Die FIA hat einen menschlichen Fehler in der Rennleitung eingeräumt, der das Sprint-Qualifying zum Großen Preis von Singapur beeinträchtigte. Nach einer Rotunterbrechung in SQ1 blieb der Overtake Mode zunächst ausgeschaltet. Als Race Control den Fehler bemerkte, wurde der Modus für 27 Sekunden aktiviert und anschließend wieder deaktiviert – aus Sorge, einzelne Fahrer könnten dadurch einen Vorteil erhalten.
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Was nach der Rotunterbrechung schiefging
Die erste Qualifying-Phase wurde unterbrochen, nachdem Sergio Pérez mit seinem Cadillac in Kurve 5 die Barriere getroffen hatte. Trümmerteile seines beschädigten Frontflügels lagen auf der Strecke. Während der Unterbrechung war der Overtake Mode abgeschaltet worden. Beim Neustart musste ein FIA-Mitarbeiter ihn manuell wieder aktivieren; dieser Schritt blieb aus. Die FIA stellte klar, dass der Fehler in Race Control nichts mit der ebenfalls aufgetretenen Störung im Zeitnahmesystem zu tun hatte.
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Der Overtake Mode ermöglicht den Fahrern zusätzliche Energie – laut Berichten eine halbe Megajoule – über die normalen Einschränkungen hinaus. Weil der Modus nach dem Neustart zunächst nicht verfügbar war, hatten die Fahrer in SQ1 nicht gleichermaßen Zugriff auf diese Energie. Einige klagten über weniger Leistung. Aus den vorliegenden Berichten geht jedoch nicht eindeutig hervor, wer Race Control zuerst auf das Problem hinwies oder auf welchem Weg die Warnung erfolgte.
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Warum der Modus nur 27 Sekunden lang eingeschaltet war
Als der Fehler auffiel, schaltete Race Control den Overtake Mode für 27 Sekunden ein und danach wieder aus. Die Sorge: Eine Aktivierung mitten in der Session hätte Fahrer begünstigen können, die gerade in diesen Sekunden auf einer gezeiteten Runde waren. Andere hätten den zusätzlichen Energieschub nicht nutzen können. Das erneute Abschalten sollte weitere Ungleichheiten begrenzen, konnte die unterschiedlichen Bedingungen während der betroffenen Runden aber nicht rückgängig machen.
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Carlos Sainz und Lance Stroll gehörten zu den Fahrern, die SQ1 nicht überstanden. Die FIA-Bestätigung belegt, dass der Modus nach dem Neustart zunächst nicht verfügbar war. Die zitierten Berichte nennen jedoch weder einen genauen Zeitverlust für Sainz oder Stroll noch belegen sie, dass der Fehler allein über das Weiterkommen entschied.
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Separate Störung verzögerte SQ2
Neben dem Fehler mit dem Overtake Mode gab es ein weiteres Problem: Eine Störung bei Zeitnahme und Wertung verzögerte den Start von SQ2, weil einige Rundenzeiten zunächst nicht korrekt angezeigt wurden. Laut FIA standen die beiden Probleme nicht miteinander in Verbindung. Der Ausfall des Overtake Mode betraf den Neustart in SQ1; die späteren Qualifying-Abschnitte waren davon laut Berichten nicht betroffen.
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Verstappen holte trotzdem die Sprint-Pole
Max Verstappen fuhr in SQ3 mit 1:31,156 Minuten die schnellste Runde und sicherte sich die Pole für den Sprint – 0,120 Sekunden vor George Russell. Charles Leclerc wurde Dritter. Oscar Piastri und Lando Norris belegten die Plätze vier und fünf, Lewis Hamilton wurde Sechster und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli Siebter.
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Verstappen war nach einem möglichen Überholen Hamiltons unter gelben Flaggen in SQ1 untersucht worden. Die Stewards leiteten jedoch keine weiteren Maßnahmen ein; Verstappen behielt die Pole. Der Sprint war für Samstag, den 10. Oktober, angesetzt.
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Im Mittelpunkt steht damit der ungleiche Zugang zum Overtake Mode während eines Teils von SQ1. Die verfügbaren Berichte belegen nicht, dass der Fehler die endgültige Qualifying-Reihenfolge verändert hat. Wie stark er das Ergebnis beeinflusste, sollte deshalb nicht übertrieben dargestellt werden.