ManpowerGroup kommt unabhängig davon zum gleichen Schluss. Der „Human Edge 2026 Global Trends Report“ stellt fest, dass zwar einige Arbeitsplätze obsolet werden könnten, aber viele mehr neu konfiguriert werden, um menschliche Stärken mit KI-Komponenten zu kombinieren . Frühere Daten des Unternehmens aus dem Jahr 2024 zeigten, dass 55 % der Arbeitgeber tatsächlich erwarten, ihre Belegschaft aufgrund von KI zu vergrößern . Eine auf das Vereinigte Königreich bezogene Umfrage ergab, dass nur 10 % der Arbeitgeber KI zur Personalkürzung einsetzen .
Bestätigende Belege aus unabhängigen Quellen untermauern dieses Bild:
Trotz der Belege, dass KI keine Massenarbeitslosigkeit verursacht, ist sie zum hauptsächlichen Grund geworden, den Unternehmen für Stellenstreichungen anführen.
Wenn Führungskräfte und Forscher jedoch genauer hinschauen, zeigt sich ein anderes Bild:
Das Muster ist klar: KI dient als bequeme öffentliche Begründung für Entlassungen, deren tiefere Ursachen finanzieller Druck, Umstrukturierungen und Qualifikationslücken sind.
Sowohl die Adecco Group als auch ManpowerGroup identifizieren eine wachsende Kluft zwischen KI-Investitionen und organisatorischer Leistungsfähigkeit. Dies ist wohl die dringendste Herausforderung für Unternehmen heute.
Eine Studie von Mai 2026 unter 2.000 C-Level-Führungskräften aus 13 Ländern ergab:
ManpowerGroups Global Talent Barometer 2026 (fast 14.000 Arbeitnehmer in 19 Ländern) offenbart ein beunruhigendes Paradoxon:
Organisationen investieren massiv in KI, scheitern aber daran, ihre Mitarbeiter gleich schnell weiterzubilden. Dies schafft ein Vertrauensdefizit und ein Führungsvakuum . Sowohl Adecco als auch ManpowerGroup betonen, dass Weiterbildung für alle Arbeitnehmer, die mit KI in Berührung kommen, obligatorisch geworden ist und dass ethisches Urteilsvermögen, Kundenservice und Teammanagement-Fähigkeiten am schwersten zu automatisieren sind .
Mara Stefan, VP of Global Insights bei ManpowerGroup, fasste es unverblümt zusammen: „Die KI-Einführung beschleunigt sich, aber das Vertrauen bricht ein. Den Arbeitnehmern werden Werkzeuge in die Hand gegeben, ohne Schulung, Kontext oder Unterstützung“ .
Die Beweislage ist klar: Das größte Risiko durch KI ist nicht Massenarbeitslosigkeit – es ist das Versagen der Führungskräfte, die Belegschaft auf die bereits stattfindende Transformation vorzubereiten.