Produkt-Transformation, nicht finanzielle Not. Co-CEO Eran Zinman bezeichnete die Entscheidung als „sehr schwierig“, aber notwendig, um das Unternehmen auf die im Mai 2026 gestartete KI-Plattform auszurichten . Die Kernvision hat sich verschoben: Statt „Arbeit zu verwalten“, will Monday.com nun „Aufgaben ausführen“ – und zwar in einem System, das Menschen und KI-Agenten nahtlos integriert .
Organisatorischer Neuanfang. Monday.com ersetzt eine jahrelang gewachsene Struktur, die auf traditionellem Work-Management basierte, durch eine neue, die auf KI-Agenten, autonome Teams und ein schlankeres Betriebsmodell zugeschnitten ist . Rund 350 der betroffenen Mitarbeiter arbeiten in Tel Aviv .
Im Mai 2026 hatte sich Monday.com als „AI Work Platform“ neu erfunden: mit kontextbewussten KI-Agenten, einem neuen Preismodell (Sitzplätze plus Credits) und einem No-Code-App-Builder . Die Restrukturierung „spiegelt die laufende Transformation der Produkt-, Marketing- und Go-to-Market-Strategie wider“, um dieser Vision gerecht zu werden . Das Unternehmen will gleichzeitig in strategisch wichtigen Bereichen weiter einstellen . Das Ziel: eine schlanke Organisation, die schneller bei KI-Agentenfähigkeiten und der Implementierungskompetenz für Kunden vorankommt .
KI gegen SaaS-Geschäftsmodelle. Investoren fürchten zunehmend, dass KI-Tools – insbesondere autonome Agenten – traditionelle Software-as-a-Service-Lösungen überflüssig machen oder ihren Wert drastisch schmälern könnten . Die Aktienkurse vieler Softwareunternehmen sind deshalb zuletzt stark gefallen .
Eine Welle von KI-bedingten Entlassungen. Monday.com steht mit seinem Schritt nicht allein da: Weltweit wurden 2026 bereits über 122.000 Tech-Jobs gestrichen, viele davon in direktem Zusammenhang mit KI-getriebenen Umstrukturierungen . Die große Spannung liegt darin, dass Unternehmen massiv in KI investieren müssen – und diese KI oft genau jene menschlichen Rollen überflüssig macht, die diese Unternehmen einst aufgebaut haben .