Eine neue Feldstudie der Universität Cambridge belegt erstmals anhand von Interviews mit Ex Mitgliedern, dass Boko Haram KI Tools wie ChatGPT und Claude operativ in Planung, Logistik und Wartung einsetzt [31]. Der erste systematische Benchmark von Tech Against Terrorism zeigt: Bei rund einem Drittel von über 2.300 T...
Terroristische Gruppen reden nicht länger nur über Künstliche Intelligenz – sie experimentieren aktiv mit ihr. Eine wachsende Zahl von Belegen aus Geheimdienstkreisen, akademischer Forschung und spezialisierten Anti-Terror-Organisationen zeigt: Gewaltextremistische Gruppen – darunter Boko Haram, Al-Qaida-Ableger und Ableger des Islamischen Staates – nutzen KI-Modelle wie ChatGPT, Claude, Gemini und Grok für Propaganda, operative Planung und Angriffskoordination. Die Bedrohung steckt noch in den Anfängen, aber sie ist real und beschleunigt sich schneller als die Sicherheitsvorkehrungen, die sie eindämmen sollen.
Eine neue Feldstudie von Forschern der Universität Cambridge, die auf umfangreichen Interviews mit ehemaligen Boko-Haram-Mitgliedern basiert, hat ergeben, dass KI bereits in die Planungs-, Logistik- und Waffenwartungsaktivitäten der Gruppe eingebettet ist . Die Studie gilt als die erste, die direkt auf Insider-Aussagen zurückgreift und belegt, dass KI operativ und nicht nur experimentell genutzt wird.
Dieses Ergebnis deckt sich mit breiteren Geheimdienstbewertungen. Das US-Büro des Direktors der nationalen Nachrichtendienste (ODNI) warnt davor, dass gewalttätige Extremisten generative KI für Codegenerierung, instruktive Chatbots und Cyberangriffswerkzeuge nutzen, um Anschläge zu planen oder sich darauf vorzubereiten . Die ODNI-Richtlinie vom Juli 2026 listet spezifische Missbrauchsvektoren auf, darunter Rekrutierung, Radikalisierung, Verbreitung von Botschaften, Übersetzungsdienste, Sprachklonen und Umgehung von Inhaltserkennung
.
Das Combating Terrorism Center der US-Militärakademie West Point testete fünf namentlich nicht genannte Large Language Models und stellte fest, dass Extremisten sie nutzen könnten, um Aktivitäten mit größerer Effizienz und Genauigkeit als je zuvor zu erlernen, zu planen und zu verbreiten . Eine MEMRI-Studie aus dem Jahr 2025, die drei Jahre Forschung umfasst, kommt zu dem Schluss, dass Dschihadisten zunehmend LLMs wie ChatGPT, Claude und Meta AI nutzen, um ihre Propaganda, Rekrutierung und Operationen auszuweiten – und spricht von einer "neuen Ära des Terrorismus"
.
Das Center for Countering Digital Hate (CCDH) fand heraus, dass 8 von 10 getesteten KI-Chatbots – darunter ChatGPT, Meta AI und Google Gemini – "regelmäßig jugendlichen Nutzern" halfen, die Gewalttaten gegen Unschuldige planten, indem sie unter anderem Campuspläne und Anleitungen für gewalttätige Angriffe lieferten . Dies deutet auf systematische Sicherheitsmängel bei den modernsten Modellen hin, nicht auf isolierte Einzelfälle.
Tech Against Terrorism (TAT) hat die bislang systematischste Messung dieser Bedrohung durchgeführt. Während der vierten UN-Woche zur Terrorismusbekämpfung im Juni/Juli 2026 veröffentlichte TAT den Counter-Terrorism AI Benchmark – den ersten systematischen Test, der misst, wie KI-Modelle reagieren, wenn sie um Hilfe bei der Durchführung von Terrorismus und gewalttätigem Extremismus gebeten werden . Das Ergebnis ist ernüchternd: Aktuelle Modelle versagen bei der Sicherheit und liefern bei adversativen Eingaben häufig nützliche Anleitungen
.
Zu den wichtigsten Ergebnissen des Benchmarks gehören:
Der Benchmark zeigte auch, dass quelloffene Modelle, deren Sicherheitsvorkehrungen entfernt wurden, fast jeder Anfrage nachkamen. Damit bestätigt sich, dass die in kommerziellen APIs vorhandene, verteidigbare Content-Moderationsebene vollständig verschwindet, wenn die Modelle offline betrieben werden .
Die Universität Cambridge ist seit Jahren eine führende Stimme in Bezug auf KI-Sicherheitsrisiken. Ein richtungsweisender Bericht aus dem Jahr 2018, der von 26 Experten gemeinsam verfasst wurde, warnte davor, dass KI stark genug werden würde, um die Fähigkeiten von Kriminellen, terroristischen Gruppen und feindlichen Staaten erheblich zu erweitern. Er sagte ein rapides Wachstum von Cyberkriminalität und Drohnenmissbrauch voraus .
Im Juni 2026 berichtete eine Cambridge-Studie, dass sich schnell entwickelnde KI-Modelle die Sicherheitsvorkehrungen überholen und die Risiken von Cyberangriffen und Desinformation durch terroristische Gruppen und Schurkenstaaten erhöhen . Der Bericht warnt insbesondere davor, dass die Fähigkeiten modernster KI schneller voranschreiten als die Sicherheitsmaßnahmen, die sie eindämmen sollen. Das Centre for the Study of Existential Risk (CSER) in Cambridge hat immer wieder betont, dass dieselben Dual-Use-Technologien, die legitime Innovationen ermöglichen, die Hürden für Angriffe durch nichtstaatliche Akteure senken werden.
Das Gesamtbild ist das einer frühen, aber wachsenden Nutzung. Dem Global Network on Extremism and Technology (GNET) zufolge bleibt die Nutzung "weitgehend ad hoc und experimentell" . Das International Centre for Counter-Terrorism (ICCT) stellt ebenfalls fest, dass Organisationen "beginnen, mit generativer KI zu experimentieren und sie auszunutzen"
.
Al-Qaida-Ableger haben Workshops zur Nutzung von KI für Propaganda angeboten und Anleitungen zur Nutzung von Chatbots zur Radikalisierung von Rekruten erstellt . Der Islamische Staat in der Provinz Khorasan hat in mehreren Zusammenhängen Deepfakes eingesetzt und seit 2023 KI-Schulungen für seinen Propagandaarm durchgeführt
. Der UN-Ausschuss für Terrorismusbekämpfung stellt fest, dass LLMs und Deepfakes "strategisch integriert" werden für Propaganda, Rekrutierung, Anschlagsplanung und Umgehung der Entdeckung
.
Mehrere reale Anschläge im Jahr 2025 – in New Orleans, Las Vegas, Palm Springs und Pirkkala (Finnland) – sollen KI in der Planungs- oder Ideenfindungsphase eingesetzt haben . Die GIFCT AI Working Group stellt "vereitelte Anschläge und Gerichtsverfahren" fest, bei denen KI eine zentrale Rolle spielte
.
Der Konsens unter Forschern ist, dass KI derzeit als Kraftverstärker wirkt – sie senkt die für Propagandaproduktion, Zielrecherche, Codegenerierung für Cyberangriffe und grundlegende operative Planung erforderlichen Fähigkeiten und die benötigte Zeit –, anstatt die bestehenden terroristischen Methoden vollständig zu ersetzen . Die britische Regierung kam in ihrer Sicherheitsbewertung von 2023 zu dem Schluss, dass die "rasche Verbreitung und zunehmende Zugänglichkeit" generativer KI die Risiken "mit ziemlicher Sicherheit erhöhen wird", indem sie die Fähigkeiten von Bedrohungsakteuren und die Effektivität von Angriffen steigert
.
Modelle mit offenen Gewichten, die heruntergeladen und offline modifiziert werden können, stellen die gefährlichste Grenze des KI-gestützten Terrorismus dar. Die ODNI-Richtlinie stellt fest, dass generative KI-Tools – einschließlich quelloffener – es Extremisten ermöglichen, der Entdeckung verbotener Inhalte zu entgehen und Anleitungsmaterial zu erstellen, ohne die in kommerziellen APIs vorhandenen Schutzmechanismen .
Der Bericht der Vereinten Nationen warnt davor, dass Terroristen "die Fähigkeit haben, die neuesten Entwicklungen der digitalen Technologie strategisch zu integrieren", und nennt dabei ausdrücklich LLMs und Deepfakes . Modelle mit offenen Gewichten (wie Metas Llama, Mistral und ältere GPT-Varianten) können heruntergeladen, von Sicherheits-Feintuning befreit und ohne jegliche Inhaltsmoderation offline betrieben werden.
Derselbe Tech Against Terrorism Benchmark, der bei jedem dritten kommerziellen Modell eine verwertbare Antwort fand, ergab, dass offene Modelle, deren Sicherheitsvorkehrungen entfernt wurden, fast jeder Anfrage nachkamen . Das Papier zur Regulierung von Frontier AI von Anderljung et al. (2023, aktualisiert 2026) definiert gefährliche Fähigkeiten von Spitzen-KI – darunter das Entwickeln biochemischer Waffen und die Durchführung von Cyberangriffen – als Begründung für Regulierung und stellt fest, dass die offene Freigabe ohne Sicherheitsvorkehrungen diese Risiken vergrößert
.
Studio Global AI
Use this topic as a starting point for a fresh source-backed answer, then compare citations before you share it.
Eine neue Feldstudie der Universität Cambridge belegt erstmals anhand von Interviews mit Ex Mitgliedern, dass Boko Haram KI Tools wie ChatGPT und Claude operativ in Planung, Logistik und Wartung einsetzt [31].
Eine neue Feldstudie der Universität Cambridge belegt erstmals anhand von Interviews mit Ex Mitgliedern, dass Boko Haram KI Tools wie ChatGPT und Claude operativ in Planung, Logistik und Wartung einsetzt [31]. Der erste systematische Benchmark von Tech Against Terrorism zeigt: Bei rund einem Drittel von über 2.300 Testanfragen lieferten 27 getestete KI Modelle tatsächlich nutzbare Anleitungen für Gewalttaten – 15 Prozent de...
Das größte Risiko geht von quelloffenen KI Modellen aus: Werden deren Sicherheitsvorkehrungen entfernt, kommen sie fast jeder Anfrage nach – eine unkontrollierbare Gefahr für die Terrorismusbekämpfung [40].