Der Kursrutsch spiegelt das schlagartige Verpuffen eines zentralen Nachfragetreibers wider, den die Investoren bereits in die Aktienkurse eingepreist hatten.
Die von Sarah Simon angeführten Morgan-Stanley-Analysten bezeichneten das frühe Aus beider Teams als „erhebliches Risiko“ für die Bierabsatzprognosen des dritten Quartals . Ihre zentrale Erkenntnis: Der Großteil der Bierabsatzsteigerungen entfällt auf sogenannte „Deep-Run“-Spiele, also die K.o.-Phase – jene Spiele, die Brasilien und Mexiko nun nicht mehr bestreiten werden
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Morgan Stanley betont, dass es sich in erster Linie um entgangene Zusatzgewinne handelt, nicht um einen grundlegenden Einbruch. Es sei „das Fehlen des zusätzlichen Wachstums“, das bei einem erfolgreichen Abschneiden der Teams möglich gewesen wäre .
Ein möglicher Ausgleich könnte das US-Team bieten, auf das etwa 20% des AB-InBev-Umsatzes entfallen . Allerdings sei die Wirkung eines tiefen Turnierverlaufs auf den Bierabsatz in den USA aufgrund der kürzeren Fußballtradition des Landes schwer messbar
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Diese Entwicklung trifft die Branche in einem ohnehin schwierigen Umfeld. Die CNN hatte die WM 2026 als „Make or Break“ für die Alkoholindustrie bezeichnet, die mit rückläufigem Konsum und sich wandelnden Trinkgewohnheiten kämpft . Dabei waren die Erwartungen im Vorfeld hoch: Jefferies prognostizierte einen weltweiten Bierabsatz von zusätzlich einer Milliarde Pints durch das Turnier
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Dass Großereignisse wie die WM den Bierkonsum beflügeln, ist gut dokumentiert. Zur WM 2014 in Brasilien stieg der Bierverkauf von AB InBev im Land um 140 Millionen Liter . In Gastgeberländern kletterten die Absätze in der Vergangenheit um 2,5 bis 9,9% während des Turniers
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Morgan Stanley sieht die Aktien von AB InBev und Heineken durch die WM-Eliminierungen massiv unter Druck. Der größte Schaden entsteht durch die entgangenen Zusatzverkäufe in der K.o.-Phase. Die Leistung des US-Teams bleibt der letzte Unsicherheitsfaktor, der den lateinamerikanischen Einbruch zumindest teilweise abfedern könnte .