Die russischen Angriffe in der Nacht zum 7. Oktober 2026 trafen Kyiv und rund ein Dutzend weitere ukrainische Regionen. Raketen und Drohnen beschädigten Wohnhäuser, Industrieanlagen und Energieinfrastruktur. Besonders schwer war die Lage in Pryluky: Dort wurde ein fünfstöckiges Wohnhaus von einer Rakete getroffen. Die Opferzahlen stiegen im Laufe des Tages, während Einsatzkräfte nach Verschütteten suchten.
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Die Opferzahlen änderten sich im Tagesverlauf
Präsident Wolodymyr Selenskyj meldete zunächst landesweit mindestens 25 Tote. Ein späterer Bericht, der sich auf Innenminister Ihor Vyhivskyi berief, nannte 28 Todesopfer. Die unterschiedlichen Angaben spiegeln den Stand der laufenden Erhebungen wider.
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Auch aus Pryluky kamen im Lauf des Tages immer höhere Zahlen: Selenskyjs erste Angaben lauteten auf fünf Tote und 26 Verletzte. Später wurden mindestens 20 Tote gemeldet, darunter fünf Kinder, sowie mindestens 55 Verletzte. Drei der getöteten Kinder sollen erst ein Jahr alt gewesen sein.
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Rettungskräfte und Polizei suchten in den Trümmern nach Überlebenden und brachten Menschen aus den beschädigten Gebäuden. Berichte vom Ort schilderten, wie Bewohner durch den Einschlag aus dem Schlaf gerissen wurden, aus ihren Wohnungen flohen oder nach Angehörigen suchten.
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Auch Kyiv und weitere Städte wurden getroffen
In Kyiv, Kremenchuk und Oleksandriya wurden jeweils zwei Todesopfer gemeldet. Auch Dnipro war Ziel der Angriffe. Während der Luftalarme suchten Menschen in Kyiv in U-Bahn-Stationen Schutz. Die Angaben zu den einzelnen Städten waren zunächst vorläufig.
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Der Angriff fiel auf den 74. Geburtstag des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Selenskyj bezeichnete die Zerstörung des Wohnhauses in Pryluky als „Geburtstagsgeschenk“ an Putin und verurteilte die Attacken als besonders „niederträchtig“.
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Viele Raketen, aber auch Drohnen
Selenskyj sprach von rund 70 abgefeuerten Raketen, viele davon ballistische. Die ukrainische Luftwaffe meldete außerdem etwa 130 Drohnen; die Schätzungen zur Zahl der eingesetzten Waffen unterschieden sich in den Berichten.
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Nach ukrainischen Angaben gelang es der Luftabwehr besser, düsengetriebene Drohnen abzufangen. Ballistische Raketen blieben dagegen besonders schwer zu stoppen – vor allem, wenn Patriot-Abfangraketen knapp sind. Schäden an Energieanlagen führten zu vorsorglichen Stromabschaltungen.
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Gegensätzliche Angaben zu militärischen Zielen
Russland erklärte, es habe Einrichtungen der Rüstungsindustrie angegriffen, die mit den Flamingo-Raketen und Langstreckendrohnen des ukrainischen Unternehmens Fire Point verbunden seien. Diese Darstellung ändert nichts daran, dass Wohngebäude getroffen und Zivilisten getötet wurden.
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Die Ukraine meldete ihrerseits Gegenangriffe auf Ziele in den russischen Regionen Perm, Samara und Astrachan sowie eine Reaktion im Schwarzen Meer. Nicht alle Angaben zu den Zielen und Ergebnissen der Angriffe lassen sich anhand der vorliegenden Berichte unabhängig überprüfen.
EU überweist Geld für ukrainische Rüstungsgüter
Die Europäische Kommission teilte mit, 1,24 Milliarden Euro für in der Ukraine hergestellte Drohnen, Drohnenabwehrsysteme, Drohnenmunition und Raketen überwiesen zu haben. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen forderte stärkere Unterstützung und bezeichnete Russlands Vorgehen als bewusste Strategie des Terrors.