Die Bedrohung durch Quantencomputer für Kryptowährungen hat sich von einer theoretischen Spekulation zu einer konkreten Governance-Debatte entwickelt. In aktuellen Stellungnahmen warnte Cardano-Gründer Charles Hoskinson, dass Bitcoins fehlende formale Entscheidungsprozesse seine größte Schwachstelle werden könnten, falls Quantencomputer eintreffen, bevor das Netzwerk ein Upgrade koordinieren kann. Hier eine faktenbasierte Analyse seiner Aussagen, des Status des vorgeschlagenen Abwehrplans (BIP-361) und des Umfangs der Exponierung.
Charles Hoskinson argumentierte kürzlich, dass Bitcoin seine Stellung als führende Kryptowährung verlieren könnte, falls sein Governance-System sich als zu unflexibel erweist, um der Bedrohung durch Quantencomputer rechtzeitig zu begegnen . Er bezeichnete Bitcoins Marktposition von rund 1,3 Billionen US-Dollar als verwundbar, da dem Netzwerk ein formeller On-Chain-Mechanismus zur Entscheidungsfindung fehle. Dies mache es „in der Zeit eingefroren“ und unfähig, die schnellen Upgrades zu koordinieren, die zur Abwehr von Quantenbedrohungen nötig wären
.
Auf der Consensus Miami 2026 erklärte Hoskinson, dass die Wahrscheinlichkeit, dass bis vor 2033 handelsübliche Quantencomputer existieren, die die aktuelle digitale Sicherheit brechen können, nun bei mehr als 50 % liege . Er verwies zudem auf DARPA’s Quantum-Benchmarking-Initiative – bei der 11 große Unternehmen wie IBM und Quantinuum die erste Hürde nahmen – als Beleg dafür, dass die Bedrohung „schneller kommt als erwartet“
.
„Bitcoins Sicherheitsannahme in seinem Kern geht davon aus, dass Quantencomputer nicht existieren“, sagte Hoskinson in einem Interview im Mai 2026. „Und wenn sie es täten, wäre mehr als ein Drittel des gesamten Bitcoin-Angebots angreifbar“ .
Der Bitcoin Improvement Proposal 361 (BIP-361) mit dem Titel „Post Quantum Migration and Legacy Signature Sunset“ ist der bislang detaillierteste Plan für den Umstieg von Bitcoin auf quantensichere Kryptografie. Hier sein aktueller Status und Zeitplan.
BIP-361 würde eine breite technische und soziale Zustimmung (ein Soft-Fork) benötigen, um in Kraft zu treten. Eine wesentliche Voraussetzung ist die Entwicklung und Einführung eines separaten zukünftigen BIP für quantensichere Signaturtypen, das noch nicht fertiggestellt oder eingesetzt wurde .
Hoskinson hat argumentiert, dass BIP-361 irreführend als Soft-Fork klassifiziert sei, obwohl es tatsächlich einen Hard-Fork erfordere, und dass sein ZKP-Wiederherstellungsmechanismus den Inhabern von etwa 1,7 Millionen Bitcoin, die vor 2013 generiert wurden, bevor Seed-Phrase-Protokolle standardisiert waren, nicht helfen könne .
Mehrere unabhängige Schätzungen konvergieren bei etwa ~30–34 % des zirkulierenden Angebots:
Diese Coins umfassen frühe Pay-to-Public-Key (P2PK)-Adressen, jede Adresse, von der bereits gesendet wurde (wodurch ihr öffentlicher Schlüssel offengelegt wird), und die geschätzten ~1,1 Mio. BTC von Satoshi Nakamoto . Insbesondere Börsen zeigen eine hohe Exponierung – Binance bei 85 % und Bitfinex bei 100 % ihrer On-Chain-Guthaben – weil sie Adressen für Hot-Wallet-Operationen wiederverwenden
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Hoskinson hat gewarnt, dass das Nichttun dazu führen würde, dass über 8 Millionen BTC gestohlen werden, und dass mindestens 10 % des Angebots letztendlich gestohlen werden, wenn die Migration nicht rechtzeitig erfolgt .
Die Quantenbedrohung für Bitcoin ist nicht länger nur eine physikalische Hypothese. Mit einem formellen BIP auf dem Tisch, mehreren unabhängigen Exponierungsschätzungen und einer öffentlichen Debatte zwischen prominenten Branchenvertretern verschiebt sich die Frage von ob Quantencomputer Bitcoins Verschlüsselung brechen werden zu wann – und ob Bitcoins Governance schnell genug reagieren kann.
Studio Global AI
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Cardano Gründer Charles Hoskinson warnt: Bitcoins fehlende On Chain Governance mache es zur „sitzenden Ente“ für Quantencomputer.
Cardano Gründer Charles Hoskinson warnt: Bitcoins fehlende On Chain Governance mache es zur „sitzenden Ente“ für Quantencomputer. BIP 361, der detaillierteste Vorschlag für eine Quanten Migration, ist noch ein reiner Entwurf ohne Bindungskraft.
Börsen wie Binance (85 %) und Bitfinex (100 %) weisen eine besonders hohe Exponierung auf, da sie Adressen für Hot Wallet Operationen wiederverwenden.
| Phase C (optional) | Nach Phase B | Ein Wiederherstellungsmechanismus für eingefrorene Coins mittels Zero-Knowledge-Proofs (ZKP) |