Am 9. Juli 2026 stimmte das Europaparlament mit 416 zu 169 bei 22 Enthaltungen für sein Verhandlungsmandat zum digitalen Euro und ebnete damit den Weg für die Trilog Verhandlungen.

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Das Projekt für einen digitalen Euro in der Europäischen Union hat im Juli 2026 einen entscheidenden Meilenstein erreicht: Das Europäische Parlament hat offiziell seine Verhandlungsposition verabschiedet und damit die Bühne für die letzte Runde der Gesetzgebungsgespräche bereitet. Da eine zentrale Bank-Digitalwährung (CBDC) möglicherweise schon 2029 eingeführt werden soll, fragen sich viele: Was ist bisher passiert, worüber wird noch gestritten und wie soll der digitale Euro eigentlich funktionieren?
Am 9. Juli 2026 stimmte das Europäische Parlament mit 416 Stimmen dafür, 169 dagegen und 22 Enthaltungen für sein formelles Verhandlungsmandat des Gesetzgebungspakets zum digitalen Euro . Die Abstimmung folgte auf die Annahme der Position des Ausschusses für Wirtschaft und Währung am 23. Juni 2026, die mit 43 zu 14 Stimmen bei einer Enthaltung durchging
.
Die Fraktionen PfE, EKR und ESN hatten den Beschluss des Ausschusses angefochten, das Plenum bestätigte das Mandat jedoch .
Was die Abstimmung ermöglicht: Dieses Votum ist die letzte Verfahrenshürde, bevor das Parlament in die sogenannten Trilog-Verhandlungen mit dem Rat der EU und der Europäischen Kommission treten kann, um die Gesetzgebung endgültig zu verabschieden . EZB-Präsidentin Christine Lagarde begrüßte das Ergebnis und sagte gegenüber Euronews: „Lassen Sie mich die Tatsache feiern, dass das Parlament das Mandat für diese Verhandlungen mit großer Mehrheit unterstützt hat“
.
Das umstrittenste Thema in den bevorstehenden Trilog-Verhandlungen ist das Vergütungsmodell für Banken und Zahlungsdienstleister (PSPs), die den digitalen Euro vertreiben sollen . Die zentralen Designelemente im Überblick:
Nach dem Verhandlungsmandat des Parlaments ist der digitale Euro als eine von der EZB ausgegebene CBDC konzipiert, die Bargeld ergänzen, aber nicht ersetzen soll . Lagarde betonte, dass „das Ziel nicht ist, Zahlungen zu verfolgen“
. Zu den wichtigsten Merkmalen gehören:
Ein zentrales Motiv für den digitalen Euro ist die Stärkung der europäischen Währungssouveränität und strategischen Autonomie im Zahlungsverkehr [27, 28]. Der digitale Euro soll „Bürgern und Unternehmen eine private, sichere und innovative Art zu zahlen bieten und gleichzeitig die Abhängigkeit von Anbietern außerhalb der EU verringern“ – gemeint sind vor allem die US-amerikanischen Kreditkartennetzwerke wie Visa und Mastercard, die den europäischen Einzelhandelszahlungsverkehr dominieren [26, 28].
Reuters berichtete im Juni 2026, dass die Initiative darauf abzielt, „die Eurozone weniger abhängig von US-Kreditkarten zu machen, in einer Zeit brüchiger transatlantischer Beziehungen“ . EZB-Vertreter bezeichnen das Projekt als unerlässlich, um „die Währungssouveränität der EU zu stärken, die Fragmentierung im Einzelhandelszahlungsverkehr zu verringern und die internationale Rolle des Euro zu unterstützen“
. Der digitale Euro würde europäischen Zahlungsdienstleistern „ein voll akzeptiertes alternatives System ohne System- und Verarbeitungsgebühren bieten“ und so ihre Verhandlungsposition gegenüber den US-Netzwerken stärken
.
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Am 9. Juli 2026 stimmte das Europaparlament mit 416 zu 169 bei 22 Enthaltungen für sein Verhandlungsmandat zum digitalen Euro und ebnete damit den Weg für die Trilog Verhandlungen.
Am 9. Juli 2026 stimmte das Europaparlament mit 416 zu 169 bei 22 Enthaltungen für sein Verhandlungsmandat zum digitalen Euro und ebnete damit den Weg für die Trilog Verhandlungen. Der Knackpunkt in den kommenden Gesprächen ist das Vergütungsmodell für Banken und Zahlungsdienstleister, die den digitalen Euro vertreiben, da diese den Bürgern keine Gebühren für Basisdienste berechnen dürfen.
Konzipiert als CBDC der EZB, soll der digitale Euro online und offline funktionieren, mit Datenschutzgarantien wie Zero Knowledge Beweisen, einer Obergrenze für Guthaben, unverzinslich und mit kostenlosen Basisdiensten.