Unabhängig davon argumentierte Fidelity in einem Research-Beitrag vom Mai 2026 mit dem Titel „Ist der Vierjahreszyklus von Bitcoin vorbei?“, dass das klassische Boom-Bust-Muster von Bitcoin strukturell aufgebrochen werden könnte . Die Kernaussage: Bitcoins Marktkapitalisierung erreichte im Oktober 2025 mit 2,5 Billionen Dollar ihren Höhepunkt, dennoch verzeichnete die annualisierte realisierte Volatilität im Januar 2026 17 neue Allzeittiefs – etwas, das in keinem vorherigen Zyklus so kurz nach einem neuen Allzeithoch passiert ist
. Fidelitys These ist, dass sich die Nachfragestruktur grundlegend verändert hat. Öffentliche Unternehmen und Spot-ETFs halten nun fast 12 % des zirkulierenden Angebots, was eine Entwicklung hin zu geringeren Renditen bei geringerem Risiko unterstützen könnte
.
Die ETF-Ströme zeichnen das deutlichste Bild des institutionellen Stimmungsdrucks Mitte 2026:
Trotz des jüngsten Stresses bleibt die langfristige Akzeptanzgeschichte intakt. Die kumulierten Nettozuflüsse seit Auflegung liegen immer noch bei etwa 51 bis 51,6 Milliarden Dollar, was einer Akkumulation von rund 638.000 BTC über den regulierten ETF-Mantel entspricht .
Die Bandbreite der Prognosen ist groß und spiegelt die echte Unsicherheit wider, ob es sich um eine Korrektur in der Zyklusmitte oder den Beginn eines tieferen Bärenmarktes handelt:
Wichtige, von Analysten für Ende 2026 genannte Katalysatoren:
Fidelitys On-Chain-Daten ordnen Bitcoin eine frühe/mittlere Reparaturphase zu – weder ein euphorischer Gipfel noch ein bestätigter Boden. Das Bild der ETF-Ströme zeigt eine 8-wöchige Kapitulation, die möglicherweise in eine Stabilisierung übergeht, wobei die Erholung noch zögerlich ist. Die Analystenprognosen konzentrieren sich auf eine potenzielle Bodenzone zwischen 46.000 und 60.000 Dollar (einige erwarten ein endgültiges Tief im September/Oktober 2026) und Jahresendziele, die am häufigsten in der Spanne von 120.000 bis 170.000 Dollar liegen – unter der Voraussetzung, dass die Fed ihren Kurs ändert und die ETF-Nachfrage wieder voll einsetzt. Der Bullen-Fall (400.000+ Dollar, 1 Million Dollar) hängt von einer viel schnelleren institutionellen Akzeptanzkurve ab, während der Bären-Fall (60.000–100.000 Dollar) einen seitwärts gerichteten Markt ohne klaren Auslöser für einen Ausbruch sieht.