Mindestens 27 Flüge in Europa waren am Donnerstag, dem 5. November 2026, von Bombendrohungen betroffen. Einige Maschinen mussten ungeplant landen, andere wurden von Kampfjets begleitet. Die Zahl geht auf eine Reuters-Zählung zurück, die CNBC zitierte.
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23 Bei den gemeldeten Sicherheitskontrollen wurden keine Sprengstoffe gefunden. Wer hinter den Drohungen steckte und ob alle Vorfälle miteinander verbunden waren, war zunächst unklar.
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Was passierte mit den betroffenen Flügen?
Die Behörden reagierten je nach Fall unterschiedlich: Maschinen wurden umgeleitet, eskortiert oder am Zielort kontrolliert.
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- Aer Lingus: Flug EI402 von Dublin nach Rom wurde zum Militärflugplatz Évreux in der Normandie umgeleitet. Das Flugzeug landete sicher. Alle 151 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder waren in Sicherheit; Spezialisten untersuchten die Maschine.
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- Ryanair: Drei Flüge nach Sofia – aus Madrid, Kopenhagen und London-Stansted – erhielten Drohungen. Bulgarische Kampfjets eskortierten die Flugzeuge. Bei den Kontrollen wurden keine Sprengstoffe gefunden.
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- Finnair: Nach Angaben der Airline waren Flüge von Helsinki nach Rom und Wien betroffen. Italienische Kampfjets begleiteten den Rom-Flug, der sein Ziel erreichte. Die Drohungen erwiesen sich als falsch.
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- Wizz Air: Ein Flug von Mailand nach Warschau wurde nach Wien umgeleitet, berichtete TheJournal.ie.
Auch weitere Flüge und Flughäfen waren laut Berichten betroffen. Die verfügbaren Informationen klären jedoch nicht jeden einzelnen Vorfall. Konkrete Behauptungen zu Störungen bei Air Europa oder Iberia lassen sich damit nicht verlässlich bestätigen.
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Warum wurde der Aer-Lingus-Flug nach Évreux gebracht?
Die französischen Behörden begründeten die Umleitung mit einer Bombendrohung. Französische Militärflugzeuge begleiteten die Maschine zum Stützpunkt Évreux, wo sie sicher landete und durchsucht wurde.
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Das Büro von Premierminister Sébastien Lecornu erklärte, das Flugzeug sei abgefangen worden, weil der Pilot „nicht wie erwartet mit den Behörden kooperiert“ habe. Die regionale Staatsanwaltschaft teilte mit, dass Pilot und Co-Pilot befragt wurden.
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21 Ein separater Bericht behauptete, der Pilot habe zunächst eine Landung verweigert. Aus den vorliegenden Berichten lässt sich aber nicht unabhängig nachvollziehen, was genau im Cockpit geschah oder warum die Besatzung so handelte.
Bestätigt ist, dass Passagiere und Besatzung in Sicherheit waren. Wie sie die Umleitung und die anschließende Kontrolle im Einzelnen erlebten, ist nicht näher dokumentiert.
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Was stand in den Drohungen – und wer steckte dahinter?
Nach Angaben der AFP enthielten Nachrichten an Flughäfen in Rom und Sofia frauenfeindliche Formulierungen. Sie gaben vor, von „Kämpfern des Male State“ zu stammen.
11 Eine Reuters-Meldung berichtete außerdem von einer E-Mail, in der Sprengsätze auf Flügen aus Helsinki und Dublin behauptet wurden, die binnen 60 Minuten explodieren sollten.
Der Name ähnelt dem einer russischen antifeministischen Bewegung, die in Russland verboten und 2021 als extremistisch eingestuft wurde. Eine solche Signatur belegt jedoch nicht, wer eine Nachricht tatsächlich verschickt hat. Die verfügbaren Berichte bestätigen nicht, dass die Bewegung oder ihre Mitglieder für die Drohungen verantwortlich waren. Auch ob die einzelnen Vorfälle zusammenhingen, blieb offen.
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Die britische Verkehrsministerin Heidi Alexander bezeichnete die Drohungen als „böswillige Falschmeldungen“. EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas nannte sie inakzeptabel, sagte aber, es sei zu früh, um einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen festzustellen.
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Weitere Drohungen in derselben Woche – unterschiedliche Zählungen
Die Vorfälle vom 5. November folgten auf weitere Drohungen zu Wochenbeginn. Euronews berichtete, dass am Dienstag etwa 27 Flüge betroffen waren und ein Flughafen in Warschau kurzzeitig geschlossen wurde.
19 Zu einer ebenfalls gemeldeten Umleitung nach Budapest am Montag liefern die vorliegenden Berichte keine ausreichend detaillierten Angaben.
Die veröffentlichten Zahlen für den 5. November unterscheiden sich: Manche Berichte nennen mehr als ein Dutzend betroffene Flüge, Reuters, CNBC und RTÉ dagegen mindestens 27. Das sind unterschiedliche veröffentlichte Zählungen, keine abschließend abgeglichene Gesamtzahl.
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Fest steht: Die Drohungen lösten erhebliche Störungen und vorsorgliche Sicherheitsmaßnahmen aus. Bei den gemeldeten Kontrollen wurden keine Sprengstoffe gefunden. Wer die Nachrichten verschickte und ob die Vorfälle koordiniert waren, hatten die Behörden zunächst nicht geklärt.
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