Der wp2shell-Angriff ist eine Zwei-Schwachstellen-Kette :
author__not_in-Parameter von WP_Query. Einstufung: hoher Schweregrad .Der wp2shell-Angriff verknüpft zwei Fehler :
CVE-2026-60137 ist eine SQL-Injection ohne Authentifizierung. Durch das Senden präparierter HTTP-Anfragen an den author__not_in-Parameter kann ein Angreifer schädlichen SQL-Code in die WordPress-Datenbank einschleusen – ohne Anmeldedaten.
CVE-2026-63030 ist ein Routenkonflikt im REST-API-Batch-Endpoint (/wp-json/batch/v1). Dieser Endpoint verarbeitet mehrere Unteranfragen in einem einzigen Aufruf. Eine Besonderheit beim Parsen führt dazu, dass zwei interne Arrays nicht mehr synchron laufen, sodass ein Angreifer Routenbeschränkungen umgehen und interne API-Aufrufe verketten kann, die normalerweise nicht erlaubt wären .
In Kombination nutzt der Angreifer den Batch-Endpoint, um verschachtelte Anfragen zu stellen, die die SQL-Injection ausnutzen. Dies eskaliert zu vollständiger Remotecodeausführung durch:
INTO OUTFILE, oderDer Angriff erfordert keine Authentifizierung, keine Plugins und funktioniert auf einer Standard-WordPress-Installation . Seit dem 18. Juli 2026 ist ein öffentlicher Proof-of-Concept-Prüfer auf wp2shell.com verfügbar, und ein funktionierender PoC-Exploit kursiert .
Ein wichtiger Punkt: Ein persistenter Objekt-Cache (z. B. Redis oder Memcached) kann den Angriffspfad teilweise abschwächen oder verändern, beseitigt die zugrundeliegende Schwachstelle jedoch nicht .
wp-includes/version.php.wp-content/uploads/, unbekannten Admin-Benutzern oder ungewöhnlichen Datenbankeinträgen. Auch wenn keine Massenausnutzung bestätigt wurde, hat der öffentliche PoC wahrscheinlich bereits Scans ausgelöst.FILE-Privileg verfügt (das INTO OUTFILE ermöglicht). Dies schränkt den RCE-Eskalationspfad ein.Auch wenn keine Ausnutzung in freier Wildbahn bestätigt wurde, bringt das Open-Source-Modell für wp2shell ein besonderes, akutes Risiko mit sich:
Kurz gesagt: Das Open-Source-Modell bedeutet, dass der Patch selbst zum detaillierten Offenlegungsdokument wird, und die riesige, qualitativ unterschiedliche Installationsbasis garantiert eine lange Spur anfälliger Ziele – was einen Hochrisikozeitraum schafft, noch bevor eine „offizielle" Ausnutzung beobachtet wird.