Anthropic hatte für die geteilten Chat-Seiten zwei Schutzebenen eingebaut:
Disallow: /share/*-Regel in der robots.txt-Datei, die Crawlern verbietet, den Pfad /share/ zu besuchen.X-Robots-Tag: noindex-HTTP-Header auf den Seiten selbst, der Suchmaschinen anweist, die Seite nicht zu indexieren – selbst wenn sie gecrawlt wird .Der Konflikt: Da die robots.txt den Google-Crawler komplett blockierte, konnte dieser den noindex-Header nie „sehen“. Das Problem: Wurde die URL anderswo im Web verlinkt (z.B. auf Social Media, in Foren oder auf anderen von Google crawlbarren Seiten), konnte Google die URL trotzdem über diese externen Referenzen entdecken und indexieren. Weil der Crawler durch die robots.txt am Zugriff gehindert wird, kann er den noindex-Befehl nicht lesen – die URL wird also allein aus dem externen Kontext indexiert . Kurz: Die robots.txt-Sperre machte den noindex-Tag unsichtbar und damit unwirksam.
| Unternehmen | Vorfall | Ausmaß | Wesentlicher Unterschied |
|---|---|---|---|
| OpenAI (ChatGPT) | 2023–2025: ChatGPT-Shared-Link-URLs wurden indexiert, nachdem Nutzer sie öffentlich posteten. Google schätzte, es seien Hunderttausende Transkripte aufgetaucht . | ~143.000+ Konversationen bei mehreren GenAI-Chatbots | OpenAI hatte Berichten zufolge anfangs weder noindex noch robots.txt-Blockade auf den geteilten Links. |
| xAI (Grok) | 2025: Auch Grok-Konversationen tauchten in der Google-Suche auf . | Hunderttausende | Ähnliches Muster – Share-Links waren öffentlich zugänglich und wurden gecrawlt. |
| Anthropic (früherer Vorfall) | September 2025: Forbes berichtete, Anthropic sei das dritte KI-Unternehmen, dessen Chatbot-Konversationen in Google auftauchten. Anders als OpenAI und xAI behauptete Anthropic, die Crawler blockiert zu haben – trotzdem wurden Seiten geleakt . | Hunderte Transkripte | Dies ist ein Wiederholungsfall. Die gleiche Problemklasse trat erneut auf, obwohl eine Behebung behauptet wurde. |
Das gemeinsame Muster: Bei allen drei Fällen liegt die Ursache darin, dass die „Teilen“-Funktion der KI-Unternehmen öffentliche, erratbare URLs generiert, Nutzer diese Links im offenen Web posten – und Suchmaschinen sie daraufhin indexieren. Der Anthropic-Vorfall von 2025 war im Wesentlichen das gleiche Problem .
site:-Befehle auffindbar waren .Google hatte zuvor geschätzt, im früheren Vorfall „knapp unter 600“ Claude-Konversationen indexiert zu haben, bevor sie entfernt wurden . Die derzeitige Lage ist im Fluss – Anthropic hatte sich zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht öffentlich zu der Angelegenheit geäußert .
Das offizielle Hilfe-Center von Anthropic gibt diese Schritte vor:
Geteilte Chats überprüfen:
Teilen einer Konversation aufheben:
Eine Konversation vollständig löschen:
Hinweis: Durch das Aufheben der Freigabe oder Löschen einer Konversation wird diese nicht automatisch aus den Suchmaschinen-Caches entfernt. Sie müssen möglicherweise auch separate Entfernungsanträge bei Google, Bing und Brave für bereits indexierte URLs stellen .