Der EVO-X3 kommt mit 128 GB LPDDR5X-8000 als Unified Memory auf einem 256-Bit-Bus. Der Arbeitsspeicher ist fest verlötet und nicht erweiterbar . Die Unified-Memory-Architektur erlaubt es der GPU, dynamisch auf den gesamten 128-GB-Pool zuzugreifen – ein entscheidender Vorteil für KI-Inferenz, die große VRAM-Mengen benötigt. Für die Datenspeicherung stehen zwei M.2-2280-PCIe-4.0-Steckplätze zur Verfügung. Die Startkonfigurationen sind mit einer 2-TB- oder einer 4-TB-SSD erhältlich, das System unterstützt bis zu 16 TB Gesamtspeicher .
Statt der üblichen flachen Bauform setzt GMKtec beim EVO-X3 auf ein vertikal ausgerichtetes „Blade“-Gehäuse aus einem CNC-gefrästen Metallblock . Das Gehäuse ist etwa so groß wie eine Sony PlayStation 4 und beherbergt ein Triple-Lüfter-Kühlsystem, das die 16-Kern-APU und den schnellen Arbeitsspeicher auch unter Volllast auf Betriebstemperatur halten soll .
Das herausragende Verbindungsmerkmal ist ein dedizierter OCuLink-Port (PCIe Gen 4 x4, ~64 GBit/s). Er erlaubt den Anschluss einer externen Grafikkarte, etwa einer NVIDIA RTX 40- oder RTX-50-Serie, für Rendering- oder Rechenaufgaben, die eine diskrete GPU erfordern . Weitere Anschlüsse sind USB4 (40 Gbit/s, mit Power Delivery und Display-Ausgang), HDMI 2.1, zwei PCIe-4.0-M.2-Steckplätze, 2,5-GbE-LAN und Wi-Fi 7 . Der OCuLink-Anschluss stellt ein wesentliches Upgrade gegenüber dem EVO-X2 dar, dem diese schnelle externe Erweiterungsmöglichkeit fehlte .
GMKtec liefert den EVO-X3 mit der eigenen Claw+Wrangler-Software aus, einer lokalen Inferenzplattform für große Sprachmodelle, KI-Agenten und kontinuierliche Inferenz – ganz ohne Cloud-Abonnement . Das System kann laut Hersteller Modelle mit bis zu 235 Milliarden Parametern vollständig offline ausführen. Das macht ihn zu einer interessanten Option für Unternehmen, die sensible Daten nicht über Cloud-APIs verarbeiten können . Die Plattform unterstützt zudem AMDs ROCm-Open-Source-Ökosystem, was die Kompatibilität mit gängigen KI- und Machine-Learning-Frameworks sicherstellt .
Die US-Preise sind klar definiert: 3.600 US-Dollar für die Konfiguration mit 128 GB RAM und 2 TB SSD, 3.849 US-Dollar für die „King Edition“ mit 128 GB RAM und 4 TB SSD . In Europa wird der Preis auf etwa 3.249 Euro für die Basisversion geschätzt, die Spitzenkonfigurationen könnten rund 3.450 Euro kosten . Wichtig: Die genauen Euro-Preise für die einzelnen Modelle wurden von GMKtec noch nicht offiziell bestätigt; die Zahlen stammen aus mehreren Quellen und können je nach Händler variieren.
Die Early-Access-Registrierung beginnt am 22. Juni 2026 auf JD.com in China und über die globale GMKtec-Website . Der allgemeine Verkaufsstart erfolgt genau eine Woche später, am 29. Juni 2026 . Frühe Registranten erhalten Berichten zufolge einen Rabatt-Gutschein in Höhe von 20 US-Dollar .
GMKtec hat bestätigt, dass eine leistungsstärkere Version des EVO-X3 in Entwicklung ist und voraussichtlich später im Jahr 2026 auf den Markt kommen wird . Diese Variante tauscht den Ryzen AI Max+ 395 gegen den Ryzen AI Max+ PRO 495 aus, der ebenfalls 16 Zen-5-Kerne, aber höhere Taktraten (bis zu 5,2 GHz Boost), eine verbesserte Radeon 8065S GPU (ebenfalls 40 Compute Units, aber mit höheren Takten) und eine XDNA-2-NPU mit bis zu 55 TOPS bietet . Der wichtigste Unterschied ist der Arbeitsspeicher: Bis zu 192 GB LPDDR5X-8533, von denen bis zu 160 GB als VRAM für die GPU genutzt werden können . Damit ließen sich noch größere KI-Modelle ausführen als mit dem 128-GB-Modell. Ein genaues Veröffentlichungsdatum oder ein Preis für die PRO-495-Variante wurden noch nicht genannt .
Der GMKtec EVO-X3 ist ein kompakter KI-Arbeitsplatz für Entwickler, Forscher und Unternehmen, die große Sprachmodelle vollständig lokal betreiben müssen. Das Basismodell kommt am 29. Juni mit einer 16-Kern-AMD-APU, 128 GB Unified Memory und einem OCuLink-Port für externe GPUs auf den Markt. Der Einstiegspreis liegt bei 3.600 US-Dollar. Eine 192-GB-Version mit Ryzen AI Max+ PRO 495 ist für später im Jahr 2026 bestätigt, Preis und Verfügbarkeit sind noch offen. Das vertikale Blade-Design, die Triple-Lüfter-Kühlung und die Claw+Wrangler-KI-Suite machen den EVO-X3 zu einer glaubwürdigen Alternative zur Cloud-basierten Inferenz für datenschutzsensible Anwendungen.
Alle Preise und Verfügbarkeiten basieren auf den zum Zeitpunkt der Recherche verfügbaren Quellen und können abweichen.