Das System besteht aus mehreren Satellitenschüsseln auf Anhängern – nach ukrainischen Angaben sechs Anhänger mit insgesamt 12 Antennen EF. Seine Aufgabe: Vorbeifliegende Starlink-Satelliten verfolgen und so starke Störsignale auszusenden, dass die Kommunikationsverbindung zwischen Satellit und ukrainischem Drohnenterminal zusammenbricht TIM.
Eine einzelne Wolna-Kupol-Garant-Einheit kostet Berichten zufolge rund 1,5 Millionen US-Dollar und wird von der Firma OOO „Rossijski Kupol“ in Simferopol hergestellt TY. Das System arbeitet im Frequenzbereich 14–14,5 GHz – dem Uplink-Band, das Starlink-Terminals zur Kommunikation mit den Satelliten nutzen ET.
Trotz der hohen Kosten und technischen Raffinesse hat Wolna Kupol Garant eine grundlegende Einschränkung: Es kann immer nur einen Starlink-Satelliten gleichzeitig stören ICT. Das erzeugt eine enge, gezielte Störzone („Kuppel“), keinen großflächigen Störteppich. Der ukrainische Experte Serhij Beskrestnow, Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums, erklärte, das System müsse den Weg jedes Satelliten physisch verfolgen und das Störsignal genau auf dem Frequenzkanal senden, den der Satellit gerade nutzt TT.
Die russische Staatsagentur TASS räumte diese Einschränkung selbst ein: Das System schalte „Starlink-Kommunikation nicht als Ganzes ab, sondern ‚betäube‘ einen bestimmten Satelliten für die Dauer seines Überflugs über das Einsatzgebiet“ T.
Ukrainische Kräfte haben etwa zehn Einheiten entlang der Frontlinie geortet IT. Die Reichweite pro Gerät wird mit rund 20 Quadratkilometern angegeben INM.
Die Architektur von Starlink macht es von Natur aus widerstandsfähig gegen Breitband-Störsender. Die Terminals nutzen Phased-Array-Antennen im Ku-Band (und teilweise Ka-Band), die einen schmalen, schnell schwenkenden Strahl zu den niedrig fliegenden Satelliten aufrechterhalten. Etwa alle 15 Sekunden wechselt das System den Satelliten R. Da sowohl Satellit als auch Terminal eng gebündelte Strahlen von nur 3 bis 5 Grad Breite verwenden, muss ein Störsender präzise positioniert sein, um die Verbindung zu treffen R. Wolna Kupol Garant umgeht dies, indem es den Satelliten mit eigenen Antennen physisch verfolgt und dann ein starkes Signal auf demselben Frequenzkanal sendet, um die legitime Verbindung zu überdecken TIC. Es handelt sich um eine Punkt-zu-Punkt-Störung, nicht um einen Rundum-Sender.
Die russischen Logistikeinheiten verlassen sich nicht allein auf elektronische Kriegsführung. Sie setzen auch auf einfache operative Sicherheitsmaßnahmen, um Nachschubkonvois vor Starlink-gesteuerten Drohnen zu schützen R:
Diese Maßnahmen sind ein indirektes Eingeständnis, dass die elektronische Störung allein nicht ausreicht, um die Nachschublinien vollständig zu schützen R.
Die Ukraine setzt auf eine mehrgleisige Gegenstrategie, die über das bloße Durchkämpfen gegen die Störungen hinausgeht.
Jagd auf die Störsender: Ukrainische Drohnenbesitzer jagen gezielt die Wolna-Kupol-Garant-Systeme. Berater Serhij Beskrestnow bestätigte, dass ukrainische Drohnen bereits mindestens eine dieser teuren Einheiten zerstört haben PY. Ein ukrainischer Kommandeur sagte Reuters: „Wir haben das Starlink-Gegenmaßnahmensystem getroffen … Das System, das direkt die Satelliten stört. Wir haben es vor Kurzem getroffen“ Y. Berichten zufolge traf das ukrainische 422. Regiment zwei Systeme I.
Entwicklung Starlink-unabhängiger Drohnen: Die Ukraine hat die Einführung neuer Drohnentypen beschleunigt, die keine Starlink-Verbindung mehr benötigen. Diese nutzen alternative Datenverbindungen wie Glasfaserkabel, Funkrelais oder vorprogrammierte autonome Navigation für Mittelstreckenschläge – und sind damit immun gegen Starlink-spezifische Störsender EA.
Weiße Liste und Terminal-Kontrolle: Anfang Februar 2026 sperrte SpaceX alle nicht autorisierten Starlink-Terminals in der Ukraine, die nicht auf einer genehmigten Whitelist standen. Das half der Ukraine auch, den russischen Missbrauch gestohlener Terminals zu unterbinden ACE.
Die meisten technischen Details zu Wolna Kupol Garant stammen von ukrainischen Militärquellen und russischen Staatsmedien (TASS, Prawda.ru), die die Wirksamkeit übertreiben oder herunterspielen könnten. Der Reuters-Bericht R – die autoritativste Quelle – bestätigt die Störversuche, stellt aber fest, dass sie noch immer „lückenhaft und inkonsistent“ sind und viele ukrainische Drohneneinsätze weiterhin erfolgreich durchgeführt werden R.
Der Abnutzungskampf in der elektronischen Kriegsführung geht weiter. Russland hat einen speziellen Starlink-Störsender entwickelt – aber seine hohen Kosten, die begrenzte Reichweite und die Einschränkung auf einen Satelliten pro System verhindern eine vollständige Neutralisierung des ukrainischen Drohnenvorteils. Die Ukraine passt sich an: Sie zerstört die Störsender physisch und baut eine neue Generation von Drohnen, die ganz ohne Starlink auskommen.