Der portugiesische Fußballverband (FPF) untersucht Cristiano Ronaldos vorzeitigen Abschied aus dem Nationalteamcamp in Kopenhagen. Der 41-Jährige verließ die Mannschaft vor dem Nations-League-Spiel gegen Dänemark. Der Verband eröffnete daraufhin ein dringendes Disziplinarverfahren und suspendierte Ronaldo vorläufig. Das ist eine Zwischenmaßnahme – noch keine endgültige Bestrafung.
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Was zum Streit mit Jorge Jesus bekannt ist
Ronaldo kam im Nations-League-Spiel gegen Norwegen am 27. September nicht zum Einsatz. Vor der Partie gegen Dänemark verließ er das Camp in Kopenhagen.
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Im Zentrum des Streits mit Trainer Jorge Jesus standen Ronaldos Einsatz und die Frage, wie seine Nichtberücksichtigung gegen Norwegen öffentlich erklärt werden sollte. Ronaldo sagte, Jesus habe einem Plan zugestimmt, nach dem er die Spiele gegen Norwegen und Dänemark aus Gründen des Belastungsmanagements verpassen sollte. Eine separate Absprache, seine Nichtberücksichtigung gegen Norwegen öffentlich zu erklären, sei dann gescheitert – das habe seinen Weggang ausgelöst.
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Die vorliegenden Berichte belegen einen Konflikt über Spielzeit und Kommunikation. Sie bestätigen jedoch nicht, dass Ronaldo verbindlich eine bestimmte Einsatzzeit von 30 Minuten zugesagt worden war.
Ronaldos Entschuldigung und seine Erklärung
In einer am 6. Oktober veröffentlichten Erklärung warf Ronaldo Jesus vor, sein Wort zweimal gebrochen zu haben. Zugleich entschuldigte er sich für seinen Abschied aus dem Camp und erklärte, der Verband solle sein Verhalten bewerten und ihn dafür bestrafen. Nach einer etwaigen Sperre stehe er der Nationalmannschaft weiter zur Verfügung; zurücktreten wolle er nicht.
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Das ist Ronaldos Darstellung des Konflikts, nicht das Ergebnis der Untersuchung. Der FPF erklärte, er wolle prüfen, ob die gemeldeten Vorgänge disziplinarisch relevant sind.
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Was der Verband beschlossen hat
Nach Angaben des FPF beschloss die Nicht-Amateur-Abteilung am 9. Oktober, ein Verfahren zu den am 7. Oktober gemeldeten Vorgängen einzuleiten. Der Verband stufte den Fall als dringend ein und gab die Maßnahme am 10. Oktober bekannt.
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Die Mitteilung unterscheidet zwischen zwei Phasen: Bis zur Eröffnung des Verfahrens unterlag Ronaldo einer automatischen präventiven Suspendierung. Anschließend ordnete der Verband eine nicht automatische präventive Suspendierung an. Ronaldo ist damit vorläufig gesperrt, solange der Fall geprüft wird; eine endgültige Strafe ist damit nicht festgelegt.
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Berichten zufolge wurde der Fall am 10. Oktober an die Disziplinar-Untersuchungskommission des FPF weitergeleitet.
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19 Die hier vorliegenden Informationen nennen weder Einzelheiten zu möglichen Vertraulichkeitsregeln noch einen Zeitplan dafür, wann Ronaldo seine Stellungnahme abgeben kann.
Eine endgültige Strafe ist noch offen
In den ausgewerteten Berichten wurde noch keine endgültige Sanktion bekannt gegeben. Ein Bericht nennt eine mögliche Sperre von einem bis sechs Monaten sowie eine Geldstrafe. Beides ist bislang eine berichtete Möglichkeit und keine bestätigte Entscheidung des FPF.
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Auch Ronaldos Zukunft in der Nationalmannschaft ist nicht entschieden. Er sagte, er werde Portugal nach einer möglichen Sperre wieder zur Verfügung stehen und trete nicht zurück. Ob das Verfahren seine künftige Nominierung beeinflusst, ist offen.
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