Bloomberg berichtete als erstes Medium, dass Morgan Stanley und Goldman Sachs als Konsortialführer ausgewählt wurden – JPMorgan Chase ist ebenfalls mit im Boot . Die Auswahl wurde von mehreren Medien unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen bestätigt .
Eine besondere strukturelle Herausforderung: Goldman Sachs und Morgan Stanley sind gleichzeitig für die Börsengänge von Anthropic und dessen Erzrivalen OpenAI mandatiert . Dies erfordert getrennte interne Teams und vertrauliche Informationsbarrieren – eine höchst ungewöhnliche Konstellation für die beiden größten KI-IPOs der Geschichte.
Die Bewertung von Anthropic hat in der ersten Hälfte des Jahres 2026 einen beispiellosen Sprung gemacht:
Wichtige Einschränkung: Die Bewertungen auf dem Sekundärmarkt (ca. 1–1,2 Billionen Dollar) basieren auf dünn gehandelten privaten Aktientransaktionen und Derivaten auf Plattformen wie Caplight und Forge Global. Es handelt sich nicht um primäre Finanzierungsrunden und sie spiegeln eher spekulative Nachfrage wider, weniger eine verlässliche Prognose des späteren IPO-Kurses .
Anthropic gab in seiner Ankündigung zur Serie H am 28. Mai 2026 bekannt, dass die annualisierte Umsatz-Run-Rate Anfang Mai 2026 die Marke von 47 Milliarden Dollar überschritten hatte . Der offizielle X-Account (Twitter) des Unternehmens bestätigte diese Zahl am 15. Juni 2026 .
Zur Einordnung dieses explosiven Wachstums:
Diese Entwicklung bedeutet etwa 8 Milliarden Dollar an zusätzlichem annualisiertem Umsatz pro Monat von Februar bis Mai 2026 . Es wird weithin als das schnellste Wachstum in der Geschichte der Unternehmenssoftware in dieser Größenordnung beschrieben .
Basierend auf Unternehmensankündigungen und Investorenlisten liest sich die Liste der Anthropic-Unterstützer wie eine Karte der gegenwärtigen Tech- und Finanzelite:
Der Börsengang soll voraussichtlich mehr als 60 Milliarden Dollar einbringen, was ihn zu einem der größten IPOs der Geschichte machen würde . Zum Vergleich: Meta brachte es 2012 auf 16 Milliarden, Alibaba 2014 auf 25 Milliarden Dollar .
Der Börsengang gilt weithin als der ultimative Härtetest dafür, ob die öffentlichen Märkte ein KI-Unternehmen mit einer Bewertung von fast einer Billion Dollar aufnehmen können . Zu den zentralen strukturellen Herausforderungen gehören:
Bezüglich der Wettbewerbssituation: Ihre Anfrage bezog sich auf DeepSeek, das einen Börsengang in Festlandchina für Ende 2026 vorbereite. Die vorliegenden Belege stützen diese Behauptung nicht; sie sollte als unbelegt betrachtet werden, solange keine spezifische Quelle genannt wird.
Dieser Artikel basiert auf Berichten von Bloomberg, CNBC, Business Insider, The Information, TechTimes und Unternehmensankündigungen aus der Mitte des Jahres 2026. Alle Zahlen sind belegt und zitiert.