José Mourinho hält die Angelegenheit für Real Madrid für erledigt – nicht aber unbedingt für die Außenwelt. Vor dem Ligaspiel gegen Racing Santander am 1. November sagte der Trainer, der Verein habe nach Kylian Mbappés umstrittener Bemerkung über ein Mao-Zedong-Meme seinen Teil getan. Die schnellen Entschuldigungen lobte er als verantwortungsvoll und als Zeichen von „Klasse“. Zugleich warnte er: „Oft ist es das Beste, den Mund zu halten.“
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Worum es bei der Kontroverse ging
Auslöser war ein Ausschnitt aus der französischen Sendung The Bridge. Mbappé wurde gefragt, welches Internet-Meme von ihm ihn am meisten zum Lachen bringe. In dem Bild war sein Gesicht auf Mao Zedongs Körper montiert. Mbappé bezeichnete die dargestellte Person als „chinesischen Diktator“ – das war eine Beschreibung Maos im Zusammenhang mit dem Meme, kein Spitzname für Mbappé.
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Am 27. Oktober entschuldigte sich der Stürmer auf Französisch, Chinesisch und Englisch. Seine Bemerkung sei „unüberlegt“ gewesen; inzwischen verstehe er, dass sie viele Menschen in China und in chinesischen Gemeinschaften weltweit verletzt habe, erklärte er.
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Auch Real Madrid und La Liga entschuldigten sich. Chinas Außenministerium erklärte, es nehme Mbappés Entschuldigung ernst. Das bedeutete jedoch nicht, dass die Reaktionen damit unmittelbar endeten.
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Warum die Folgen weiter spürbar waren
Das chinesische Staatsfernsehen übertrug die ersten La-Liga-Spiele nach dem Eklat nicht. In einem separaten Bericht hieß es zudem, der Streamingdienst Migu werde Real Madrids Partie gegen Racing Santander am 1. November nicht zeigen.
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Auch bei Werbepartnerschaften gab es Folgen: Berichten zufolge beendeten unter anderem Mengniu und Dongpeng ihre Kooperationen mit Mbappé. Die Meldungen zeigen, dass die Übertragungs- und Geschäftsauswirkungen trotz der Entschuldigungen anhielten. Sie belegen aber nicht, dass die Entschuldigungen allein diese Entscheidungen rückgängig machen würden.
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Mourinhos Blick auf die Verantwortung des Vereins
Mourinho bezeichnete es als eine Gefahr der heutigen Zeit, mit öffentlichen Äußerungen Menschen zu verletzen. Mbappé habe sehr verantwortungsvoll reagiert und mit seiner schnellen Entschuldigung „wahre Klasse“ gezeigt, sagte er. Seine Einschätzung, der Fall sei abgeschlossen, bezog sich auf Real Madrids Rolle: Der Verein und der Spieler hätten sich entschuldigt und damit getan, was von ihnen erwartet worden sei. Die Reaktionen in China liefen unterdessen weiter.
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