Die revidierte Schlusszahl (finaler PMI) sieht anders aus: Der finale Composite PMI erreichte 50,6 Punkte, ein Anstieg von 50,2 im Mai und über der ersten Schätzung. Das ist das stärkste Expansionstempo seit drei Monaten. Der Anstieg wurde von einer schnelleren Produktionsausweitung in Industrie und Dienstleistungen getragen .
Entscheidende Nuance: Der Flash-Wert (49,5) deutete auf eine Schrumpfung hin, der finale Wert (50,6) auf ein minimales Wachstum. Der Unterschied erklärt sich vor allem durch die relative Erholung Deutschlands im Gegensatz zur anhaltenden Schwäche Frankreichs. Das deutsche Plus zog den endgültigen Wert über die 50-Punkte-Marke, das Gesamtbild ist jedoch von Stagnation geprägt .
Der Inflationsdruck im Euroraum ließ im Juni weiter nach.
Die USA und der Iran unterzeichneten am 14./15. Juni 2026 in Paris ein vorläufiges Memorandum of Understanding. Sie vereinbarten, den dreieinhalbmonatigen Konflikt zu beenden und die Straße von Hormus wieder zu öffnen .
Die unmittelbare Wirkung auf die Ölpreise war dramatisch:
| Rohölsorte | Preisänderung | Niveau |
|---|---|---|
| Brent (Nordseeöl) | −4,1 % (−3,58 $) | ca. 83,75 $/Barrel |
| WTI (US-Öl) | −4,7 % (−4,01 $) | ca. 80,87 $/Barrel |
| Brent (am Folgetag) | −4 % (−3,29 $) | 79,88 $ – Drei-Monats-Tief |
Die Ölpreise fielen auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Iran-Krieges im März 2025 . Das Abkommen öffnete die Straße von Hormus wieder, wodurch der Export von Millionen Barrel iranischen Öls wieder anlaufen kann. Das steigert die Erwartungen an das globale Angebot
.
Einschränkung – die Normalisierung wird Monate dauern: S&P Global und Al Jazeera berichteten übereinstimmend, dass die physischen Rohölmärkte bis zum Sommer angespannt bleiben werden. Auch die Kraftstoffpreise in den USA würden sich erst nach Monaten normalisieren, da Logistik und die schrittweise Aufhebung der Sanktionen Zeit brauchen .
Europäische Aktien erreichten Rekordhöhen.
Warum das für die Gesamtwirtschaft wichtig ist:
Fazit: Die PMI-Daten für Juni 2025 zeigen eine Wirtschaft im Euroraum, die sich am Rande der Stagnation bewegt. Die Inflation bei den Vorleistungen ließ den vierten Monat in Folge nach – entscheidend begünstigt durch den US-Iran-Friedensdeal. Dieser ließ die Ölpreise auf Drei-Monats-Tiefs stürzen und löste eine Rekordrallye an den Aktienmärkten aus. Die vollständige Normalisierung der Ölversorgung wird aber Monate dauern, und die Privatwirtschaft im Euroraum ist noch zu schwach, um von einer echten Erholung zu sprechen.
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