Experten sind sich einig, dass die Golfstaaten auch mit einer Waffenruhe nicht dauerhaft auf die Meerenge vertrauen können. Die strategische Notwendigkeit, Umgehungsrouten zu schaffen, ist nun tief in der nationalen Energiepolitik verankert . Badr Jafar, der Sondergesandte der VAE für Wirtschaft und Philanthropie, schrieb im Financial Times, dass die Golfstaaten niemals wieder in eine „Haltung der strategischen Abhängigkeit von einer schmalen Meerenge, die von einem unberechenbaren Nachbarn kontrolliert wird“, zurückfallen würden
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Kapazität: Die etwa 1.200 Kilometer lange Pipeline verbindet die Ölfelder der Ostprovinz mit dem Rotmeerhafen Yanbu. Nach aktuellen Ausbaustufen hat sie eine Kapazität von rund 7 Millionen Barrel pro Tag (bpd) . Während der Krise wurde sie zur wichtigsten Ausweichroute Saudi-Arabiens und lief mit voller Kapazität – die Exporte in Yanbu erreichten zeitweise 5 Millionen bpd
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Status: Die in den 1980er Jahren gebaute Leitung ist bereits in Betrieb. Sie kann jedoch nur etwa zwei Drittel der typischen saudischen Hormuz-Transitmengen ersetzen .
Ausbau: Saudi Aramco prüft ein größeres Upgrade der Pipeline, um die Kapazität über das derzeitige Limit zu steigern. Dazu gehören Kapazitätserweiterungen und der Ausbau von Verladeterminals, um Engpässe im Export zu beseitigen .
Kapazität: Die 380 Kilometer lange Pipeline von den Habshan-Ölfeldern zum Hafen von Fudschaira am Golf von Oman umgeht die Straße von Hormuz vollständig. Ihre aktuelle Kapazität beträgt rund 1,5 Millionen bpd . Die VAE haben zudem unterirdische Lagerkapazitäten von 42 Millionen Barrel in Fudschaira geschaffen
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Neuer Ausbau: Im Mai 2026 kündigte Kronprinz Scheich Chalid bin Mohamed bin Zayed einen beschleunigten Ausbau der West-Ost-Pipeline-Initiative an, um „globalen Anforderungen“ gerecht zu werden. Ziel ist es, die Exportkapazität in Fudschaira bis 2027 zu verdoppeln . ADNOC-CEO Sultan Al Jaber bestätigte in einem Interview mit dem Atlantic Council, dass das Projekt bereits zu knapp 50 Prozent abgeschlossen sei, und erklärte: „Derzeit fließt ein übermäßiger Teil der globalen Energieversorgung durch eine begrenzte Anzahl von Engpässen“
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Produktenpipeline: Anfang Juni 2026 gaben die VAE den Bau ihrer ersten eigenen Pipeline für raffinierte Produkte nach Fudschaira bekannt. Diese Landpipeline soll Benzin, Diesel und Flugkerosin exportieren und so die Engpässe bei der Verschiffung dieser Produkte durch die Meerenge beheben .
Bestehende Infrastruktur: Die Irak-Türkei-Pipeline (über Kirkuk–Ceyhan) bietet eine begrenzte Umgehungsmöglichkeit, ist aber häufig durch politische und sicherheitstechnische Probleme gestört .
Neue Vorschläge: Es laufen Gespräche über eine Pipeline vom Irak durch Saudi-Arabien und Jordanien zum Rotmeerhafen Akaba sowie über ein breiteres Pipelinesystem, das vom Irak über die Golfstaaten nach Oman führen soll . Diese Trasse würde sowohl die Straße von Hormuz als auch die Meerenge Bab al-Mandab umgehen und wird auf Gesamtkosten von bis zu 55 Millionen US-Dollar geschätzt
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Großes Hindernis: Die Optionen des Irak sind am wenigsten entwickelt. Jedes neue Pipeline-Projekt steht vor erheblichen politischen, sicherheitstechnischen und finanziellen Hürden. Experten warnen, dass die irakischen Pläne noch weit von einer Verwirklichung entfernt sind .
Was am 18. Juni geschah:
Das Vertrauen kehrt nur langsam zurück:
Die langfristigen Investitionen in die Infrastruktur laufen weiter:
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