Denn die bestehende Internet-Infrastruktur wurde für Filesharing und Streaming entwickelt – nicht für die Teleoperation von Hardware. Schon kleinste Verzögerungen machen das sichere Fahren eines Remote-Fahrzeugs oder die präzise Steuerung eines Roboterarms unmöglich. Kyber stellt die Latenz als oberste Priorität in den Mittelpunkt und baut die Datenpipeline von Grund auf neu.
Kybers Technologie deckt mehrere Bereiche ab, in denen Latenz kritisch ist:
| Posten | Detail |
|---|---|
| Summe | 5 Millionen US-Dollar (ca. 4,3 Millionen Euro) |
| Lead-Investor | Lightspeed Venture Partners |
| Co-Investoren | OVNI Capital, Kima Ventures |
| Rechtliche Beratung | Morgan Lewis (für Lightspeed) |
Der Deal ist bemerkenswert: Lightspeed hat mit Kyber erstmals in ein Startup investiert, das die Infrastruktur für die sogenannte „Physical AI“ schafft – die Ära, in der KI nicht nur Daten, sondern reale Maschinen steuert.
Kempf ist nicht nur der Erfinder von VLC (über 6 Milliarden Downloads), sondern auch der Hauptarchitekt von FFmpeg, einer der weltweit meistgenutzten Videobibliotheken. Beide Projekte sind dafür bekannt, komplexe, latenzempfindliche Medienströme selbst auf schwacher Hardware in riesigen Maßstäben zuverlässig zu verarbeiten. Genau diese Philosophie – Open-Source, effizient und plattformunabhängig – überträgt er mit Kyber auf die physische Welt.
Das Unternehmen hat derzeit 25 Mitarbeiter und ist an Standorten in Paris, San Francisco und Singapur aktiv.
Kempf selbst spricht von der „Physical AI“, einer Zukunft, in der Hunderte Millionen Roboter und Drohnen auf Straßen, in Lagern und in der Luft unterwegs sind. All diese Maschinen brauchen eine zuverlässige, latenzfreie Steuerung – sei es durch Menschen oder durch KI.
Kyber sieht sich als die Infrastrukturschicht, die diese Vision praktisch umsetzbar macht. Der vollständige Software-Stack (Server, Client und Protokoll) ist Open-Source und soll Entwicklern die Arbeit abnehmen – von der Netzwerksynchronisation über die Sicherheit bis hin zur Latenzoptimierung.
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