Die Kernpunkte aus dem Bericht:
PowerCos Dementi:
PowerCo hat öffentlich zurückgewiesen, dass eine Kontrollabgabe geplant sei. Ein Sprecher teilte Europa Press mit, PowerCo habe „nicht die Absicht, die Kontrolle" über die Gigafabrik in Sagunto abzugeben . In einer separaten Stellungnahme gegenüber Reuters erklärte PowerCo, man „prüfe regelmäßig strategische Möglichkeiten, einschließlich möglicher Kooperationen mit Partnern“, ohne weitere Details zu nennen . Volkswagen selbst äußerte sich zunächst nicht .
Fazit: Es besteht ein klarer Widerspruch zwischen dem Branchenbericht (der ein Mehrheits-JV beschreibt) und PowerCos offiziellem Dementi. Die Gespräche scheinen real zu sein, der Ausgang – insbesondere in der Kontrollfrage – ist jedoch völlig offen.
Sagunto ist VWs zweite Batteriezellen-Gigafabrik weltweit (nach Salzgitter in Deutschland) und ein zentraler Pfeiler des 10-Milliarden-Euro-Investitionsprogramms „Future: Fast Forward“ in Spanien . Die Serienproduktion soll im Juli 2027 mit einer Anfangskapazität von 20 GWh anlaufen und die spanischen VW-Werke (SEAT in Martorell und Pamplona) mit Batterien für die Elektroauto-Offensive beliefern . Die Abgabe der Mehrheitskontrolle an einen chinesischen Partner wäre eine strategische Zäsur für ein Projekt, das im Zentrum von VWs europäischen Elektrifizierungsplänen steht.
Volkswagen und Gotion sind seit Mai 2020 strategische Partner. Damals investierte VW rund 1,1 Milliarden Euro und erwarb einen Anteil von 26,47 Prozent an Gotion High-Tech, womit der Konzern zum größten Einzelaktionär wurde . Gotion beliefert VW bereits mit Batterien für die chinesische E-Auto-Produktion und fertigt in Serie VWs Standardzellen . Die Sagunto-Verhandlungen würden diese Partnerschaft nun auf die europäische Fertigungsebene heben.
Unabhängig von den Sagunto-Verhandlungen investiert Gotion direkt in Spanien:
| Aspekt | Stand |
|---|---|
| Fortgeschrittene Gespräche zwischen VW und Gotion über Sagunto | Von mehreren Medien unter Berufung auf La Tribuna de Automoción bestätigt |
| Vorgeschlagenes JV: Gotion Mehrheit, PowerCo Minderheit | Berichtet, aber PowerCo bestreitet Pläne zur Kontrollabgabe |
| Besuche von CEO Li Zhen vor Ort | Von mehreren Quellen bestätigt |
| PowerCos Dementi | Eindeutig und offiziell |
| VW hält rund 26 % an Gotion | Bestätigt (seit 2020) |
| Gotions 950-Millionen-Euro-Investition in Valladolid (Kathoden + Recycling) | Bestätigt |
| Erhaltene spanische Förderung | Vorläufig 92 Mio. € bewilligt (138 Mio. € nicht verifiziert) |