Infineon hat im Juni 2026 eine cloudbasierte virtuelle Evaluierungsplattform für Automotive MCUs vorgestellt, die auf AWS läuft. Die Plattform bietet einen Quick Modus für schnelle Ersteinschätzungen und einen Expert Modus mit detaillierten Registerzugriffen und benutzerdefinierten Testabläufen.
Forschungsantwort

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Am 22. Juni 2026 hat Infineon Technologies eine cloudbasierte virtuelle Evaluierungsplattform für seine Automotive-Mikrocontroller (MCUs) vorgestellt, die auf Amazon Web Services (AWS) basiert . Die Plattform ermöglicht es Ingenieuren, Infineon-Automotive-MCUs komplett über einen Browser zu evaluieren. Physische Hardware wird nicht mehr benötigt, sodass sich die Evaluierungszyklen von mehreren Wochen auf wenige Minuten verkürzen
.
Zum Start hat Infineon noch keinen eigenständigen Markennamen für die Plattform bekannt gegeben. Die folgenden Details basieren auf der Pressedarstellung der Ankündigung .
Die Plattform bietet zwei unterschiedliche Arbeitsabläufe, die über die Browser-Oberfläche zugänglich sind :
Quick-Modus – Ein geführter, optimierter Workflow für eine schnelle Erstevaluierung der MCU-Funktionen und -Leistung. Ingenieure können grundlegende Funktionen ohne tiefgehende Konfiguration rasch beurteilen.
Expert-Modus – Eine vollwertige Entwicklungsumgebung, die tiefere Einblicke ermöglicht: Register konfigurieren, individuelle Testsequenzen ausführen und detailliertes Debugging betreiben.
Die genaue Funktionsweise der beiden Modi ist in den bisher verfügbaren Quellen noch nicht im Detail beschrieben .
Die Plattform läuft als nativer AWS-Cloud-Dienst und wird als „powered by Amazon Web Services“ beschrieben . Sie basiert auf der Virtual Engineering Workbench, einem Open-Source-Angebot von AWS, das von Automobil- und Fertigungskunden für digitale Toolchains, Hardware-Virtualisierung und Infrastruktur-Management genutzt wird
. Die Plattform nutzt AWS-Rechen- und Virtualisierungsinfrastruktur, um eine Echtzeit-MCU-Emulation im Browser zu ermöglichen.
Die Plattform wurde am 22. Juni 2026 angekündigt. Sie wird zunächst ausgewählten Kunden im Laufe des Jahres 2026 zur Verfügung gestellt, eine breitere Verfügbarkeit soll später folgen .
Die Plattform enthält bereits virtuelle Modelle der nächsten Generation von Infineons RISC-V-basierten MCUs . Dies baut auf früheren Arbeiten von Infineon auf: Bereits im März 2026 erweiterte Infineon sein DRIVECORE-Portfolio um ein RISC-V-Virtual-Entwicklungspaket, was zeigt, dass die RISC-V-Architektur ein zentrales Ziel für die virtuelle Evaluierung ist
. Schon 2024 hatte Infineon in Partnerschaft mit Synopsys einen virtuellen Prototypen seiner nächsten RISC-V-MCU-Generation vorgestellt
.
Die Plattform ermöglicht es Produktteams, neue MCU-Varianten über automatisierte Build- und Deployment-Pipelines auf AWS zu paketieren und zu veröffentlichen . Sie enthält eine Nutzungsverfolgung und Analysefunktionen, sodass Teams nachvollziehen können, wie Ingenieure mit jeder virtuellen MCU-Variante interagieren. Diese Daten helfen dabei, die Priorisierung der nächsten freizugebenden Varianten zu steuern und frühe Einführungsmuster zu erkennen
.
Die Plattform spiegelt den branchenweiten „Shift-Left“-Entwicklungstrend der Automobilindustrie wider: Hardware- und Software-Validierung erfolgt früher im Entwicklungszyklus – weg von physischen Prototypen hin zu virtuellen oder Cloud-Umgebungen . Dieser Ansatz verkürzt die Entwicklungszeit, reduziert die Abhängigkeit von knappen physischen Mustern und ermöglicht die parallele Entwicklung von Hardware und Software. AWS und andere Branchenakteure propagieren diese Methodik seit längerem – mit dem Hinweis, dass Shift-Left-Techniken Tests früher und in der Cloud in großem Maßstab ermöglichen, sodass Fehler in einem Stadium erkannt werden, in dem sie kostengünstiger zu beheben sind
.
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Infineon hat im Juni 2026 eine cloudbasierte virtuelle Evaluierungsplattform für Automotive MCUs vorgestellt, die auf AWS läuft.
Infineon hat im Juni 2026 eine cloudbasierte virtuelle Evaluierungsplattform für Automotive MCUs vorgestellt, die auf AWS läuft. Die Plattform bietet einen Quick Modus für schnelle Ersteinschätzungen und einen Expert Modus mit detaillierten Registerzugriffen und benutzerdefinierten Testabläufen.
Die Plattform automatisiert die Paketierung und Veröffentlichung neuer MCU Varianten, erfasst Nutzungsanalysen und folgt dem Shift Left Trend der Automobilindustrie hin zu früherer virtueller Validierung.