Die Brille läuft mit Android XR (Googles Betriebssystem für erweiterte Realität) und setzt auf Google Gemini als primären KI-Assistenten. Gemini verarbeitet visuelle Daten der Kamera in Echtzeit und ermöglicht so freihändige KI-Interaktionen .
Anders als viele erwarten, ist die Galaxy Glasses keine Display-Brille, sondern setzt auf Sprachsteuerung. Google Gemini ist die zentrale Benutzeroberfläche, nicht nur ein Zusatzfeature . Samsung zeigte mehrere praktische Einsatzmöglichkeiten: Live-Übersetzung, Zusammenfassung von Nachrichten und die Möglichkeit, mit der Kamera auf ein Whiteboard zu zeigen und die Inhalte direkt in Samsung Notes auf dem Smartphone zu speichern . Gesteuert wird die Brille per Sprachbefehl oder über Touch-Sensoren an den Bügeln .
Zwei Rahmen-Kollektionen wurden gezeigt:
Die Brille wird in verschiedenen Stilen angeboten – von klassisch eckig und rund bis hin zu Cat-eye-Modellen – wenn sie im Herbst auf den Markt kommt .
Samsung bestätigte, dass die Brille im Herbst 2026 ausgeliefert wird, mit den „ersten Kollektionen“ im Laufe dieses Jahres . Das Juli-Event war eine Vorschau; der tatsächliche Verkauf beginnt im Herbst . Sie wird zusammen mit dem Galaxy Z Fold 8, Z Fold 8 Ultra, Z Flip 8, Galaxy Watch 9 und Galaxy Watch Ultra 2 erwartet .
Einen offiziellen Preis nannte Samsung nicht. Leaks deuten durchgängig auf einen Preis zwischen 379 und 499 US-Dollar für das displaylose Einstiegsmodell . Damit liegt es preislich auf dem Niveau der Ray-Ban Meta Gen 2 (ab 379 US-Dollar). Meta bietet mit der eigenen Marke Meta Glasses sogar ein günstigeres Modell für 299 US-Dollar an .
Im direkten Vergleich zeigen sich viele Gemeinsamkeiten:
| Merkmal | Samsung Galaxy Glasses (2026) | Meta Ray-Ban Gen 2 |
|---|---|---|
| Chip | Snapdragon AR1 Gen 1 | Snapdragon AR1 Gen 1 |
| Kamera | 12MP Sony IMX681 | 12MP Ultraweitwinkel |
| Akkulaufzeit | ca. 9 Stunden | ca. 8 Stunden |
| Display | Keines (nur Audio) | Keines (nur Audio) |
| KI-Assistent | Google Gemini | Meta AI |
| Gewicht | ca. 48–50 g | ca. 49 g |
| Designpartner | Warby Parker, Gentle Monster | Ray-Ban (EssilorLuxottica) |
| Preis (geschätzt) | 379–499 US-Dollar | 379 US-Dollar (Ray-Ban); 299 US-Dollar (Meta-Eigenmarke) |
Die Galaxy Glasses verwenden das gleiche Bedienkonzept (Touchpad am Bügel) wie die Ray-Ban-Gläser von Meta . Samsungs Hauptunterscheidungsmerkmale sind die Integration von Gemini/Android XR und die modischen Gestelllinien von Gentle Monster. Meta hält jedoch einen Marktanteil von 84 % im Segment der displaylosen Smart Glasses und hat Kostenvorteile bei der KI-Berechnung .
Mehrere konsistente Leaks bestätigen ein zweites Modell mit dem Codenamen „Haean“, das für 2027 geplant ist. Dieses Modell soll ein integriertes Micro-LED-Display (echte AR) erhalten und zwischen 600 und 900 US-Dollar kosten . Samsung hat dieses Modell auf dem Event am 22. Juli nicht offiziell angekündigt, es gilt aber als Nachfolger der displaylosen Jinju (Galaxy Glasses) .
Die Samsung Galaxy Glasses sind der erste ernsthafte Vorstoß des Konzerns in den Markt für smarte Brillen. Durch die Partnerschaft mit Google und den Fokus auf Android XR und Gemini KI unterscheidet sich Samsung von Metas etablierter Ray-Ban-Reihe. Da die erste Generation kein Display hat, konkurriert sie vor allem über KI-Features, Design-Partnerschaften und Akkulaufzeit. Wer kaufen möchte, muss sich bis Herbst 2026 gedulden – ein fortschrittlicheres Modell mit Display wird vermutlich 2027 folgen.