Auf einer Pressekonferenz in London im Anschluss an das Galaxy Unpacked 2026 wurde Samsung Executive Vice President Moon Sung-hoon, Leiter des Smartphone-F&E-Teams, direkt auf das Thema angesprochen. Laut mehreren Medienberichten hat er die Einführung von Silizium-Karbon-Akkus in der Galaxy-S27-Serie weder bestätigt noch dementiert . Er sagte lediglich: „Silizium-Karbon-Akkus können in der Galaxy-S-Serie eingesetzt werden“ – was die Möglichkeit offenlässt, aber keine verbindliche Zusage darstellt . Die Korea Times berichtet, Samsung erwäge, die Technologie auf die Galaxy-S27-Serie auszuweiten, eine offizielle Entscheidung sei aber noch nicht gefallen .
Diese zurückhaltende Wortwahl passt ins Bild. Bereits im Februar 2026 hatte Moon eingeräumt, dass Samsung in puncto Akkus „etwas wenig innovativ“ gewesen sei, und gleichzeitig bestätigt, dass das Unternehmen aktiv an der Technologie arbeite .
Der aktuellste und konkreteste Leak stammt von GalaxyClub, einem vertrauenswürdigen Samsung-Fachportal, das am 27. Juli 2026 die Akkudaten veröffentlichte:
Andere Quellen bestätigen diese Größenordnung: Android Central spricht von „5.700 mAh oder 5.800 mAh“ für das Ultra , und Gadgets 360 berichtet, Samsung SDI prüfe Zellen mit 5.600 mAh und 5.800 mAh . SamMobile zufolge würde das Ultra damit eine rund 15 Prozent höhere Kapazität als das Galaxy S26 Ultra (5.000 mAh) erhalten .
Wichtige Einschränkung: Ein glaubwürdiger Tippgeber hat die größeren Kapazitätsangaben bereits in Frage gestellt. Einige frühe Gerüchte aus dem Jahr 2026, wonach das Ultra einen Akku mit mehr als 5.000 mAh bekommen sollte, seien auf „tönernen Füßen“ gestanden . Ein anderer Leaker behauptet zudem, die Si-C-Akkus der gesamten S27-Serie könnten nur rund 10 Prozent mehr Kapazität bieten als die Galaxy-S26-Serie – und das Basismodell Galaxy S27 könnte ganz auf die neue Technik verzichten .
Chinesische Hersteller haben Silizium-Karbon-Akkus deutlich früher eingeführt und setzen Samsung damit unter Zugzwang, endlich die 5.000-mAh-Grenze der Galaxy-S-Ultra-Modelle zu durchbrechen – eine Grenze, die seit dem Galaxy S20 Ultra besteht .
Kurz gesagt: Samsung spielt derzeit Aufholjagd. Honor und Oppo haben bereits mehrere Generationen von Si-C-Smartphones ausgeliefert und bieten höhere Kapazitäten in schlankeren Gehäusen.
Samsungs erste Si-C-Akkus kamen in der Galaxy-Z-Fold-8-, Z-Fold-8-Ultra- und Z-Flip-8-Serie (Juli 2026) zum Einsatz. Und an ihnen zeigt sich der Preis des Fortschritts:
Das entspricht einer Reduzierung um 40 Prozent (800 Zyklen weniger) – ein klarer Zusammenhang mit der Silizium-Karbon-Anodenchemie, die beim Laden stärker quillt als herkömmliche Grafitanoden . Wer sein Smartphone einmal am Tag auflädt, hätte mit einem 1.200-Zyklen-Akku nach etwa 3,3 Jahren die kritische Schwelle erreicht .
Samsungs Reaktion: Das Unternehmen betonte, der Wert von 1.200 Zyklen entspreche dem strengeren EU-EPREL-Standard, während die früheren 2.000 Zyklen für das Z Fold 7 auf einer eigenen, großzügigeren Testmethode beruhten . Samsung gab außerdem an, den Siliziumanteil in diesen Zellen optimiert zu haben, ohne jedoch das genaue Verhältnis zu nennen .
Bedeutung für die S27-Serie: Sollte Samsung bei den Galaxy S27 eine ähnliche Si-C-Chemie verwenden, könnte ein vergleichbarer Kompromiss bei der Zyklenfestigkeit anstehen. Allerdings könnte Samsung die Rezeptur bis zum Marktstart der S27-Serie Anfang 2027 noch verbessert haben. Unabhängige Daten zur Zyklenhaltbarkeit der S27-Akkus liegen bislang nicht vor.
Die Galaxy-S27-Serie zeichnet sich als Samsungs bedeutendstes Akku-Upgrade seit Jahren ab – möglicherweise das erste Mal, dass ein S-Series-Ultra-Modell die 5.000-mAh-Marke durchbricht. Doch der Fortschritt ist nuanciert. Die Kapazitätsgewinne könnten moderat ausfallen (rund 10 bis 15 Prozent), und der Haltbarkeitskompromiss, der bei den Foldables sichtbar wurde, zeigt, dass Samsung an der Chemie noch feilt.
Bis zur offiziellen Vorstellung der Galaxy-S27-Serie voraussichtlich Anfang 2027 bleiben die geleakten Daten von GalaxyClub das beste Indiz, das wir haben – aber es sind und bleiben Gerüchte.