Gegründet wurde das Unternehmen 2021 (ursprünglich als Defensphere OÜ) von einem Team mit militärischem und ingenieurtechnischem Hintergrund sowie Erfahrung im FPV-Drohnenbau. Vegvisir entwickelt Mixed-Reality-basierte 360-Grad-Lageerfassungssysteme mit extrem niedriger Latenz sowie C2-Software . CEO Ingvar Pärnamäe bringt seltene institutionelle Tiefe in das Startup: Er war Unterstaatssekretär für Verteidigungsinvestitionen im estnischen Verteidigungsministerium und nationaler Rüstungsdirektor
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Das Herzstück von Vegvisir ist eine plattformunabhängige Schnittstelle, die bemannte und unbemannte Systeme über die Domänen Land, Luft, See und Unterwasser hinweg koordiniert . Die wichtigsten Fähigkeiten im Überblick:
Vegvisir will nicht nur eine Nischenlösung für Panzerbesatzungen sein. Die langfristige Vision ist, die definierende, softwarenative C2-Plattform für Multi-Domain-Operationen der NATO zu werden. Die „Virtual Command Station“ soll nicht nur Land-, sondern auch Luft-, See- und Unterwasser-Assets vernetzen . CEO Pärnamäe erklärte, dass mit der zunehmenden Zahl von Drohnen, unbemannten Bodenfahrzeugen und autonomen Marinesystemen der größte operative Schmerzpunkt sei, bemannte und unbemannte Assets effektiv zusammenarbeiten zu lassen. Vegvisir sei darauf ausgelegt, „die benötigte Manpower für den Betrieb autonomer Systeme zu reduzieren“
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Das System wird derzeit in neun Ländern getestet oder eingesetzt: Australien, Estland, Finnland, Lettland, Belgien, Norwegen, die Niederlande, das Vereinigte Königreich und die USA. Zudem wird eine Validierung in der Ukraine angestrebt .
Ingvar Pärnamäe betonte in einem Interview , dass das neue Kommunikationsmodul „direkt aus der Kundennachfrage entstanden“ sei. Die Botschaft sei immer dieselbe gewesen: Das Lagebild sei hervorragend, aber die Kunden bräuchten eine zuverlässige Verbindung in feindlicher Umgebung.
Kasparas Jurgelionis, Managing Partner bei Iron Wolf Capital, legte den Investitionsfokus in einem Statement dar :
„Wir investieren dort, wo Technologie auf einen unumkehrbaren Wandel in der Art und Weise trifft, wie die Welt operiert. Der Übergang zu multi-domänen, unbemannten Operationen ist genau ein solcher Wandel. Er erfordert eine softwarenative, plattformunabhängige Lösung, die kein bestehender Player adäquat gebaut hat. Vegvisir hat die Architektur, das Team und den Ehrgeiz, diesen Raum zu besetzen. Wir glauben, dass Vegvisir im nächsten Jahrzehnt einer der prägenden Namen der europäischen Verteidigungstechnologie werden kann – und diese Investition ist unser Bekenntnis, ihnen dabei zu helfen.“
In einigen Berichten wurde kolportiert, der Chef von Milrem Robotics, Kuldar Väärsi, habe persönlich in Vegvisir investiert. Dafür gibt es in den vorliegenden Quellen keinerlei Belege. Vegvisir und Milrem Robotics haben im September 2024 eine Absichtserklärung (MoU) unterzeichnet, um die XR-Systeme von Vegvisir in Milrems unbemannte Bodenfahrzeuge zu integrieren . Eine persönliche Kapitalbeteiligung Väärsis ist aus dem verfügbaren Material jedoch nicht ableitbar.