Der brasilianische Fußballverband (CBF) hat am 25. Juni 2026 eine formelle Beschwerde bei der FIFA eingereicht, nachdem ein Tor von Vinícius Júnior gegen Schottland vom Schiedsrichter César Ramos per VAR aberkannt wur...
Forschungsantwort
Der brasilianische Fußballverband (CBF) hat einen ungewöhnlichen Schritt gewagt und eine formelle schriftliche Beschwerde bei der FIFA eingereicht. Der Vorwurf: Die Kriterien des Video Assistant Referees (VAR) werden bei der Weltmeisterschaft 2026 nicht einheitlich angewendet. Der Protest entzündet sich an einem aberkannten Tor von Vinícius Júnior gegen Schottland, das nach Ansicht des CBF genauso hätte gewertet werden müssen wie ein fast identisches Tor von Lionel Messi für Argentinien nur wenige Tage zuvor .
In der 23. Minute des letzten Gruppenspiels Brasiliens gegen Schottland in Miami am 24. Juni 2026 setzte Vinícius Júnior den schottischen Verteidiger Jack Hendry unter Druck, entwand ihm den Ball und schloss zu einem vermeintlich regulären Treffer zum 2:0 ab . Schiedsrichter César Ramos gab das Tor zunächst, wurde aber vom VAR an den Monitor gerufen und kippte seine Entscheidung. Er befand, Vinícius habe Hendry bei der Balleroberung gefoult
. Die Entscheidung löste an der brasilianischen Seitenlinie sofort heftige Reaktionen aus. Trainer Carlo Ancelotti und sein Team argumentierten, der Kontakt sei minimal gewesen und habe nicht die „klare und offensichtliche" Fehlentscheidung dargestellt, die für ein Eingreifen des VAR erforderlich sei
. Vinícius selbst reagierte ungehalten und bezeichnete die Entscheidung als „eine Schande"
.
Der CBF reichte seine formelle Beschwerde am 25. Juni 2026, einen Tag nach dem Spiel, bei der FIFA ein . Das an FIFA-Präsident Gianni Infantino adressierte Schreiben enthält zwei konkrete Forderungen:
Bemerkenswert ist, dass Brasilien das Spiel mit 3:0 gewann und bereits vor der Partie als Gruppensieger feststand. Dies unterstreicht, wie sehr der CBF die Inkonsistenz als Gefahr für die Integrität des Wettbewerbs ansieht .
Das CBF-Schreiben zitiert explizit Lionel Messis erstes Tor beim 2:0-Sieg Argentiniens gegen Österreich am 22. Juni als entscheidenden Präzedenzfall . In dieser Szene setzte Messi einen österreichischen Verteidiger unter Druck, hatte dabei offenbar Körperkontakt, eroberte den Ball und erzielte seinen rekordverdächtigen 17. WM-Treffer
. Der Spielzug wurde kurz vom VAR überprüft, aber das Tor blieb bestehen
.
Der CBF argumentiert, die beiden Aktionen seien im Kern identisch: Ein Stürmer setzt einen Verteidiger unter Druck, erobert den Ball und erzielt ein Tor . Die unterschiedliche Behandlung des nahezu identischen Spielzugs hat weltweit für Aufsehen gesorgt und wird in Medien in Brasilien, Großbritannien, Indien und den USA breit diskutiert
.
Auch Experten, darunter der frühere dänische Torhüter Peter Schmeichel, haben öffentlich erklärt, dass Messis Tor gegen Österreich ebenfalls nicht hätte zählen dürfen, da hier offenbar derselbe Maßstab ungleich angelegt wurde .
Dies ist kein Einzelfall bei der Weltmeisterschaft 2026. Mehrere Quellen weisen auf ein wachsendes Muster hin:
Der CBF reichte die Beschwerde ein, weil er davon überzeugt ist, dass der VAR bei Vinícius Júnior einen strengeren Maßstab anlegte (Foul, Tor aberkannt) als bei einem nahezu identischen Zweikampf von Lionel Messi gegen Österreich (kein Foul, Tor gültig). Der Verband fordert von der FIFA die Durchsetzung einheitlicher VAR-Kriterien und den Ausschluss von Schiedsrichter César Ramos von den weiteren Spielen Brasiliens. Der Vorfall hat die ohnehin schon breite Debatte darüber, ob der VAR bei der WM 2026 für alle Teams gleich angewendet wird, weiter angeheizt .
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Der brasilianische Fußballverband (CBF) hat am 25. Juni 2026 eine formelle Beschwerde bei der FIFA eingereicht, nachdem ein Tor von Vinícius Júnior gegen Schottland vom Schiedsrichter César Ramos per VAR aberkannt wur...
Der brasilianische Fußballverband (CBF) hat am 25. Juni 2026 eine formelle Beschwerde bei der FIFA eingereicht, nachdem ein Tor von Vinícius Júnior gegen Schottland vom Schiedsrichter César Ramos per VAR aberkannt wur... Der CBF sieht einen klaren Widerspruch zur Behandlung eines praktisch identischen Tores von Lionel Messi für Argentinien gegen Österreich, das nur wenige Tage zuvor anerkannt wurde [3][4][5].
Der Verband fordert von der FIFA eine einheitliche Anwendung der VAR Kriterien und den Ausschluss von Schiedsrichter César Ramos für die restlichen Spiele Brasiliens im Turnier [1][5][6].