Der Weg zu Terafab soll mit einem einfacheren Plan begonnen haben: Statt ein Chipwerk von Grund auf aufzubauen, wollte Elon Musk demnach bestehende Kapazitäten übernehmen. Wccftech berichtet unter Berufung auf The Elec und eine Quelle aus dem Umfeld eines ausländischen Ausrüsters, Musk habe erfolglos versucht, Fabriken von Intel, TSMC und Micron zu kaufen. Das ist eine berichtete Erklärung für den Kurswechsel – kein durch öffentlich vorliegende Kaufunterlagen belegter Ablauf.
Vom Übernahmeplan zum eigenen Standort
Terafab soll die Lücke nun mit einem Neubau schließen. Der geplante Komplex liegt im texanischen Grimes County; laut einem Bericht wurde dort im August 2026 der Grundstein gelegt.
14 Für das Vorhaben wurden eine anfängliche Investition von 16,8 Milliarden US-Dollar und mindestens 3.000 geplante Arbeitsplätze genannt.
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Bei der Investitionssumme ist allerdings Vorsicht nötig: Reuters berichtete im Mai von einem vorgeschlagenen anfänglichen Investment von 55 Milliarden US-Dollar.
3 Aus den verfügbaren Angaben geht nicht hervor, ob beide Zahlen unterschiedliche Projektphasen, Umfänge oder Planungsstände beschreiben. Sie lassen sich daher nicht ohne Weiteres gleichsetzen.
Intel soll Technologie beisteuern – die Rollen bleiben ein Thema
Musk hat erklärt, Terafab solle Intels kommende 14A-Technologie nutzen.
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9 Zugleich sagte er, seine Unternehmen würden die Fabrik selbst bauen und betreiben. Für Intel ist eine Beteiligung bestätigt worden, doch die öffentlich bekannten Angaben legen nicht alle kommerziellen Details fest.
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Auch TSMC ist Teil der Diskussion. Musk bestätigte Gespräche und brachte eine mögliche Untervermietung eines Teils des Standorts ins Spiel; eine endgültige Vereinbarung ist damit nicht belegt.
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13 TSMC-Chef C. C. Wei erklärte seinerseits, eine aus den Gesprächen hervorgehende Fabrik müsse von TSMC betrieben werden.
14 Ob sich diese Vorstellungen in einem konkreten Vertrag zusammenführen lassen, ist offen.
Was der Kurswechsel tatsächlich aussagt
Die gemeldeten Kaufversuche erklären, warum Musk laut dem Bericht lieber eigene Kapazitäten schaffen will, statt auf den Erwerb vorhandener Fabriken zu setzen. Sie zeigen aber nicht, dass Terafab bereits vollständig finanziert, mit allen Zulieferern vertraglich abgesichert oder für den Betrieb im geplanten Maßstab vorbereitet ist.
Der Kern der Geschichte ist deshalb ein Strategiewechsel, nicht der Nachweis eines fertigen Chipgeschäfts: Terafab soll eigene Fertigung ermöglichen, während Umfang, Finanzierung und Zuständigkeiten zwischen den Beteiligten weiter geklärt werden müssen.