Gegründet wurde das Unternehmen 2022 als Deltia aus dem Berliner KI-Venture-Studio Merantix. Der 2026 vollzogene Namenswechsel zu Almetra spiegelt den erweiterten Anspruch wider: Nicht länger nur manuelle Produktionsschritte analysieren, sondern die Daten- und Steuerungsebene für die gesamte Fabrik werden . Aktuell beschäftigt Almetra rund 40 Mitarbeiter
.
Almetra installiert KI-gestützte Kameras über Fertigungslinien. Diese erfassen manuelle und halbautomatische Prozesse wie Montage, Verpackung und Maschineneinstellungen . Doch das System ist weit mehr als eine Überwachungskamera: Es erstellt ein einheitliches Produktionsmodell, indem es drei unterschiedliche Datenschichten kombiniert:
Das Ergebnis ist laut Unternehmen ein einziges Echtzeitmodell, das zeigt, wie die Arbeit auf dem Shopfloor tatsächlich abläuft. Teams können Engpässe und Ineffizienzen auf Basis objektiver Daten identifizieren, statt auf Annahmen angewiesen zu sein .
Almetra berichtet, dass Fabriken mit seiner Plattform Produktivitätssteigerungen von etwa 20 % erzielen. Zu den Kunden zählen bereits Industriegrößen wie Bosch, ABB, Siemens Energy und Viessmann .
Die Produktivitätsgewinne entstehen dadurch, dass manuelle Beobachtung und Schätzungen durch kontinuierliche, objektive Daten ersetzt werden. Statt auf periodische Zeitstudien oder Meldungen der Mitarbeiter angewiesen zu sein, erhalten Werksleiter ein Live-Dashboard. Es zeigt auf den Punkt genau, wo Zeit verloren geht, welche Prozessschritte länger dauern als erwartet und wo nicht wertschöpfende Tätigkeiten stattfinden .
Kameras in Fabrikhallen werfen naturgemäß Fragen nach dem Datenschutz der Mitarbeiter auf. Almetra begegnet dem mit einer datenschutzorientierten Architektur, die auf zwei Prinzipien beruht:
Dieser Ansatz ist darauf ausgelegt, den strengen EU-Datenschutzanforderungen der DSGVO zu genügen, während die KI detaillierte Bewegungs- und Prozessmuster analysieren kann, die für die Optimierung notwendig sind .
Almetra will das Series-A-Kapital für drei strategische Prioritäten einsetzen:
Almetras Series A über 16,3 Millionen Euro – angeführt von Spotify-/Pinterest-Investor blisce/ mit sechs Co-Investoren – bestätigt eine wachsende These in der Industrietechologie: Computervision, integriert mit bestehenden Maschinendaten und menschlichem Wissen, kann nicht nur sofortige Produktivitätssteigerungen liefern, sondern auch die Brücke zur Fabrikautomatisierung von morgen bauen. Die datenschutzbewusste Architektur und der Kundenstamm mit namhaften Industrieunternehmen verschaffen Almetra eine starke Ausgangsposition, während das Unternehmen in den US-Markt expandiert und den Weg von der Fabrikintelligenz zur Fabrikaktion ebnet.