Apple und LG Electronics arbeiten Berichten zufolge an einer Reihe vernetzter Geräte für den Haushalt. Die Produkte sollen die Marke LG tragen und mit Apples Smart-Home-System zusammenarbeiten. Apple soll bei Design, Funktionen und Entwicklung mitwirken; LG übernimmt demnach Herstellung, Verkauf und Kundenservice. Bestätigt ist bislang jedoch keine fertige Produktpalette mit endgültigen technischen Daten.
2
15
Sieben Geräte sind im Gespräch
Die geplante Auswahl soll sieben Produkte umfassen:
2
7
- eine kabelgebundene Videotürklingel
- Innen- und Außenkameras zur Überwachung
- eine Außenkamera mit Flutlicht
- ein smartes Türschloss mit Riegel
- ein Thermostat
- einen Temperatursensor
Damit würde das Zubehör die Bereiche Sicherheit, Zugang und Temperaturmessung abdecken. Es soll Teil eines Ökosystems sein, zu dem auch Apples geplanter Smart-Home-Hub, ein überarbeiteter HomePod mini und eine neue TV-Set-Top-Box gehören.
2
9
Was Zulassungsunterlagen verraten – und was nicht
In Zulassungs- und Zertifizierungsunterlagen von LG sind Berichten zufolge Produktbezeichnungen für Türklingel, Kameras, Türschloss, Thermostat und Temperatursensor aufgetaucht. Als konkretes Beispiel wird eine Zeichnung eines Thermostats genannt, die bei der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC), der Telekommunikationsaufsicht der Vereinigten Staaten, eingereicht wurde.
8
Solche Unterlagen sprechen dafür, dass LG-Hardware Zulassungsverfahren durchläuft. Sie belegen aber nicht, dass Apple an den Produkten beteiligt ist: In den Unterlagen wird Apple laut Berichten nicht genannt. Auch endgültige Funktionen, Erscheinungstermine oder Details zur Kompatibilität lassen sich daraus allein nicht ableiten.
8
Matter, Thread und Ultrabreitband
Ein Teil der Geräte soll Matter und Thread unterstützen. Diese Smart-Home-Standards sollen die Zusammenarbeit kompatibler Geräte erleichtern. Welche Funktionen bei welchem Produkt vorgesehen sind, ist bislang nicht genau beschrieben – es wäre daher verfrüht, für die ganze Reihe dieselben Verbindungsmöglichkeiten anzunehmen.
13
Das smarte Türschloss soll außerdem Ultrabreitband (UWB) nutzen. Welche konkrete Funktion die Technik im fertigen Produkt erfüllen wird und welche weiteren technischen Merkmale das Schloss bietet, geht aus den bisherigen Berichten nicht hervor.
7
Apple entwickelt mit, LG verkauft und betreut
Die Aufgaben sind laut Berichten aufgeteilt: Apple soll Produktdesign, Funktionen und technische Entwicklung mitgestalten. LG stellt die Geräte her, verkauft sie unter eigenem Namen und kümmert sich um den Kundenservice.
11
15
Für Apple wäre das ein Weg, das eigene Smart-Home-Angebot um Zubehör zu erweitern, ohne jedes Gerät selbst unter der Apple-Marke zu vertreiben. Für Käuferinnen und Käufer hieße das nach aktuellem Stand: Die Produkte würden als LG-Geräte angeboten und der Kundendienst läge bei LG, während die Geräte zugleich für Apples Ökosystem gedacht wären.
11
15
Der Hub ist nicht gleich der Zubehörstart
Apple plant Berichten zufolge, am 13. Oktober einen neuen Smart-Home-Hub vorzustellen – zusammen mit einem überarbeiteten HomePod mini und einer aktualisierten TV-Set-Top-Box. Das gemeinsam mit LG entwickelte Zubehör soll in das größere Ökosystem rund um diese Geräte passen.
1
2
Der 13. Oktober ist jedoch kein bestätigter Verkaufstermin für die LG-Produkte. Laut Berichten werden sie voraussichtlich erst einige Monate später erhältlich sein. Die geplante Vorstellung des Hubs und der mögliche Marktstart des Zubehörs sind also zwei getrennte Termine.
16
17
Zu möglichen künftigen Projekten rund um die Überwachung des Zuhauses liefern die vorliegenden Berichte keine ausreichenden Details, um eine direkte Verbindung zu dieser Produktreihe herzustellen. Belegt ist bislang nur der berichtete Zusammenhang mit Apples geplantem Smart-Home-Ökosystem. Funktionen, Kompatibilität und Starttermin der LG-Geräte sind weiterhin nicht bestätigt.
2
15