Kimi Antonelli musste in Mexiko nicht gewinnen. Ein Platz unter den ersten neun hätte gereicht, um sich den Formel-1-Fahrertitel 2026 zu sichern. Der Mercedes-Pilot wurde am 1. November Dritter – hinter Rennsieger Max Verstappen und Lewis Hamilton – und machte die Weltmeisterschaft damit vier Rennen vor Saisonende klar.
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Mit 20 Jahren und 68 Tagen schrieb Antonelli zugleich Formel-1-Geschichte: Noch nie war ein Fahrer bei seinem ersten Titel jünger. Sebastian Vettel war bei seinem ersten WM-Triumph 23 Jahre und 134 Tage alt. Antonelli unterbot den bisherigen Rekord damit um drei Jahre und 66 Tage.
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Fieber, rote Flagge und ein entscheidendes Überholmanöver
Der Weg zum Titel verlief nicht ohne Hindernisse. Antonelli sagte, er habe sich in den Tagen vor dem Rennwochenende hohes Fieber und Magenprobleme eingefangen. Trotz der Erkrankung und schlafloser Nächte fuhr er das Rennen zu Ende.
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Zusätzliche Unruhe brachte ein Unfall von Valtteri Bottas, nach dem das Rennen in Runde 46 mit roter Flagge unterbrochen wurde. Wegen Reparaturen an der Streckenbegrenzung gab es anschließend einen Neustart aus dem Stand. Antonelli startete dabei von Platz vier und überholte Charles Leclerc kurz darauf in der ersten Kurve. Danach hielt er sich hinter Verstappen und Hamilton – und brachte den dritten Platz sicher ins Ziel.
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Ein Meilenstein für Italien
Der Erfolg bedeutete auch für Italien eine lange ersehnte Rückkehr an die Spitze der Formel 1: Antonelli ist der erste italienische Weltmeister seit Alberto Ascari, der den Titel 1953 gewann.
1 Am 2. November feierten Medien und Sportfans den Triumph. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprach von einer außergewöhnlichen Leistung und einem Grund für großen Stolz.
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Auch der Tennisspieler Jannik Sinner und der frühere Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi gratulierten Antonelli. Die La Gazzetta dello Sport feierte ihn mit dem Wortspiel „Kimitico“ – einer Mischung aus Kimi und „mitico“, italienisch für „legendär“.
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Der scheidende Weltmeister Lando Norris fand ebenfalls anerkennende Worte. Antonelli habe eine „unglaubliche Arbeit“ geleistet und die Konkurrenz beinahe schlecht aussehen lassen, sagte der McLaren-Pilot.
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Blick auf den nächsten Grand Prix
Schon am folgenden Wochenende stand für Mercedes beim Großen Preis von São Paulo in Interlagos die nächste Aufgabe an: Antonelli und Teamkollege George Russell konnten dort auch den Konstrukteurstitel sichern. Das Rennen über 71 Runden war für Sonntag, den 8. November, um 14 Uhr Ortszeit angesetzt; das Qualifying sollte am Samstag um 15 Uhr beginnen.
Antonelli kündigte zudem einen besonderen Helm zu Ehren von Ayrton Senna an, der 1991 in Interlagos gewann. Die Hommage folgt auf seinen eigenen Titelgewinn – und auf eine Saison, in der er bereits mit dem dritten Platz in Mexiko einen historischen Meilenstein gesetzt hatte.