtige Lesart lautet daher: Die Prag-Version ist ein sehr ernstzunehmender Testpunkt. Gleichzeitig bleibt die konkrete Dudunsparce-Variante in Prag eine Stichprobe von 15 Spielern – also kein Beweis, dass exakt diese 60 Karten in jedem lokalen oder internationalen Metagame automatisch optimal sind.[1]
Die 60-Karten-Liste: Dragapult ex / Dudunsparce
Die Kartennamen bleiben hier in der englischen Schreibweise der öffentlich dokumentierten Listen. Die drei Quellen stimmen bei den zentralen Karten und Stückzahlen überein; einzelne Set- oder Kartennummer-Versionen können abweichen. Vor einem Turnier sollte die aktuelle Legalität deshalb immer noch einmal geprüft werden.[4][
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Pokémon (19)
| Anzahl | Karte |
|---|---|
| 4 | Dreepy |
| 4 | Drakloak |
| 3 | Dragapult ex |
| 2 | Dunsparce |
| 2 | Dudunsparce |
| 1 | Dudunsparce ex |
| 2 | Munkidori |
| 1 | Budew |
Trainerkarten (32)
| Anzahl | Karte |
|---|---|
| 4 | Lillie’s Determination |
| 3 | Boss’s Orders |
| 3 | Crispin |
| 2 | Brock’s Scouting |
| 1 | Acerola’s Mischief |
| 4 | Buddy-Buddy Poffin |
| 4 | Poké Pad |
| 4 | Ultra Ball |
| 2 | Night Stretcher |
| 2 | Pokégear 3.0 |
| 1 | Hero’s Cape |
| 2 | Risky Ruins |
Energien (9)
| Anzahl | Karte |
|---|---|
| 4 | Psychic Energy |
| 3 | Fire Energy |
| 2 | Darkness Energy |
Der Grundplan in drei Phasen
Pokémon fasst den Dragapult-ex-Gameplan sehr kompakt zusammen: früh mit Budew’s Itchy Pollen Itemkarten blockieren, mit Drakloak’s Recon Directive viele Karten ziehen und anschließend das gegnerische Board aufräumen.[2] Genau mit dieser Brille lässt sich auch die Prag-orientierte Dudunsparce-Liste lesen.
1. Frühes Spiel: Dreepy und Drakloak priorisieren
Die Liste spielt 4 Dreepy und 4 Drakloak sowie 1 Budew.[4][
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7] Das ist kein Zufall: Budew kann den gegnerischen Start über Itemkarten stören, während Drakloak die Ressource ist, die den späteren Spielverlauf stabilisiert.[
2]
Für die ersten Testpartien ist deshalb weniger die Frage, welche Einzelkarte man sofort austauscht. Wichtiger ist, wie zuverlässig die Liste aus dem Start heraus mehrere Dreepy entwickelt und rechtzeitig zu Drakloak kommt.
2. Mittleres Spiel: Handqualität statt Hektik
Das Supporter-Gerüst besteht aus 4 Lillie’s Determination, 3 Boss’s Orders, 3 Crispin, 2 Brock’s Scouting und 1 Acerola’s Mischief. Dazu kommen unter anderem 4 Poké Pad, 2 Pokégear 3.0 und 2 Night Stretcher als wichtige Trainerkarten im Ablauf.[4][
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Wer diese Version zum ersten Mal spielt, sollte sie zunächst unverändert testen. Wenn ein Spiel kippt, lohnt es sich zu notieren, woran es konkret lag: fehlende Entwicklung, fehlende Energie, kein Zugriff auf einen Supporter oder zu wenig Druck im Endgame. Erst danach lässt sich sinnvoll entscheiden, ob wirklich ein Slot geändert werden muss.
3. Spätes Spiel: Dragapult ex macht aus Ressourcen Preiskarten
Der Hauptangreifer ist mit 3 Dragapult ex gesetzt. Gleichzeitig enthält die Liste mehrere Karten, die im Endgame relevant werden können: 3 Boss’s Orders, 2 Risky Ruins, 1 Hero’s Cape und 2 Munkidori.[4][
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7] Das Ziel ist, den frühen Aufbau und den Kartenvorteil aus Drakloak in echten Preiskartenfortschritt umzuwandeln – passend zu Pokémon’s Beschreibung, dass Dragapult ex am Ende das gegnerische Board aufräumen soll.[
2]
Warum das Dudunsparce-Paket diese Version prägt
Der auffälligste Unterschied zu vielen anderen Dragapult-ex-Listen ist nicht eine einzelne Tech-Karte, sondern das ganze Paket: 2 Dunsparce, 2 Dudunsparce und 1 Dudunsparce ex, also fünf Slots insgesamt.[4][
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7] Damit ist Dudunsparce nicht bloß ein beiläufiger Zusatz, sondern eine klar erkennbare Nebenachse.
Das ist gerade deshalb interessant, weil Pokémon in derselben Power-Ranking-Analyse schreibt, dass viele Dragapult-ex-Listen ungefähr 55 bis 57 feste Karten haben.[2] Anders gesagt: Der Kern des Archetyps ist relativ stabil. Die eigentliche Testarbeit liegt in den flexibleren Plätzen – also bei Paketen wie Dudunsparce, bei funktionalen Trainerkarten und bei der Energieverteilung.
Vor dem Turnier: lieber gezielt testen als alles umbauen
Wer die Liste für ein eigenes Event vorbereiten will, sollte zuerst einige Partien mit den vollen 60 Karten spielen. Danach bieten sich vor allem diese Stellschrauben an:
- Dudunsparce-Paket: 2 Dunsparce, 2 Dudunsparce und 1 Dudunsparce ex sind der auffälligste Identitätsmarker dieser Version. Wenn hier geändert wird, sollte das Paket als Ganzes getestet werden – nicht nur nach einer einzelnen schlechten Starthand.[
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- Supporter-Verhältnis: 4 Lillie’s Determination, 3 Boss’s Orders, 3 Crispin, 2 Brock’s Scouting und 1 Acerola’s Mischief bilden das tragende Gerüst. Wer häufig in derselben Spielphase hängen bleibt, sollte zuerst klären, ob das Problem beim Aufbau, bei der Energie oder beim Abschluss liegt.[
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- Utility-Trainer: 2 Risky Ruins, 1 Hero’s Cape, 2 Pokégear 3.0 und 2 Night Stretcher sind typische Beobachtungspunkte. Vor einer Änderung sollte klar sein, ob mehr Konstanz, ein bestimmtes Matchup oder mehr Endgame-Reichweite verbessert werden soll.[
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- Energien: Die öffentliche Liste spielt 4 Psychic Energy, 3 Fire Energy und 2 Darkness Energy. Wer Angriffsabläufe oder Nebenachsen verändert, muss auch diese Verteilung neu testen.[
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Fazit: ein sehr guter Benchmark, aber keine ewige Musterlösung
Nach aktueller Quellenlage hat Dragapult ex / Dudunsparce drei starke Argumente: ein klar dokumentiertes Turniersignal aus Prag, einen Archetyp, dessen Stärke von Pokémon und Limitless breiter gestützt wird, und eine 60-Karten-Liste, die in mehreren nachträglichen Deckprofilen übereinstimmend auftaucht.[1][
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Genau deshalb ist die Liste für Dragapult-ex-Spieler ein hervorragender Ausgangspunkt. Sie sollte aber als Prag-Benchmark verstanden werden – nicht als endgültige Antwort auf jedes Metagame. Vor einem offiziellen Event bleiben aktuelle Regeln, Rotation, Kartenlegalität und das erwartete Feld entscheidend.




