US-Außenminister Marco Rubio zog am 17. Oktober bei einem Gespräch mit Journalisten auf der Joint Base Andrews eine klare Trennlinie zwischen zwei Diensten von SpaceX: Starlink sei ein kommerzielles Produkt, Starshield ein Verteidigungs- beziehungsweise Militärprodukt. Die Ukraine habe derzeit keinen Zugang zu Starshield. Kiews Antrag, den Dienst für Angriffe tief in Russland zu nutzen, werde noch diskutiert.
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Zugleich wies Rubio den Vorwurf zurück, die US-Regierung habe die Verbindung für ukrainische Kräfte absichtlich verlangsamt. Berichten zufolge sagte er, niemand im Weißen Haus habe eine solche Drosselung angeordnet.
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Was Rubio sagte – und worin der Streit besteht
Rubios Unterscheidung betrifft sowohl die Art des Dienstes als auch den Zugang: Starlink ist das kommerzielle Satelliteninternet von SpaceX; Starshield ist die militärische Variante. Nach Rubios Darstellung nutzte die Ukraine Starlink und hatte keinen Zugang zu Starshield. Über ihren Antrag auf Starshield für Angriffe weit innerhalb Russlands sei noch nicht entschieden.
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Damit widersprach er der Darstellung Selenskyjs. Der ukrainische Präsident sagte, die Einschränkungen hielten an und wirkten eher wie eine gezielte Maßnahme als wie eine technische Störung.
1 Auch ukrainische Vertreter meldeten, unangekündigte Beschränkungen hätten militärische Einsätze beeinträchtigt, darunter Drohnen- und Luftverteidigungsoperationen.
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Die Berichte verwenden die Bezeichnungen „Starlink“ und „Starshield“ nicht durchgehend einheitlich. Selenskyj sprach von Einschränkungen des militärischen Satellitendienstes, während Rubio Starlink als kommerziellen Dienst von Starshield als militärischem Produkt abgrenzte. Diese unterschiedlichen Bezeichnungen klären den Streit darüber, welcher Dienst genau betroffen war, nicht abschließend.
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Wer war für die Beschränkungen verantwortlich?
Hier stehen gegensätzliche öffentliche Aussagen nebeneinander. Rubio bestritt, dass das Weiße Haus die Verlangsamung angeordnet habe.
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11 SpaceX-Chef Elon Musk erklärte dagegen, Beschränkungen des militärischen Dienstes würden von der US-Regierung und letztlich von Präsident Donald Trump kontrolliert.
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Selenskyj sagte am 18. Oktober außerdem, der Austausch von US-Geheimdienstinformationen zu russischen ballistischen Raketenstarts sei nach einer mehrtägigen Pause wieder aufgenommen worden, die Begrenzung des Satellitendienstes bestehe aber weiter.
3 Die verfügbaren Angaben belegen damit unterschiedliche Positionen – sie klären jedoch nicht, wer die Einschränkungen tatsächlich veranlasste oder operativ umsetzte.