Am 27. Juli 2026 behauptete ShinyHunters, EY über eine kompromittierte IT Support Plattform eines Drittanbieters angegriffen zu haben, und setzte eine Leak Frist bis zum 31.

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Am 27. Juli 2026 tauchte auf der Dark-Web-Seite der berüchtigten Erpressergruppe ShinyHunters eine Behauptung auf: Man habe Ernst & Young (EY), einen der weltweit größten Beratungskonzerne, gehackt. Konkret soll die Gruppe durch eine Kompromittierung einer IT-Plattform eines Drittanbieters, die von EY genutzt wird, an Mitarbeiterzugangsdaten und sensible Dateien gelangt sein. ShinyHunters setzte EY ein Ultimatum: Bis zum 31. Juli 2026 müsse das Unternehmen verhandeln, sonst würden alle gestohlenen Daten veröffentlicht und an den Höchstbietenden verkauft. Die Nachricht auf der Leak-Seite lautete: „Dies ist eine letzte Warnung: Setzt Euch bis zum 31. Juli 2026 mit uns in Verbindung, bevor wir die Daten leaken und an den Höchstbietenden verkaufen.“
Sicherheitsanalysten begegnen der Behauptung mit erheblicher Skepsis. Die Gründe dafür sind vielfältig:
Unabhängig von ShinyHunters’ Ankündigung hatte EY bereits einen eigenen, bestätigten Sicherheitsvorfall gemeldet, der auf den ersten Blick Ähnlichkeiten aufweist, aber ein anderes Ereignis ist.
Es ist entscheidend zu verstehen: Der bestätigte Vorfall und die Behauptung von ShinyHunters sind nicht identisch. Ersteres ist ein dokumentiertes Ereignis, das EY selbst gemeldet hat. Letzteres ist eine unbelegte Behauptung, die möglicherweise darauf abzielt, von dem ersten Vorfall zu profitieren.
ShinyHunters hat sich 2026 als eine der aktivsten und erfolgreichsten Datendiebstahl- und Erpressergruppen etabliert. Ihr Vorgehen folgt einem klaren, brutalen Muster: Einbruch, Datendiebstahl, Lösegeldforderung, Veröffentlichung oder Verkauf.
Hier eine Auswahl ihrer bekanntesten Kampagnen im Jahr 2026:
Die Gruppe operiert nicht mit klassischer Verschlüsselungs-Erpressung (Ransomware), sondern setzt auf Identity-basierte Angriffe wie Voice Phishing (Vishing), Credential Theft, OAuth-Token-Missbrauch und Lieferketten-Kompromittierung. Ein besonders perfides Detail: Wie der Fall PowerSchool zeigte, erpresst ShinyHunters Opfer erneut, selbst wenn sie bereits gezahlt haben. Verhandlungen sind also extrem riskant.
Das FBI, Mandiant (Google) und EclecticIQ haben die Gruppe als finanziell motiviertes, „Extortion-as-a-Service“-Kollektiv eingestuft, das massiv von KI-gestütztem Social Engineering und der Ausnutzung von Cloud-Plattformen profitiert.
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Am 27. Juli 2026 behauptete ShinyHunters, EY über eine kompromittierte IT Support Plattform eines Drittanbieters angegriffen zu haben, und setzte eine Leak Frist bis zum 31.
Am 27. Juli 2026 behauptete ShinyHunters, EY über eine kompromittierte IT Support Plattform eines Drittanbieters angegriffen zu haben, und setzte eine Leak Frist bis zum 31. EY hatte bereits einen bestätigten Sicherheitsvorfall gemeldet (entdeckt am 23. April 2026), bei dem zwischen dem 28.
Analysten sind skeptisch: ShinyHunters lieferte keine Beweise (wie Screenshots oder Beispieldaten) für den angeblichen Angriff – ein ungewöhnliches Verhalten für die Gruppe.