Das Team um Nicola Gentile Fusillo untersuchte WD J1328−1450 mit dem X shooter Spektrografen am Very Large Telescope. Der innere Ring reicht etwa 100.000 bis 240.000 Kilometer vom Weißen Zwerg weg, der äußere von rund 375.000 bis über 1,3 Millionen Kilometer.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How did astronomers led by Nicola Gentile Fusillo of the University of Trieste use the European Southern Observatory’s Very Large Telescope. Article summary: Astronomers inferred two separate gaseous debris rings around WD J1328−1450 from its spectrum, rather than directly photographing two rings; the system lies about 1,600 light years away and is reported in Nature Astronom. Topic tags: general web, manufacturing, education, climate. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, chart
Um WD J1328−1450, einen rund 1.600 Lichtjahre entfernten Weißen Zwerg, haben Astronominnen und Astronomen eine ungewöhnliche Trümmerscheibe entdeckt: Sie besteht offenbar aus zwei getrennten Gasringen. Das Team um Nicola Gentile Fusillo von der Universität Triest nutzte dafür den X-shooter-Spektrografen am Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte in Chile. Die Ergebnisse erschienen in Nature Astronomy unter dem Titel „A double debris disc around a white dwarf sculpted by two planetary bodies“. 1
3
Die Ringe wurden nicht direkt fotografiert. Stattdessen untersuchte das Team das Licht des Systems: Spektrallinien verraten, wie schnell das Gas auf uns zu und von uns weg bewegt wird. Aus diesem Muster lässt sich auf seine Bewegung um den Stern schließen. 12
Bei den zuvor bekannten 21 vergleichbaren Systemen mit gasförmigen Scheiben um Weiße Zwerge zeigten die Emissionslinien jeweils zwei ausgeprägte Spitzen. Bei WD J1328−1450 waren es vier. Dieses Muster lässt sich mit zwei konzentrischen, rotierenden Gasringen erklären, die durch einen gasarmen Bereich voneinander getrennt sind. 1
15
Die verschiedenen Abstände der Ringe bedeuten auch unterschiedliche Umlaufgeschwindigkeiten: Das Gas im inneren Ring kreist schneller als das weiter außen. Die verfügbaren Angaben nennen jedoch keine konkreten Werte für diese Geschwindigkeiten. 12
Der innere Ring erstreckt sich ungefähr von 100.000 bis 240.000 Kilometer Abstand vom Weißen Zwerg. Der äußere beginnt bei etwa 375.000 Kilometern und reicht bis auf mehr als 1,3 Millionen Kilometer. Aus den gerundeten Grenzen ergibt sich zwischen den Gasringen eine Lücke von etwa 135.000 Kilometern. 1 Sie bedeutet nicht zwingend, dass dort überhaupt kein Material vorhanden ist: Die beiden Gasringe liegen in einer größeren Staubscheibe.
6
Beobachtungen aus den Jahren 2021 bis 2023 sprechen dafür, dass die Doppelstruktur über längere Zeit bestehen blieb. 1
15 Gerade diese Stabilität macht das System bemerkenswert: Die bisherigen Modelle erklären nicht ohne Weiteres, wie zwei getrennte Gasringe nebeneinander erhalten bleiben.
15
Die Forschenden vermuten, dass zwei planetare Körper die Ringe mit Gas versorgen und ihre getrennte Struktur mitprägen. Wenn solche Körper Staub in ihrer Umgebung beeinflussen, kann dabei Gas freigesetzt werden, das sich in den Ringen sammelt. Die Erklärung ist plausibel, aber die Körper selbst wurden nicht direkt nachgewiesen. 14
Den Schätzungen zufolge könnte der innere Körper nur wenige Kilometer groß sein – etwa in der Größenordnung eines kleinen Asteroiden. Der äußere könnte deutlich größer sein und möglicherweise Pluto-Größe erreichen. Es handelt sich um abgeleitete Größenordnungen, nicht um direkte Messungen der Objekte. 15
Auch die Zusammensetzung gibt Hinweise, aber keine endgültige Antwort zur Herkunft. In den Beobachtungen wurden Calcium, Sauerstoff, Magnesium und Eisen nachgewiesen – Elemente, die zu felsigem planetarem Material passen. Der innere Ring scheint besonders viel gasförmiges Magnesium zu enthalten, während es im äußeren Ring weitgehend fehlt.
Dieser Unterschied könnte auf verschiedene Ausgangskörper oder auf chemisch unterschiedliche Bereiche eines zerstörten Körpers hindeuten. Aus den vorliegenden Befunden allein lässt sich aber nicht entscheiden, ob das Material von zwei verschiedenen Planeten stammt oder aus verschiedenen Schichten eines einzigen Körpers.
Ein Weißer Zwerg ist der dichte, ausgebrannte Kern, der zurückbleibt, wenn ein sonnenähnlicher Stern seine äußeren Schichten abgestoßen hat. WD J1328−1450 zeigt, dass planetare Überreste einen solchen Wandel überstehen und eine komplexe Struktur bilden können. 8
12
Damit ist das System ein interessanter Vergleich für die ferne Entwicklung unseres Sonnensystems – aber keine Vorhersage, dass die Erde ein bestimmtes Schicksal erwartet oder die Sonne später genau dieselbe Doppelstruktur hervorbringen wird. Vor allem die vermuteten Überlebenden bleiben eine Deutung der Daten. 1
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Das Team um Nicola Gentile Fusillo untersuchte WD J1328−1450 mit dem X shooter Spektrografen am Very Large Telescope.
Das Team um Nicola Gentile Fusillo untersuchte WD J1328−1450 mit dem X shooter Spektrografen am Very Large Telescope. Der innere Ring reicht etwa 100.000 bis 240.000 Kilometer vom Weißen Zwerg weg, der äußere von rund 375.000 bis über 1,3 Millionen Kilometer.
Zwei überlebende planetare Körper könnten die Ringe mit Gas versorgen und formen.
Das Team um Nicola Gentile Fusillo untersuchte WD J1328−1450 mit dem X shooter Spektrografen am Very Large Telescope. Der innere Ring reicht etwa 100.000 bis 240.000 Kilometer vom Weißen Zwerg weg, der äußere von rund 375.000 bis über 1,3 Millionen Kilometer.
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Um WD J1328−1450, einen rund 1.600 Lichtjahre entfernten Weißen Zwerg, haben Astronominnen und Astronomen eine ungewöhnliche Trümmerscheibe entdeckt: Sie besteht offenbar aus zwei getrennten Gasringen. Das Team um Nicola Gentile Fusillo von der Universität Triest nutzte dafür den X-shooter-Spektrografen am Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte in Chile. Die Ergebnisse erschienen in Nature Astronomy unter dem Titel „A double debris disc around a white dwarf sculpted by two planetary bodies“. 1
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Die Ringe wurden nicht direkt fotografiert. Stattdessen untersuchte das Team das Licht des Systems: Spektrallinien verraten, wie schnell das Gas auf uns zu und von uns weg bewegt wird. Aus diesem Muster lässt sich auf seine Bewegung um den Stern schließen. 12
Bei den zuvor bekannten 21 vergleichbaren Systemen mit gasförmigen Scheiben um Weiße Zwerge zeigten die Emissionslinien jeweils zwei ausgeprägte Spitzen. Bei WD J1328−1450 waren es vier. Dieses Muster lässt sich mit zwei konzentrischen, rotierenden Gasringen erklären, die durch einen gasarmen Bereich voneinander getrennt sind. 1
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Die verschiedenen Abstände der Ringe bedeuten auch unterschiedliche Umlaufgeschwindigkeiten: Das Gas im inneren Ring kreist schneller als das weiter außen. Die verfügbaren Angaben nennen jedoch keine konkreten Werte für diese Geschwindigkeiten. 12
Der innere Ring erstreckt sich ungefähr von 100.000 bis 240.000 Kilometer Abstand vom Weißen Zwerg. Der äußere beginnt bei etwa 375.000 Kilometern und reicht bis auf mehr als 1,3 Millionen Kilometer. Aus den gerundeten Grenzen ergibt sich zwischen den Gasringen eine Lücke von etwa 135.000 Kilometern. 1 Sie bedeutet nicht zwingend, dass dort überhaupt kein Material vorhanden ist: Die beiden Gasringe liegen in einer größeren Staubscheibe.
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Beobachtungen aus den Jahren 2021 bis 2023 sprechen dafür, dass die Doppelstruktur über längere Zeit bestehen blieb. 1
15 Gerade diese Stabilität macht das System bemerkenswert: Die bisherigen Modelle erklären nicht ohne Weiteres, wie zwei getrennte Gasringe nebeneinander erhalten bleiben.
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Die Forschenden vermuten, dass zwei planetare Körper die Ringe mit Gas versorgen und ihre getrennte Struktur mitprägen. Wenn solche Körper Staub in ihrer Umgebung beeinflussen, kann dabei Gas freigesetzt werden, das sich in den Ringen sammelt. Die Erklärung ist plausibel, aber die Körper selbst wurden nicht direkt nachgewiesen. 14
Den Schätzungen zufolge könnte der innere Körper nur wenige Kilometer groß sein – etwa in der Größenordnung eines kleinen Asteroiden. Der äußere könnte deutlich größer sein und möglicherweise Pluto-Größe erreichen. Es handelt sich um abgeleitete Größenordnungen, nicht um direkte Messungen der Objekte. 15
Auch die Zusammensetzung gibt Hinweise, aber keine endgültige Antwort zur Herkunft. In den Beobachtungen wurden Calcium, Sauerstoff, Magnesium und Eisen nachgewiesen – Elemente, die zu felsigem planetarem Material passen. Der innere Ring scheint besonders viel gasförmiges Magnesium zu enthalten, während es im äußeren Ring weitgehend fehlt.
Dieser Unterschied könnte auf verschiedene Ausgangskörper oder auf chemisch unterschiedliche Bereiche eines zerstörten Körpers hindeuten. Aus den vorliegenden Befunden allein lässt sich aber nicht entscheiden, ob das Material von zwei verschiedenen Planeten stammt oder aus verschiedenen Schichten eines einzigen Körpers.
Ein Weißer Zwerg ist der dichte, ausgebrannte Kern, der zurückbleibt, wenn ein sonnenähnlicher Stern seine äußeren Schichten abgestoßen hat. WD J1328−1450 zeigt, dass planetare Überreste einen solchen Wandel überstehen und eine komplexe Struktur bilden können. 8
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Damit ist das System ein interessanter Vergleich für die ferne Entwicklung unseres Sonnensystems – aber keine Vorhersage, dass die Erde ein bestimmtes Schicksal erwartet oder die Sonne später genau dieselbe Doppelstruktur hervorbringen wird. Vor allem die vermuteten Überlebenden bleiben eine Deutung der Daten. 1
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Das Team um Nicola Gentile Fusillo untersuchte WD J1328−1450 mit dem X shooter Spektrografen am Very Large Telescope. Der innere Ring reicht etwa 100.000 bis 240.000 Kilometer vom Weißen Zwerg weg, der äußere von rund 375.000 bis über 1,3 Millionen Kilometer.
Zwei überlebende planetare Körper könnten die Ringe mit Gas versorgen und formen.