Die Einschränkungen bei Starshield machten sichtbar, wie stark ukrainische Militäroperationen auf Satellitenkommunikation angewiesen sind. Ukrainische Einheiten meldeten Verbindungsabbrüche bei schnell bewegten Geräten. Zugleich widersprechen sich die Angaben dazu, wer die Einschränkungen veranlasste.
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Was am 14. Oktober geschah
Nach ukrainischen Berichten traten die Probleme in der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober ohne Vorwarnung auf. Starshield-Terminals verloren demnach bei einer Bewegungsgeschwindigkeit von ungefähr 160 km/h die Verbindung. Betroffen war also das Tempo der Plattform, solange sie verbunden blieb – nicht einfach die Geschwindigkeit, mit der Daten heruntergeladen werden konnten.
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Die Einschränkungen erschwerten laut Berichten Drohnenmissionen, darunter Einsätze von Abfangdrohnen, sowie die Kommunikation an der Front. Das konnte die ukrainische Fähigkeit beeinträchtigen, russische Angriffe abzuwehren.
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Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte die Einschränkungen eine „geplante Operation“ und sagte, der Zugang sei weiterhin nicht vollständig wiederhergestellt.
14 Berichte nennen unterschiedliche Verbindungsausfälle bei bestimmten Einheiten. Die vorliegenden Angaben reichen jedoch nicht aus, um Selenskyjs Hinweis auf abweichende Tempolimits innerhalb der Ukraine und der EU verlässlich zu bestätigen.
Zusagen und wiederhergestellte Warnungen
Selenskyj erklärte nach Gesprächen mit US-Außenminister Marco Rubio, der Austausch von Informationen zu russischen Angriffen funktioniere wieder. Er dankte den USA und sagte, auch über Starlink und Patriot-Abfangraketen sei gesprochen worden; er erwarte dabei „gute Ergebnisse“.
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Selenskyj berichtete außerdem, Rubio wolle mit seinem Team daran arbeiten, die Einschränkungen bei der Verbindung aufzuheben.
20 Die verfügbaren Berichte belegen jedoch keine konkrete Frist von 48 Stunden. Auch lässt sich aus ihnen nicht eindeutig ableiten, dass sämtliche US-Geheimdienstinformationen zuvor ausgesetzt waren. Washington bestritt einen Rückzug seiner Unterstützung; die Aussagen zur Wiederaufnahme von Warnungen und zum Umfang des Informationsaustauschs stehen nebeneinander, ohne die Differenzen vollständig aufzulösen.
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Wer die Einschränkungen veranlasste, ist umstritten
CBS News berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, eine Entscheidung von Elon Musk habe zu den Einschränkungen geführt. Auch andere Berichte gaben diese Zuschreibung unter Verweis auf das Wall Street Journal wieder.
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Musk wies eine eigene Verantwortung zurück und erklärte, die US-Regierung kontrolliere das militärische Netzwerk. Selenskyj wiederum vermutete, US-Vertreter hätten die Drosselung veranlasst.
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20 Rubio sagte am 21. Oktober, Entscheidungen über den ukrainischen Zugang zu Starlink lägen bei SpaceX und Musk, nicht beim Weißen Haus.
13 US-Präsident Donald Trump bestritt ebenfalls eine Verantwortung und sagte, er glaube nicht, dass Musk dafür verantwortlich sei.
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Diese Darstellungen widersprechen einander. Die vorliegenden Berichte klären nicht abschließend, wer die Einschränkungen beschlossen hat. Auch Selenskyjs Darstellung, Partner hätten ihm gesagt, das Weiße Haus habe die Wiederherstellung verlangt, ist in den verfügbaren Auszügen nicht unabhängig bestätigt.
Forderung nach Untersuchung und weitere Gespräche
Eine überparteiliche Gruppe von US-Senatoren forderte eine dringende Untersuchung der Störungen. In ihrem Schreiben hoben sie die Bedeutung von Starlink für ukrainische Drohnen und die Luftverteidigung hervor.
1 Die verfügbaren Angaben bestätigen jedoch nicht alle Einzelheiten zu Umfang, Fristen oder konkreten Auswirkungen auf US-Personal während russischer Luftangriffe.
US-Sondergesandter Steve Witkoff traf Selenskyj in Oslo. Rubio bezeichnete das Gespräch als positiv; Ideen daraus sollten anschließend mit Russland besprochen werden.
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15 Die Einschränkungen bleiben damit Teil eines größeren Streits über die militärische Unterstützung der Ukraine – doch die stärkste Schlussfolgerung aus den belegten Angaben ist eine erhebliche Störung militärischer Abläufe bei ungeklärter Verantwortlichkeit, nicht der Nachweis einer vom Weißen Haus angeordneten „geplanten Operation“.
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