Apple HomeView soll den vernetzten Haushalt an einem Ort bündeln: Das Display zeigt persönliche Inhalte an, dient als Bedienoberfläche für Smart-Home-Geräte und setzt auf Siri. Die gemischte Resonanz dreht sich jedoch um eine einfache Frage: Braucht man dafür wirklich noch einen Bildschirm – und ist er 299 US-Dollar wert?
5
6
7
Was HomeView bietet
Apple stellte HomeView am 13. Oktober 2026 vor und öffnete an diesem Tag die Vorbestellungen. In den USA soll das Gerät ab dem 13. November erhältlich sein. Sowohl die Tischversion als auch das Modell zur Wandmontage kosten 299 US-Dollar.
13
Der Bildschirm ist quadratisch und misst 7 Zoll. Eine Kamera erkennt laut Berichten bis zu sechs Personen im Haushalt und passt die angezeigten Inhalte an. HomeView bietet außerdem Siri mit KI-Funktionen in der Beta, personalisierte Bedienelemente und FaceTime.
10
4
6
Für ein gemeinsam genutztes Gerät ist Apples Datenschutzversprechen ein wichtiger Teil des Konzepts: Das Unternehmen sagt, jede erkannte Person erhalte einen eigenen Home-Bildschirm und persönliche Inhalte blieben dieser Person zugeordnet.
16
Der Preis für die Wandversion kann deutlich steigen
Die Wandversion kostet genauso viel wie das Tischmodell, wird aber ohne Halterung verkauft. Die separat erhältlichen Varianten kosten 59,95 US-Dollar für USB‑C, 79,95 US-Dollar für eine festverdrahtete Stromversorgung und 129,95 US-Dollar für Power over Ethernet (PoE).
14
15
Mit Halterung kostet das Gerät damit rechnerisch 358,95, 378,95 oder 428,95 US-Dollar – jeweils vor Steuern und Montage.
14 Wer HomeView an die Wand hängen möchte, sollte die Zusatzkosten also gleich mit einkalkulieren.
Die Kritik: ein weiterer Bildschirm – und zu welchem Preis?
Der Investor Ross Gerber stellte vor allem den Nutzen infrage: Seine Kritik richtet sich gegen die Idee, noch ein Display in den Haushalt zu stellen. Mark Gurman äußerte laut einem Bericht Bedenken zu Apples Preisstrategie; die vorliegenden Angaben belegen jedoch keine weitergehenden konkreten Bewertungen von HomeView durch ihn.
5
Dahinter stecken drei unterschiedliche Fragen: Braucht ein Haushalt das Gerät überhaupt? Ist es seinen Preis wert? Und bietet es einen überzeugenden Grund, Apples Smart-Home-Ökosystem zu nutzen? Die personalisierten Profile und Apples Datenschutzversprechen können die dritte Frage für manche Haushalte beantworten, entscheiden aber nicht automatisch über Bedarf oder Preis-Leistungs-Verhältnis.
4
16
Alternativen und bestehende Smart-Home-Systeme
Für Haushalte, die bereits Alexa oder Google Home nutzen, kann es naheliegen, bei einem passenden Gerät desselben Systems zu bleiben, statt für HomeView das Ökosystem zu wechseln.
6
Als direkten Vergleich nennt BGR den Amazon Echo Hub: Er kostet 179,99 US-Dollar, hat ein 8-Zoll-Display und ist damit rund 120 US-Dollar günstiger als HomeView.
7 Das ist allerdings kein Beweis dafür, dass beide Geräte in jeder Hinsicht gleichwertig sind – entscheidend sind die jeweiligen Funktionen und die Geräte, die im Haushalt bereits eingerichtet sind.
Apples Smart-Home-Plan – und die EU-Frage
Bloomberg beschreibt HomeView als zentralen Baustein in Apples Vorstoß gegen Amazon und Google im Smart-Home-Markt. Bei der Vorstellung kündigte Apple außerdem erneuerte Apple-TV- und HomePod-mini-Produkte an.
3
8
Laut der verfügbaren Berichterstattung wird HomeView vorerst nicht in der Europäischen Union angeboten, weil Siri AI dort auf iOS nicht verfügbar ist. Apple habe keinen Zeitplan für eine mögliche Verfügbarkeit genannt. Die vorliegenden Angaben belegen jedoch nicht, dass es sich um ein EU-weites Verbot des Geräts handelt.
11
Unterm Strich versucht Apple, einen personalisierten Zugang zum vernetzten Zuhause als Grund für die Nutzung des eigenen Ökosystems zu etablieren. Ob das überzeugt, hängt nicht nur von der Technik ab, sondern auch davon, ob Nutzer den zusätzlichen Bildschirm und die möglichen Montagekosten gegenüber ihren bereits vorhandenen Geräten rechtfertigen können.
3
6
7
16