Jamie Dimon zieht bei KI eine klare doppelte Bilanz: Die Technologie eröffnet Banken neue Möglichkeiten – und verschärft zugleich ihre Sicherheitsrisiken. Beim JPMorgan Tech Stars Conference in London sagte der JPMorgan-Chef in einem Gespräch mit Bloomberg, das Risiko von Cyberangriffen sei seit der Veröffentlichung von Anthropics KI-Modell Mythos „um das Zehnfache gestiegen“. KI habe Schwachstellen sichtbar gemacht, von denen Banken zuvor nichts gewusst hätten.
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Warum Mythos die Sorge verstärkt
Anthropic beschreibt Mythos als ausgesprochen autonom und besonders leistungsfähig bei Aufgaben rund um Computersicherheit und Softwareentwicklung. Das Modell soll bereits Tausende schwerwiegende Schwachstellen entdeckt haben.
1 Dimon bezeichnete die möglichen Probleme mit KI-Agenten und Mythos als ernstzunehmend – nicht als theoretische Gefahr.
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Die Aussage zum Zehnfachen ist Dimons Einschätzung des gestiegenen Risikos. In den vorliegenden Berichten wird keine Berechnungsmethode dazu genannt. Der Kern seiner Warnung ist jedoch deutlich: KI kann nicht nur beim Schutz von Systemen helfen, sondern auch bislang unbekannte Schwachstellen aufdecken und Angriffe gefährlicher machen.
KI-Ausbau und Sicherheitsbedenken zugleich
JPMorgan stoppt deshalb nicht seinen KI-Ausbau. Die Bank belegte im Evident AI Index zum fünften Mal nacheinander den ersten Platz unter den bewerteten Banken. Das zeigt, wie stark sie auf KI setzt – und steht nicht im Widerspruch zu Dimons Warnung. Vielmehr macht es deutlich, dass ein umfassender KI-Einsatz auch ein hohes Augenmerk auf Cybersicherheit erfordert.
Ähnlich pragmatisch äußerte sich Dimon zur nötigen Infrastruktur: Rechenzentren sollten dort entstehen, wo die Gemeinden sie unterstützen und Strom verfügbar ist.
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10 Der Ausbau von KI hängt demnach nicht allein von den technischen Möglichkeiten ab, sondern auch davon, wo sich die dafür nötige Infrastruktur sinnvoll unterbringen lässt.