Nico Hülkenberg startete von Position zehn und setzte auf eine Zweistopp-Strategie: Mediums bis Runde 20, dann Hards, bevor er in Runde 50 auf weiche Reifen wechselte. In der Schlussphase überholte er seinen Teamkollegen Gabriel Bortoleto sowie Arvid Lindblad (Racing Bulls) und sicherte sich mit Platz neun zwei WM-Zähler.
„Es hat lange gedauert“, sagte Hülkenberg nach dem Rennen. Das Tempo habe in den vorherigen Läufen bereits gestimmt, doch die Umstände hätten nie gepasst. Es war sein erstes Punkteergebnis seit Abu Dhabi 2025, als er noch für Sauber fuhr.
Der Deutsche kündigte an, dass das Team die Sommerpause nutzen werde, um „durchzuschnaufen, die Lehren zu analysieren und Schwung mitzunehmen“ – mit Blick auf den Grand Prix der Niederlande in Zandvoort.
Gabriel Bortoleto versuchte es mit einer alternativen Ein-Stopp-Strategie, kam aber als Elfter knapp an den Punkten vorbei. Der Brasilianer bezeichnete den harten Reifen als „ziemlich schlechte Mischung im Vergleich zum weichen“ und sagte, er habe über den gesamten Stint stark abbauen müssen.
Das Audi Revolut F1 Team punktete zum dritten Rennwochenende in Serie, nachdem Bortoleto bei den Grands Prix von Großbritannien und Belgien jeweils Achter geworden war. Damit kletterte Audi in der Konstrukteurs-WM auf Rang acht.
Teamchef Allan McNish sprach von einem „weiteren positiven Schritt nach vorn“ und lobte, dass das Team „ein sauberes Rennen abgeliefert und die verfügbaren Chancen maximiert“ habe. Die Pause werde genutzt, um „neue Energie zu tanken und die Entwicklung fortzusetzen“.