Golfstaaten treiben den Bau neuer Pipelines voran, um ihre Ölexporte unabhängig von der Straße von Hormuz zu machen – die Waffenruhe vom 18. Saudi Arabiens ‚Ost West Pipeline‘ und die Pipeline der VAE nach Fudschaira sind die wichtigsten bereits betriebenen Umgehungsrouten.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: Search & fact-check with cited sources for What are the key pipeline bypass projects and export strategies that Gulf states—led by Saudi Ara. Article summary: Gulf states are urgently expanding existing pipelines and developing new overland export routes to bypass the Strait of Hormuz after months of conflict-driven shipping disruptions. The June 18 U.S.-Iran ceasefire led to . Topic tags: general, general web, user generated, news. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Die Golfstaaten bauen ihre Pipelines und Landrouten massiv aus, um die Straße von Hormuz zu umgehen. Monatelange Konflikte und Unterbrechungen der Schifffahrt haben gezeigt, wie verwundbar die Energieexporte der Region sind. Die am 18. Juni 2026 vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und Iran hat die Meerenge zwar formell wieder für den Schiffsverkehr geöffnet, doch das Vertrauen ist brüchig. Die Reedereien sind zurückhaltend, die Versicherungsmärkte brauchen Zeit, um sich zu normalisieren – und die Infrastrukturinvestitionen laufen unvermindert weiter .
Die Waffenruhe hat ersten Tankern die Durchfahrt ermöglicht: Noch am 18. und 19. Juni passierten die ersten saudischen Rohöltanker seit dem 28. Februar die Meerenge – insgesamt schätzungsweise 10 Millionen Barrel Öl in den ersten 24 Stunden . Die USA ließen nach Angaben von Vizepräsident J.D. Vance mindestens zwölf Schiffe durch ihre Blockade
. Dennoch warnen Reeder in Asien und Europa, dass es Wochen dauern könnte, bis das Vertrauen in eine sichere und normale Navigation wiederhergestellt ist
. Die Minenräumung, die Normalisierung der Versicherungsprämien und eine nachhaltige Sicherheit der Fahrrinne sind die Voraussetzungen dafür
. Am 20. Juni – nur zwei Tage nach der Wiedereröffnung – erklärte Iran die Meerenge Berichten zufolge erneut für geschlossen. Die USA bestritten dies und betonten, die Wasserstraße sei weiterhin zugänglich
. Dieses widersprüchliche Signal unterstreicht die Zerbrechlichkeit der Waffenruhe.
Experten sind sich einig, dass die Golfstaaten auch mit einer Waffenruhe nicht dauerhaft auf die Meerenge vertrauen können. Die strategische Notwendigkeit, Umgehungsrouten zu schaffen, ist nun tief in der nationalen Energiepolitik verankert . Badr Jafar, der Sondergesandte der VAE für Wirtschaft und Philanthropie, schrieb im Financial Times, dass die Golfstaaten niemals wieder in eine „Haltung der strategischen Abhängigkeit von einer schmalen Meerenge, die von einem unberechenbaren Nachbarn kontrolliert wird“, zurückfallen würden
.
Kapazität: Die etwa 1.200 Kilometer lange Pipeline verbindet die Ölfelder der Ostprovinz mit dem Rotmeerhafen Yanbu. Nach aktuellen Ausbaustufen hat sie eine Kapazität von rund 7 Millionen Barrel pro Tag (bpd) . Während der Krise wurde sie zur wichtigsten Ausweichroute Saudi-Arabiens und lief mit voller Kapazität – die Exporte in Yanbu erreichten zeitweise 5 Millionen bpd
.
Status: Die in den 1980er Jahren gebaute Leitung ist bereits in Betrieb. Sie kann jedoch nur etwa zwei Drittel der typischen saudischen Hormuz-Transitmengen ersetzen .
Ausbau: Saudi Aramco prüft ein größeres Upgrade der Pipeline, um die Kapazität über das derzeitige Limit zu steigern. Dazu gehören Kapazitätserweiterungen und der Ausbau von Verladeterminals, um Engpässe im Export zu beseitigen .
Kapazität: Die 380 Kilometer lange Pipeline von den Habshan-Ölfeldern zum Hafen von Fudschaira am Golf von Oman umgeht die Straße von Hormuz vollständig. Ihre aktuelle Kapazität beträgt rund 1,5 Millionen bpd . Die VAE haben zudem unterirdische Lagerkapazitäten von 42 Millionen Barrel in Fudschaira geschaffen
.
Neuer Ausbau: Im Mai 2026 kündigte Kronprinz Scheich Chalid bin Mohamed bin Zayed einen beschleunigten Ausbau der West-Ost-Pipeline-Initiative an, um „globalen Anforderungen“ gerecht zu werden. Ziel ist es, die Exportkapazität in Fudschaira bis 2027 zu verdoppeln . ADNOC-CEO Sultan Al Jaber bestätigte in einem Interview mit dem Atlantic Council, dass das Projekt bereits zu knapp 50 Prozent abgeschlossen sei, und erklärte: „Derzeit fließt ein übermäßiger Teil der globalen Energieversorgung durch eine begrenzte Anzahl von Engpässen“
.
Produktenpipeline: Anfang Juni 2026 gaben die VAE den Bau ihrer ersten eigenen Pipeline für raffinierte Produkte nach Fudschaira bekannt. Diese Landpipeline soll Benzin, Diesel und Flugkerosin exportieren und so die Engpässe bei der Verschiffung dieser Produkte durch die Meerenge beheben .
Bestehende Infrastruktur: Die Irak-Türkei-Pipeline (über Kirkuk–Ceyhan) bietet eine begrenzte Umgehungsmöglichkeit, ist aber häufig durch politische und sicherheitstechnische Probleme gestört .
Neue Vorschläge: Es laufen Gespräche über eine Pipeline vom Irak durch Saudi-Arabien und Jordanien zum Rotmeerhafen Akaba sowie über ein breiteres Pipelinesystem, das vom Irak über die Golfstaaten nach Oman führen soll . Diese Trasse würde sowohl die Straße von Hormuz als auch die Meerenge Bab al-Mandab umgehen und wird auf Gesamtkosten von bis zu 55 Millionen US-Dollar geschätzt
.
Großes Hindernis: Die Optionen des Irak sind am wenigsten entwickelt. Jedes neue Pipeline-Projekt steht vor erheblichen politischen, sicherheitstechnischen und finanziellen Hürden. Experten warnen, dass die irakischen Pläne noch weit von einer Verwirklichung entfernt sind .
Was am 18. Juni geschah:
Das Vertrauen kehrt nur langsam zurück:
Die langfristigen Investitionen in die Infrastruktur laufen weiter:
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Golfstaaten treiben den Bau neuer Pipelines voran, um ihre Ölexporte unabhängig von der Straße von Hormuz zu machen – die Waffenruhe vom 18.
Golfstaaten treiben den Bau neuer Pipelines voran, um ihre Ölexporte unabhängig von der Straße von Hormuz zu machen – die Waffenruhe vom 18. Saudi Arabiens ‚Ost West Pipeline‘ und die Pipeline der VAE nach Fudschaira sind die wichtigsten bereits betriebenen Umgehungsrouten.
Erste saudische Tanker passierten nach der Waffenruhe die Straße von Hormuz mit schätzungsweise 10 Millionen Barrel Öl, doch Reedereien bleiben vorsichtig.