Nordkorea erklärte, der am 3. Oktober von Kim Jong Un beobachtete Start sei eine erfolgreiche Übung mit einer Mittelstrecken-Hyperschallrakete gewesen. Die Rakete habe etwa 1.000 Kilometer bis zu einem Ziel im Meer zurückgelegt. Südkorea und Japan registrierten den Start, meldeten aber kürzere Flugstrecken. Pjöngjangs Angaben zu KI-Steuerung und Ausweichmanövern sind nicht unabhängig bestätigt.
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Was Nordkorea über die Rakete behauptet
Laut nordkoreanischen Staatsmedien startete die Rakete aus dem Raum Wonsan im Osten des Landes. Die Übung sollte demnach die Truppen schulen, die das Hyperschall-Waffensystem bedienen, und die Zuverlässigkeit sowie Einsatzfähigkeit der Abschreckung prüfen.
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Kim Yo Jong, die Schwester des nordkoreanischen Machthabers, behauptete, die Rakete könne in geringer Höhe ihren Flugkurs verändern und nutze dafür künstliche Intelligenz. Ein wellenförmiges Flugprofil habe es Südkorea und Japan erschwert, den Flugkörper zu verfolgen und abzufangen.
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Kürzere Messwerte aus Seoul und Tokio
Südkoreas Militär meldete, eine ballistische Rakete aus dem Raum Wonsan in Richtung Meer entdeckt zu haben. Es schätzte die Flugstrecke auf mehr als 700 Kilometer. Japan kam auf etwa 680 Kilometer; nach japanischen Angaben landete das Geschoss außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone des Landes.
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Damit liegen die Angaben unter den von Nordkorea genannten 1.000 Kilometern. Die veröffentlichten Zahlen belegen für sich genommen weder, dass die Rakete den von Pjöngjang genannten Zielpunkt erreichte, noch, dass sie dank KI der Überwachung entkam. Südkorea erklärte, die Vorbereitungen beobachtet und den Start erfasst zu haben. Südkorea, die USA und Japan tauschten nach südkoreanischen Angaben Informationen über nordkoreanische Raketenstarts aus.
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Start in einer Phase angespannter Beziehungen
Der Raketentest erfolgte kurz nachdem Seoul Nordkorea vorgeworfen hatte, Minen nahe der entmilitarisierten Zone gelegt zu haben, durch die südkoreanische Soldaten verletzt worden seien. Pjöngjang wies den Vorwurf zurück. Der Start fügte sich in eine angespannte Phase und in eine Reihe nordkoreanischer Waffentests in diesem Jahr ein.
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Nordkoreas Darstellung der Raketenübung ging nicht auf den Minenstreit ein. Die Angaben zur Flugleistung und zu den behaupteten Fähigkeiten stammen von Pjöngjang und sollten von den Messungen und Einschätzungen der Nachbarländer unterschieden werden.
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