Laut The Insider und den ausgewerteten Dokumenten:
Die Waffen, so der Bericht, würden „heute aktiv von russischen Streitkräften genutzt“ – es gehe also nicht mehr nur um Jagd- oder Sportwaffen.
Die Recherche zeigt ein deutliches Nord-Süd-Gefälle im Sanktionsvollzug:
Schon im Februar 2024 hatten The Insider und das italienische Portal IrpiMedia aufgedeckt, dass Beretta den russischen Importeur besitzt. Daraufhin verhängten die USA Sanktionen und nahmen mehrere Mittelsmänner fest. Der neue Bericht legt jedoch nahe, dass der Waffenfluss noch Jahre danach nicht versiegte.
Die vorliegenden Quellen enthalten kein detailliertes Dementi vonseiten der Beretta Holding, das auf die konkreten Vorwürfe zur Rolle von Pietro Gussalli Beretta bei Russkiy Oryol oder die Lieferung im April 2026 eingeht. Frühere Berichte aus Februar 2024, die in den Quellen erwähnt werden, hatten bereits ergeben, dass Beretta den russischen Importeur besitzt – woraufhin die USA Russkiy Oryol sanktionierten.
Die Recherche von The Insider vom Juni 2026 legt dokumentarische Belege vor, dass der russische Importeur von Beretta 2022 knapp 4.000 Waffen nach Russland einführte, dass Berettas Unternehmenschef während des Krieges im Vorstand dieses Importeurs saß, dass die Waffen angeblich beim russischen Militär im Einsatz sind und dass die Lieferungen bis mindestens April 2026 weitergingen. Die USA haben den russischen Importeur sanktioniert; die EU habe, so der Bericht, bislang nicht durchgegriffen.