Das Abfackeln setzte 2024 rund 389 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent frei, darunter große Mengen unverbrannten Methans – ein extrem potentes Treibhausgas. Der Guardian beziffert diese Emissionen als gleichwertig mit dem jährlichen CO₂-Ausstoß Frankreichs.
Die Konzentration ist erschreckend: Nur neun Länder verursachen drei Viertel des weltweiten Abfackelns, obwohl sie weniger als die Hälfte des globalen Öls fördern. Es sind:
Der Anteil der drei größten Abfackler – Russland, Iran, Irak – stieg von 33 Prozent im Jahr 2012 auf 46 Prozent im Jahr 2024. Die übrigen 70+ Länder mit Abfackel-Aktivitäten verursachen heute nur noch 24 Prozent – ein Zeichen für eine zunehmende Konzentration des Problems.
Der wirtschaftliche Verlust ist enorm: Das abgefackelte Gas hatte einen geschätzten Marktwert von rund 63 Milliarden US-Dollar (Berechnung auf Basis der Henry-Hub-Gaspreise). Zum Vergleich: Die Menge entspricht fast dem gesamten jährlichen Gasverbrauch Afrikas (ca. 162 Mrd. m³).
Die Weltbank nennt in ihrem Bericht keine aggregierte globale Kostenschätzung für die Abschaffung des routinemäßigen Abfackelns. Stattdessen hebt sie die Initiative „Zero Routine Flaring by 2030“ (ZRF) hervor, die 2015 ins Leben gerufen wurde. Regierungen und Ölkonzerne verpflichten sich darin, das routinemäßige Abfackeln bis spätestens 2030 zu beenden.
Die Ergebnisse sind eindeutig: Seit 2012 haben ZRF-Unterstützer ihre Abfackel-Intensität um durchschnittlich 12 Prozent gesenkt, während Nicht-Unterstützer einen Anstieg von 25 Prozent verzeichneten. Doch bei nur noch fünf Jahren bis 2030 wäre eine jährliche Reduktion von fast 40 Prozent nötig – ein ambitioniertes Ziel.
Der Bericht identifiziert mehrere strukturelle Barrieren, die den Fortschritt blockieren, obwohl die wirtschaftlichen und ökologischen Argumente überwältigend sind:
Trotz des negativen Trends gibt es positive Ausnahmen. Länder, die die ZRF-Initiative unterstützen, erzielen messbare Erfolge. Die Initiative bleibt der zentrale Rahmen für koordinierte globale Anstrengungen und setzt auf Regulierung, Technologie und Finanzierungsinstrumente, um das routinemäßige Abfackeln zu beenden.
Zusammenfassend dokumentiert der Weltbank-Bericht eine sich verschärfende Krise: Das Abfackeln steigt, konzentriert auf wenige Länder, mit einem jährlichen Schaden von 63 Milliarden US-Dollar. Die Hürden sind bekannt – die Zeit für Gegenmaßnahmen wird knapp.
Das Abfackeln setzte 2024 rund 389 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent frei, darunter große Mengen unverbrannten Methans – ein extrem potentes Treibhausgas. Der Guardian beziffert diese Emissionen als gleichwertig mit dem jährlichen CO₂-Ausstoß Frankreichs.
Die Konzentration ist erschreckend: Nur neun Länder verursachen drei Viertel des weltweiten Abfackelns, obwohl sie weniger als die Hälfte des globalen Öls fördern. Es sind:
Der Anteil der drei größten Abfackler – Russland, Iran, Irak – stieg von 33 Prozent im Jahr 2012 auf 46 Prozent im Jahr 2024. Die übrigen 70+ Länder mit Abfackel-Aktivitäten verursachen heute nur noch 24 Prozent – ein Zeichen für eine zunehmende Konzentration des Problems.
Der wirtschaftliche Verlust ist enorm: Das abgefackelte Gas hatte einen geschätzten Marktwert von rund 63 Milliarden US-Dollar (Berechnung auf Basis der Henry-Hub-Gaspreise). Zum Vergleich: Die Menge entspricht fast dem gesamten jährlichen Gasverbrauch Afrikas (ca. 162 Mrd. m³).
Die Weltbank nennt in ihrem Bericht keine aggregierte globale Kostenschätzung für die Abschaffung des routinemäßigen Abfackelns. Stattdessen hebt sie die Initiative „Zero Routine Flaring by 2030“ (ZRF) hervor, die 2015 ins Leben gerufen wurde. Regierungen und Ölkonzerne verpflichten sich darin, das routinemäßige Abfackeln bis spätestens 2030 zu beenden.
Die Ergebnisse sind eindeutig: Seit 2012 haben ZRF-Unterstützer ihre Abfackel-Intensität um durchschnittlich 12 Prozent gesenkt, während Nicht-Unterstützer einen Anstieg von 25 Prozent verzeichneten. Doch bei nur noch fünf Jahren bis 2030 wäre eine jährliche Reduktion von fast 40 Prozent nötig – ein ambitioniertes Ziel.
Der Bericht identifiziert mehrere strukturelle Barrieren, die den Fortschritt blockieren, obwohl die wirtschaftlichen und ökologischen Argumente überwältigend sind:
Trotz des negativen Trends gibt es positive Ausnahmen. Länder, die die ZRF-Initiative unterstützen, erzielen messbare Erfolge. Die Initiative bleibt der zentrale Rahmen für koordinierte globale Anstrengungen und setzt auf Regulierung, Technologie und Finanzierungsinstrumente, um das routinemäßige Abfackeln zu beenden.
Zusammenfassend dokumentiert der Weltbank-Bericht eine sich verschärfende Krise: Das Abfackeln steigt, konzentriert auf wenige Länder, mit einem jährlichen Schaden von 63 Milliarden US-Dollar. Die Hürden sind bekannt – die Zeit für Gegenmaßnahmen wird knapp.