Ein kurzer Clip aus der französischen Sendung The Bridge hatte Folgen, die weit über Kylian Mbappés ursprüngliche Bemerkung hinausgingen. Darin sagte der Fußballer, er finde ein Meme mit seinem Gesicht auf einer Abbildung, die Mao Zedong ähnelt, lustig. Die Figur bezeichnete er als „irgendeinen Typen, ich glaube, einen chinesischen Diktator“ – Mao nannte er nicht ausdrücklich.
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11 Auf die Kritik folgten der Rückzug chinesischer Sponsoren und eine Aussetzung der La-Liga-Übertragungen durch China Media Group (CMG).
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Was Mbappé sagte – und wie er reagierte
Der Clip verbreitete sich im Netz und wurde später entfernt. Auslöser der Kontroverse war der Bezug zu Mao, dem früheren Staatsführer Chinas.
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5 Am 27. Oktober entschuldigte sich Mbappé. Seine Bemerkung sei „unüberlegt“ gewesen; er habe niemanden verletzen wollen.
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Auch La Liga entschuldigte sich, Real Madrid folgte am 28. Oktober. Die Erklärungen beendeten den Streit mit den chinesischen Staatsmedien jedoch nicht sofort.
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Das chinesische Außenministerium erklärte am 28. Oktober, es nehme Mbappés Entschuldigung „ernst“. Das war eine Reaktion auf seine Worte – aber keine Zusage, Übertragungsbeschränkungen aufzuheben oder Geschäftsbeziehungen wiederherzustellen.
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CMG setzt Übertragungen aus – und CCTV zeigt das Spiel nicht
Die Aussetzung der La-Liga-Übertragungen durch CMG begann am 26. Oktober; Berichte bestätigten diesen Starttermin zwei Tage später. Betroffen waren auch Werbeanzeigen mit Mbappé. Trotz der Entschuldigungen hielt CMG an seiner Linie fest.
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Die Folgen waren am 1. November weiterhin sichtbar: CCTV übertrug Real Madrids 3:0-Sieg gegen Racing Santander nicht.
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13 Bei Migu, einer Streamingplattform, fiel die Reaktion den Berichten zufolge weniger umfassend aus: Das Spiel wurde aus dem Programm genommen, während AFP-Reporter andere La-Liga-Partien auf der Plattform gestreamt sahen. Ein späterer Bericht meldete, dass auch das chinesische Bezahlfernsehen die Partie nicht zeigte. Die verfügbaren Berichte ergeben jedoch keinen vollständigen Überblick über das Programm jeder einzelnen Plattform.
Sponsoren beenden Partnerschaften, Tebas sucht das Gespräch
Drei chinesische Unternehmen – Mengniu, Shanghai Milkground und Eastroc Beverage – beendeten nach den Äußerungen ihre Partnerschaften mit Mbappé.
18 Diese geschäftlichen Konsequenzen waren unabhängig von der Entscheidung des Senders, La-Liga-Übertragungen auszusetzen.
Liga-Präsident Javier Tebas richtete eine Kriseneinheit ein und traf in Madrid den chinesischen Botschafter Yao Jing. La Liga wollte damit die Folgen des Streits begrenzen.
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22 Später sagte Tebas, der Austausch mit chinesischen Stellen gehe weiter. Berichten zufolge war er auch bereit, nach China zu reisen; dass er tatsächlich nach Peking reiste, ist damit nicht belegt.
Mourinho verteidigt die Reaktion des Klubs – sportlich gewinnt Madrid
Real-Madrid-Trainer José Mourinho sagte, Mbappé habe sich verantwortungsvoll entschuldigt. Zugleich merkte er an: „Oft ist das Beste, was man tun kann, den Mund zu halten.“ Auch der Klub habe mit seiner Entschuldigung getan, was nötig gewesen sei.
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Auf dem Platz traf Mbappé am 1. November beim 3:0-Sieg von Real Madrid gegen Racing.
7 Der Erfolg hielt laut den vorliegenden Berichten den Druck auf Tabellenführer Barcelona aufrecht. Aus den verfügbaren Angaben geht jedoch weder hervor, dass sich dadurch Madrids Tabellenposition änderte, noch lässt sich ein bestätigter Punkteabstand beziffern.
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Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen der Reaktion der Regierung und den Maßnahmen des Senders: Das Außenministerium nahm Mbappés Entschuldigung „ernst“, während die Einschränkungen bei den Übertragungen und der Rückzug der Sponsoren eigenständige Folgen blieben.
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