AMD hat Mitte 2026 die Transparent Secure Memory Encryption (TSME) bei Ryzen 9000 Desktop Prozessoren heimlich deaktiviert – ohne Eintrag im Changelog oder Sicherheitshinweis. Der Sicherheitsforscher Ben Kilpatrick entdeckte die Änderung, als das Feature auf seinem Ryzen 7 9700X plötzlich nicht mehr funktionierte.

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Mitte 2026 erschütterte eine Nachricht die Tech-Welt: AMD hatte still und heimlich eine wichtige Hardware-Sicherheitsfunktion aus seinen Desktop-Prozessoren der Ryzen-Serie entfernt. Der Schritt – ein einfaches Firmware-Update ohne jede Ankündigung – ließ Millionen von Nutzern ahnungslos zurück. Ihre Systeme waren plötzlich nicht mehr vor physischen Speicherangriffen geschützt. Hier ist die vollständige Geschichte, wie es dazu kam, wie der Fehler aufgedeckt wurde und warum dies ein beunruhigendes Muster zeigt.
AMD hat die Transparent Secure Memory Encryption (TSME) auf Nicht-PRO-Ryzen-9000-Desktop-Prozessoren durch ein Firmware-Update der AGESA-Version 1.2.7.0 deaktiviert. Die Änderung erfolgte ohne öffentlichen Hinweis, ohne Eintrag im Änderungsprotokoll und ohne Ankündigung .
TSME ist eine hardwarebasierte Speicherverschlüsselung, die alle Daten im Arbeitsspeicher automatisch verschlüsselt. Sie schützt vor physischen Angriffen wie Cold-Boot-Attacken, dem Auslesen von Speichermodulen oder physischem Snooping. Die Funktion war jahrelang auf Consumer-Ryzen-Chips der Architekturen Zen 2, Zen 3 und Zen 4 vorhanden und aktiv . Entscheidend: Die Siliziumstruktur dieser Chips unterstützt die Funktion weiterhin – AMD hat der Firmware lediglich angewiesen, sie nicht mehr freizugeben
.
Die Entdeckung kam aus einer unerwarteten Ecke: von einem datenschutzbewussten Linux-Nutzer.
Entdeckung: Sicherheitsforscher Ben Kilpatrick bemerkte, dass TSME auf seinem Ryzen-System nach einem Firmware-Update verschwunden war. Er startete eine monatelange Untersuchung, die er auf GitHub dokumentierte .
Bestätigung: Kilpatrick führte Host Security ID (HSI) aus, ein Tool zur Firmware-Überprüfung. Dieses meldete, dass TSME nicht mehr unterstützt werde – obwohl er die Option im BIOS bei früheren Firmware-Versionen aktivieren konnte . Die Änderung wurde eindeutig auf AGESA 1.2.7.0 zurückgeführt. MSI, ein Mainboard-Hersteller, bestätigte später, dass TSME in AGESA 1.2.6.0 verfügbar war, in der neueren Version jedoch deaktiviert wurde
.
Warum die Entdeckung so schwierig war: Auf Windows-Systemen hatten Nutzer praktisch keine Möglichkeit, die Änderung zu bemerken. Unter Linux war die Erkennung nur mit speziellen Prüfwerkzeugen möglich . Hätte Kilpatrick nicht nachgeforscht, wäre die Änderung womöglich unbemerkt geblieben
.
Reaktion der Community: Die Empörung war groß und kam schnell.
AMDs offizielle Antwort: Nach dem Gegenwind veröffentlichte AMD eine Stellungnahme:
„In Bezug auf bestimmte Nicht-PRO-Ryzen-9000-Desktop-Prozessoren: Eine BIOS-Option zur Aktivierung von Memory Guard war zuvor verfügbar, wurde aber in einem kürzlichen Update entfernt. Aufgrund wertvollen Feedbacks aus der Community werden wir diese Option in einem kommenden BIOS-Update im Juli wiederherstellen.“
AMD bestätigte:
AMD erklärte, man lege „großen Wert auf die Datensicherheit der Kunden“ – lieferte aber keine öffentliche Begründung, warum TSME überhaupt entfernt wurde – ob es eine Lizenzentscheidung, eine Produktsegmentierung oder ein interner Fehler war .
Der TSME-Vorfall ist kein Einzelfall. Er reiht sich ein in eine Serie von Sicherheitsänderungen, die still und leise über AMDs proprietäre AGESA-Firmware vorgenommen wurden:
AGESA-DDR5-PMIC-Sicherheitslücke (CVE-2025-48516, Mai 2026): Eine unsichere Standardkonfiguration im AGESA-Bootloader für DDR5-Speichermodule ermöglichte lokale Rechteausweitung und permanenten Denial-of-Service .
Zen-5-Microcode-Fehler (CVE-2025-62626, 2025): Eine schwerwiegende Sicherheitslücke in Zen 5, die potenziell vorhersagbare Zufallszahlenschlüssel (RDSEED) erzeugte, behoben durch ein AGESA-Firmware-Update .
CVE-2024-56161 (Feb. 2025): Ein kritischer Fehler (CVSS 7.2), der die Secure-Encrypted-Virtualization-(SEV-SNP)-Schutzmechanismen aushebeln konnte, indem aufgrund unzureichender Signaturprüfung bösartiger Microcode eingeschleust wurde .
AGESA-Bootloader-Pufferüberlauf (CVE-2025-29951): Eine Sicherheitslücke im Bootloader des AMD Secure Processor (ASP), die Rechteausweitung und beliebige Codeausführung ermöglichte .
Langjährige AGESA-Transparenzprobleme: AMD wird seit Jahren für seine ** Closed-Source-AGESA-Firmware** kritisiert – der Gegensatz zu der Open-Source-Firmware „AMD openSIL“, die AMD seit 2023 verspricht, einzuführen . Diese mangelnde Transparenz bedeutet, dass Sicherheitsänderungen wie die TSME-Entfernung ohne unabhängige Prüfung durchrutschen können.
Die heimliche Entfernung von TSME folgt einem besorgniserregenden Muster: Sicherheitsrelevante Änderungen werden über proprietäre AGESA-Firmware vorgenommen, nur von unabhängigen Forschern entdeckt und erst nach öffentlichem Druck reaktiviert. Der Vorfall hat die Forderungen an AMD erneuert, den Umstieg auf die quelloffene openSIL-Firmware zu beschleunigen . Für Ryzen-Nutzer bedeutet dies: Die Sicherheitsfunktionen, die das System anzeigt, könnten von dem abweichen, was die Firmware tatsächlich liefert – und eine unabhängige Überprüfung ist derzeit der einzige Weg, um sicherzugehen.
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AMD hat Mitte 2026 die Transparent Secure Memory Encryption (TSME) bei Ryzen 9000 Desktop Prozessoren heimlich deaktiviert – ohne Eintrag im Changelog oder Sicherheitshinweis.
AMD hat Mitte 2026 die Transparent Secure Memory Encryption (TSME) bei Ryzen 9000 Desktop Prozessoren heimlich deaktiviert – ohne Eintrag im Changelog oder Sicherheitshinweis. Der Sicherheitsforscher Ben Kilpatrick entdeckte die Änderung, als das Feature auf seinem Ryzen 7 9700X plötzlich nicht mehr funktionierte.
Erst nach öffentlichem Druck und Berichten in Tech Medien lenkte AMD ein: TSME soll im Juli 2026 per BIOS Update zurückkehren – eine Begründung für die heimliche Entfernung gab es nicht.