Der Altcoin-Markt durchlebt seine schwerste Talfahrt seit Bestehen. Laut Daten des CryptoQuant-Analysten Darkfost notieren mehr als 40 % aller alternativen Kryptowährungen (Altcoins) nahe ihren Allzeittiefs – eine Quote, die sogar noch über dem Rekordwert von 37,8 % nach dem FTX-Zusammenbruch im November 2022 liegt . Doch anders als in der Vergangenheit wird dieser Bärenmarkt nicht von einem einzelnen Betrugsskandal ausgelöst. Es sind strukturelle Kräfte am Werk, die das Verhalten von Altcoins nachhaltig verändern könnten.
Darkfosts Daten, die einen Korb von 756 Token umfassen, zeigen einen Anstieg des Anteils der Altcoins, die nahe ihren Allzeittiefs handeln, von rund 38 % Anfang März 2026 auf über 40 % Ende März 2026 . Der Wert von 38 % (manche Quellen nennen 38,8 %) Anfang März übertraf bereits den vorherigen Zyklushöchststand
. Bis Ende März war der Anteil weiter gestiegen, was bestätigt, dass die Schwächebreite zunimmt und nicht nachlässt.
Zum Vergleich: Der FTX-Crash im November 2022 hatte 37,8 % der Altcoins auf Allzeittiefs gedrückt – der bisherige Höchststand des Zyklus. Darkfosts Daten zeigen, dass der aktuelle Wert diese Marke überschritten hat, und bezeichnen dies als die „größte Regression der Altcoins, die in diesem Zyklus beobachtet wurde" . Mehrere Quellen beschreiben die aktuelle Talfahrt als strukturell schlimmer als die Zeit nach dem FTX-Crash
. Anders als die Krise von 2022, die durch ein einziges katastrophales Ereignis ausgelöst wurde, ist die heutige Talfahrt breit angelegt und anhaltend.
Darkfost identifiziert mehrere strukturelle Gegenwinde, die über die üblichen makroökonomischen Sorgen hinausgehen.
Explosion des Token-Angebots. Es gibt inzwischen über 47 Millionen Krypto-Token – etwa 22 Millionen auf Solana, 18 Millionen auf Base und 4 Millionen auf der BNB Smart Chain . Die Flut neuer Token übersteigt das Wachstum der aktiven Käufer bei weitem und untergräbt die Bedingungen, die einst breite Altcoin-Rallyes ermöglichten
.
Liquiditätsschwund. Der Spotmarkt verzeichnet seit 15 aufeinanderfolgenden Monaten Nettoverkäufe von Altcoins (exklusive Bitcoin und Ethereum). Die kumulierte Differenz zwischen Kauf- und Verkaufsvolumen hat den tiefsten negativen Stand seit Einführung dieser Kennzahl erreicht . Darkfost bezeichnet dies als „ein Liquiditätsproblem ebenso wie ein Preisproblem"
.
Kapitalabwanderung aus dem Krypto-Sektor. Die Risikobereitschaft bleibt schwach, wobei die Liquidität Aktien und Rohstoffe gegenüber Kryptowährungen bevorzugt. Kryptowerte sind oft die ersten, die Verkaufsdruck absorbieren, wenn Anleger defensiv umschichten . Jimmy Xue, Mitbegründer der Liquiditätsplattform Axis, spricht von einem „Liquiditätsentzug" für Altcoins
. Die Marktkapitalisierung des gesamten Altcoin-Marktes ist von einem Höchststand von 1,9 Billionen US-Dollar auf schätzungsweise 600 bis 700 Milliarden US-Dollar geschrumpft
.
Struktureller Wendepunkt. Darkfost identifiziert den 10. und 11. Oktober 2025 als den Zeitpunkt, an dem gehebelte Positionen im Wert von rund 19 Milliarden US-Dollar ausgelöscht wurden und das offene Interesse an Bitcoin um etwa 70.000 BTC fiel, was die Risikobereitschaft des Marktes nachhaltig dämpfte .
Bitcoin fiel von einem Höchststand von rund 126.000 US-Dollar auf 67.000 US-Dollar im Oktober 2025 (ein Rückgang von rund 47 %) . Große Altcoins wie Ethereum, Solana und XRP erlitten noch tiefere Korrekturen
. Memecoins gehören zu den am härtesten getroffenen Token: Shiba Inu und Dogecoin verloren 50 %, das neuere Projekt Offizieller Trump sogar 71 %
.
Darkfosts Diagnose lautet, dass dies kein typischer Bärenzyklus ist, sondern ein struktureller Regimewechsel – die Marktstruktur der Altcoins selbst sei zerbrochen .
Darkfost bezeichnet das aktuelle Umfeld als „ungünstig" für risikoreiche Anlagen . Er warnt:
Der Altcoin-Markt hat nicht einfach nur ein schlechtes Jahr. Laut Darkfosts Daten durchläuft er einen strukturellen Zusammenbruch, der breite Rallyes auf absehbare Zeit unwahrscheinlich macht. Für Anleger ist die Botschaft klar: Das alte Rezept – Dips kaufen und auf die nächste Altseason warten – funktioniert nicht mehr. Der Markt hat sich verändert, und die Daten deuten darauf hin, dass er sich so schnell nicht zurückverwandeln wird.
Studio Global AI
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Laut Daten des CryptoQuant Analysten Darkfost notieren mehr als 40 % aller Altcoins nahe ihren Allzeittiefs – ein noch höherer Wert als nach dem FTX Zusammenbruch (37,8 %).
Laut Daten des CryptoQuant Analysten Darkfost notieren mehr als 40 % aller Altcoins nahe ihren Allzeittiefs – ein noch höherer Wert als nach dem FTX Zusammenbruch (37,8 %). Als Hauptgründe nennt Darkfost die Explosion der Token Anzahl (über 47 Millionen Kryptowährungen), einen anhaltenden Liquiditätsschwund und Kapitalabflüsse in andere Anlageklassen.
Der Analyst spricht von einem strukturellen Regimewechsel: Breite Altcoin Rallyes seien auf absehbare Zeit unwahrscheinlich, Anleger müssten mit einer dauerhaften Marktveränderung rechnen.