Die Ursache: Der Engpass ist ein kritisches Bauteil namens PCB-Midplane (auch als „orthogonaler Backplane“ bezeichnet) . SemiAnalysis erklärte, diese Platine sei „aus fertigungstechnischer Sicht weiterhin eine Herausforderung“ . Analysten von Jefferies bestätigten in einer Notiz vom 22. Juni, dass die Einführung des Kyber-Backplane-PCBs aufgrund von Engpässen bei der Verbindungstechnik im Rack wahrscheinlich verschoben sei und dass 2027 noch die ältere Oberon-Architektur zum Einsatz komme .
Auswirkungen: Auch die größere NVL576-Variante, die acht Oberon-Racks über Co-Packaged Optics (CPO) auf NVSwitches verbindet, könnte sich verzögern oder auf Kleinserien beschränkt bleiben . Ein CPO-NVSwitch von Nvidia wird erst für die Feynman-Generation erwartet .
Lieferketten-Effekte: Jefferies schätzt, dass die Kyber-Verzögerung den globalen KI-PCB-Markt im Jahr 2027 um fünf und 2028 um elf Prozent schrumpfen lässt. Der Markt für Kupferkaschierte Laminate (CCL) soll um acht bzw. 16 Prozent zurückgehen .
Was ist passiert? Der ursprüngliche Vier-Chip-Rubin-Ultra („quad-chiplet“) – ebenfalls auf der GTC 2026 vorgestellt – wurde rund drei Monate später, Ende Juni 2026, wieder eingestellt . SemiAnalysis berichtete am 30. Juni darüber, Tom’s Hardware, Igor’s Lab und andere Medien griffen die Nachricht auf .
Der Ersatz: Nvidia ersetzt das Vier-Chip-Design durch ein kleineres Paket mit zwei Dies, das ebenfalls den Namen „Rubin Ultra“ trägt, aber nur noch etwa die halbe Rechenleistung des Originals bietet . Der überarbeitete Chip ist physisch nur noch halb so groß .
Der Grund: Fertigungsprobleme – die Verpackung von vier Chiplets stieß an eine physikalische Grenze, die nicht rechtzeitig überwunden werden konnte .
Unsicherheit auf der Roadmap: Da das Vier-Chip-Design tot und Kyber verschoben ist, hat Nvidia laut SemiAnalysis derzeit „keine nachgewiesene Lösung zur Skalierung der Rubin-Ultra-Domäne“. Dies öffnet ein Zeitfenster für Wettbewerber wie AMDs MI500X oder Googles TPUv8i Broadfly, Nvidia in der Skalierungsfähigkeit zu überholen .
Der SemiAnalysis-Bericht löste am 6. Juli 2026 einen heftigen Ausverkauf bei asiatischen PCB-Aktien aus. Besonders stark betroffen waren Werte in Hongkong:
In Taiwan fielen Taiwan Union Technology (2383) um zehn Prozent, Nan Ya PCB (8046) um 9,7 Prozent und Unimicron (3037) um 7,4 Prozent. In Südkorea verlor Samsung Electro-Mechanics elf Prozent; Japans Ibiden brach um 9,9 Prozent ein .
Ein Aktienmarkt-Experte der südkoreanischen NH Investment & Securities kommentierte gegenüber Reportern, dass „die regionalen Technologieaktien heute offenbar unter dem Einfluss des SemiAnalysis-Berichts schwächeln“. Er nannte die Kyber-Verzögerung, die Streichung des NVL72x2 und den abgespeckten Rubin Ultra als Hauptfaktoren für die zunehmende Unsicherheit um Nvidias Skalierungs-Roadmap .
AMD: SemiAnalysis benennt AMDs kommenden MI500X explizit als direkten Profiteur: Die Verzögerungen „schaffen Raum für Wettbewerber wie AMDs MI500X oder Googles TPUv8i Broadfly, Rubin Ultra bei der Skalierungsfähigkeit zu überholen“ . Der Bericht stellt zudem fest, dass Nvidia mit einem „strukturellen Marktanteilsverlust an Trainium, TPUs und AMD“ konfrontiert sei . Schon im August 2025 war die AMD-Aktie um 5,4 Prozent gestiegen, als erste Gerüchte über eine Rubin-Verzögerung aufkamen . Fubon Research hatte sich damals bullisch zu AMD geäußert und auf Nvidias Redesign-Probleme verwiesen .
Google: Googles TPUv8i Broadfly wird gemeinsam mit dem AMD MI500X als eine Plattform genannt, die Nvidia in der Skalierungsfähigkeit überholen könnte, solange die Rubin-Ultra- und Kyber-Verzögerungen anhalten .
KI-Infrastruktur-Kosten bleiben hoch: Trotz der Rückschläge bleibt Goldman Sachs optimistisch für den KI-Infrastruktur-Investitionszyklus, der bis mindestens 2028 andauern soll. Die Analysten haben mehrere Aktien in der Lieferkette mit „Buy“ bewertet . Auch Jefferies behält sein „Buy“-Rating für Nvidia bei und hob das Kursziel auf 300 US-Dollar an (ein Aufwärtspotenzial von 42 Prozent gegenüber rund 210,69 US-Dollar), was darauf hindeutet, dass die Verzögerungen die langfristige KI-Investitionsthese nicht grundsätzlich infrage stellen .
Gleichzeitig weist eine Analyse von Dan Herbatschek, CEO der Ramsey Theory Group, auf eine sich zuspitzende Kostenkrise hin: Unternehmen unterschätzen demnach ihre KI-Infrastrukturausgaben um 30 Prozent oder mehr . Morgan Stanley bezifferte die Materialkosten allein für das Kühlsystem eines Nvidia GB300 NVL72-Racks auf fast 50.000 US-Dollar; für die kommende Vera Rubin NVL144-Plattform sollen sie auf schätzungsweise 55.710 US-Dollar steigen .
Die Berichte stammen von SemiAnalysis, einem angesehenen Halbleiter-Forschungsunternehmen, und wurden von CNBC, Tom’s Hardware und Jefferies aufgegriffen. Nvidia selbst hat sich jedoch weder zur Kyber-Verzögerung noch zur Einstellung des Rubin Ultra offiziell geäußert. PCB-Hersteller haben solche Gerüchte in der Vergangenheit als „übertrieben und falsch interpretiert“ zurückgewiesen . Die Situation ist also offiziell nicht bestätigt.
Die Ursache: Der Engpass ist ein kritisches Bauteil namens PCB-Midplane (auch als „orthogonaler Backplane“ bezeichnet) . SemiAnalysis erklärte, diese Platine sei „aus fertigungstechnischer Sicht weiterhin eine Herausforderung“ . Analysten von Jefferies bestätigten in einer Notiz vom 22. Juni, dass die Einführung des Kyber-Backplane-PCBs aufgrund von Engpässen bei der Verbindungstechnik im Rack wahrscheinlich verschoben sei und dass 2027 noch die ältere Oberon-Architektur zum Einsatz komme .
Auswirkungen: Auch die größere NVL576-Variante, die acht Oberon-Racks über Co-Packaged Optics (CPO) auf NVSwitches verbindet, könnte sich verzögern oder auf Kleinserien beschränkt bleiben . Ein CPO-NVSwitch von Nvidia wird erst für die Feynman-Generation erwartet .
Lieferketten-Effekte: Jefferies schätzt, dass die Kyber-Verzögerung den globalen KI-PCB-Markt im Jahr 2027 um fünf und 2028 um elf Prozent schrumpfen lässt. Der Markt für Kupferkaschierte Laminate (CCL) soll um acht bzw. 16 Prozent zurückgehen .
Was ist passiert? Der ursprüngliche Vier-Chip-Rubin-Ultra („quad-chiplet“) – ebenfalls auf der GTC 2026 vorgestellt – wurde rund drei Monate später, Ende Juni 2026, wieder eingestellt . SemiAnalysis berichtete am 30. Juni darüber, Tom’s Hardware, Igor’s Lab und andere Medien griffen die Nachricht auf .
Der Ersatz: Nvidia ersetzt das Vier-Chip-Design durch ein kleineres Paket mit zwei Dies, das ebenfalls den Namen „Rubin Ultra“ trägt, aber nur noch etwa die halbe Rechenleistung des Originals bietet . Der überarbeitete Chip ist physisch nur noch halb so groß .
Der Grund: Fertigungsprobleme – die Verpackung von vier Chiplets stieß an eine physikalische Grenze, die nicht rechtzeitig überwunden werden konnte .
Unsicherheit auf der Roadmap: Da das Vier-Chip-Design tot und Kyber verschoben ist, hat Nvidia laut SemiAnalysis derzeit „keine nachgewiesene Lösung zur Skalierung der Rubin-Ultra-Domäne“. Dies öffnet ein Zeitfenster für Wettbewerber wie AMDs MI500X oder Googles TPUv8i Broadfly, Nvidia in der Skalierungsfähigkeit zu überholen .
Der SemiAnalysis-Bericht löste am 6. Juli 2026 einen heftigen Ausverkauf bei asiatischen PCB-Aktien aus. Besonders stark betroffen waren Werte in Hongkong:
In Taiwan fielen Taiwan Union Technology (2383) um zehn Prozent, Nan Ya PCB (8046) um 9,7 Prozent und Unimicron (3037) um 7,4 Prozent. In Südkorea verlor Samsung Electro-Mechanics elf Prozent; Japans Ibiden brach um 9,9 Prozent ein .
Ein Aktienmarkt-Experte der südkoreanischen NH Investment & Securities kommentierte gegenüber Reportern, dass „die regionalen Technologieaktien heute offenbar unter dem Einfluss des SemiAnalysis-Berichts schwächeln“. Er nannte die Kyber-Verzögerung, die Streichung des NVL72x2 und den abgespeckten Rubin Ultra als Hauptfaktoren für die zunehmende Unsicherheit um Nvidias Skalierungs-Roadmap .
AMD: SemiAnalysis benennt AMDs kommenden MI500X explizit als direkten Profiteur: Die Verzögerungen „schaffen Raum für Wettbewerber wie AMDs MI500X oder Googles TPUv8i Broadfly, Rubin Ultra bei der Skalierungsfähigkeit zu überholen“ . Der Bericht stellt zudem fest, dass Nvidia mit einem „strukturellen Marktanteilsverlust an Trainium, TPUs und AMD“ konfrontiert sei . Schon im August 2025 war die AMD-Aktie um 5,4 Prozent gestiegen, als erste Gerüchte über eine Rubin-Verzögerung aufkamen . Fubon Research hatte sich damals bullisch zu AMD geäußert und auf Nvidias Redesign-Probleme verwiesen .
Google: Googles TPUv8i Broadfly wird gemeinsam mit dem AMD MI500X als eine Plattform genannt, die Nvidia in der Skalierungsfähigkeit überholen könnte, solange die Rubin-Ultra- und Kyber-Verzögerungen anhalten .
KI-Infrastruktur-Kosten bleiben hoch: Trotz der Rückschläge bleibt Goldman Sachs optimistisch für den KI-Infrastruktur-Investitionszyklus, der bis mindestens 2028 andauern soll. Die Analysten haben mehrere Aktien in der Lieferkette mit „Buy“ bewertet . Auch Jefferies behält sein „Buy“-Rating für Nvidia bei und hob das Kursziel auf 300 US-Dollar an (ein Aufwärtspotenzial von 42 Prozent gegenüber rund 210,69 US-Dollar), was darauf hindeutet, dass die Verzögerungen die langfristige KI-Investitionsthese nicht grundsätzlich infrage stellen .
Gleichzeitig weist eine Analyse von Dan Herbatschek, CEO der Ramsey Theory Group, auf eine sich zuspitzende Kostenkrise hin: Unternehmen unterschätzen demnach ihre KI-Infrastrukturausgaben um 30 Prozent oder mehr . Morgan Stanley bezifferte die Materialkosten allein für das Kühlsystem eines Nvidia GB300 NVL72-Racks auf fast 50.000 US-Dollar; für die kommende Vera Rubin NVL144-Plattform sollen sie auf schätzungsweise 55.710 US-Dollar steigen .
Die Berichte stammen von SemiAnalysis, einem angesehenen Halbleiter-Forschungsunternehmen, und wurden von CNBC, Tom’s Hardware und Jefferies aufgegriffen. Nvidia selbst hat sich jedoch weder zur Kyber-Verzögerung noch zur Einstellung des Rubin Ultra offiziell geäußert. PCB-Hersteller haben solche Gerüchte in der Vergangenheit als „übertrieben und falsch interpretiert“ zurückgewiesen . Die Situation ist also offiziell nicht bestätigt.