| Metrik | GPT-5.6 Sol | Claude Fable 5 |
|---|---|---|
| Input (pro 1 Mio. Tokens) | 5 $ | 10 $ |
| Output (pro 1 Mio. Tokens) | 30 $ | 50 $ |
| Kosten pro Aufgabe (max. Reasoning) | ca. 1,04 $ | ca. 3,12 $ (impliziert ca. 3x) |
| Kontextfenster | 1.050.000 Tokens | 1.000.000 Tokens |
| Allgemeine Verfügbarkeit | 9. Juli 2026 | 9. Juni 2026 |
Sol kostet genau die Hälfte des gelisteten Preises pro Token von Fable 5, sowohl bei Input als auch Output . Bei maximaler Denkleistung ergab die Analysefirma Artificial Analysis, dass Sol pro abgeschlossener Aufgabe etwa ein Drittel von Fable 5 kostet und dabei ein ähnliches Intelligenzniveau bietet . Einige Anbieter nennen sogar noch niedrigere Preise: GPTProto gibt Sol mit 4/24 Dollar und Fable 5 mit 8/40 Dollar pro Million Tokens an .
Sol liegt auch bei wichtigen Coding-Benchmarks vorn: 88,8 Prozent im TerminalBench 2.1 gegenüber 83,4 Prozent von Fable 5 . OpenAI berichtet von Token-Effizienzgewinnen von rund 10 bis 15 Prozent gegenüber GPT-5.5, was die effektive Kostenlücke weiter vergrößert .
Beide Unternehmen haben im Juni 2026 vertraulich Börsengänge angemeldet .
OpenAI:
Anthropic:
Margendruck für beide: OpenAI ist bereits tief in den roten Zahlen und gibt 1,22 Dollar für jeden eingenommenen Dollar aus. Eine Senkung der Preise für Flaggschiffmodelle um 75 Prozent würde ein massives Umsatzwachstum erfordern, nur um die Umsätze stabil zu halten – oder die Verluste vor dem Börsengang weiter zu vertiefen .
Anthropic in einer stärkeren Position: Anthropic hat gerade sein erstes profitables Quartal erreicht, verbrennt Geld etwa ein Drittel so schnell wie OpenAI und hat geringere Margen, die es opfern müsste. Allerdings könnte die Anpassung an OpenAIs Kürzungen die gerade erst erreichte Profitabilität zunichtemachen .
IPO-Terminrisiko: Beide Unternehmen müssen den Anlegern an den öffentlichen Märkten gesunde Margen und einen Wachstumspfad demonstrieren. Ein Preiskampf, der die Einnahmen pro Token drastisch senkt, könnte die Konsortialbanken abschrecken, die Bewertungen drücken oder die Börsengänge weiter ins Jahr 2027 verschieben .
Kunden verlagern sich auf Effizienz: CNBC berichtet, dass Unternehmenskunden bereits vom „Tokenmaxxing“ abrücken und eine klare Rendite auf ihre Investition fordern, was die Toleranz für hochpreisige Modelle beider Anbieter senkt . Preissenkungen mögen helfen, Kunden zu halten, könnten aber auch eine Abwärtsspirale beschleunigen.
Strategische Asymmetrie: Altmans aggressive Haltung deutet darauf hin, dass OpenAI versucht, seinen größeren Kundenstamm und die niedrigere Kostenstruktur pro Token zu nutzen, um Anthropic vor die Wahl zu stellen: Gewinn opfern oder Marktanteile verlieren. Aber OpenAIs eigene höhere Kostenbasis bedeutet, dass es in einem langwierigen Krieg riskiert, schneller Geld zu verbrennen als Anthropic .