Seit John Ternus am 1. September Apple-CEO wurde, ist Design offenbar deutlich stärker Teil seines Arbeitsalltags. Berichten zufolge ist er mehrmals pro Woche im Designstudio – mitunter auch mehr als einmal an einem Tag. Er befasst sich sowohl mit dem Industriedesign, also dem Aussehen und der Bauweise der Geräte, als auch mit dem Human-Interface-Design, das die Softwareoberflächen prägt.
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Das ist ein merklicher Unterschied zu Tim Cook: Der frühere CEO soll das Studio ungefähr einmal im Monat besucht haben. Ternus arbeitete schon als Leiter der Hardwareentwicklung eng mit den Designteams zusammen. Als CEO reicht sein Blick nun über beide Bereiche hinweg.
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Zwei Teamleitungen, ein übergreifender Verantwortlicher
Molly Anderson und Steve Lemay sollen weiterhin die jeweiligen Designteams führen. Apple plant demnach nicht, zusätzlich einen eigenen Chief Design Officer einzusetzen. Ternus übernimmt die übergreifende Verantwortung, während Anderson und Lemay die Teams leiten. So kommt keine weitere Führungsebene zwischen Design und CEO hinzu. Das ist die berichtete Organisationsstruktur – eine offizielle Begründung von Apple dafür liegt nicht vor.
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Was Ternus’ Ingenieurshintergrund bewirken könnte
Ternus’ Erfahrung in der Hardwareentwicklung könnte helfen, gestalterische und technische Fragen früher zusammenzubringen: Wie soll ein Gerät aussehen, wie lässt es sich bauen – und wie muss sich die Bedienung dazu verhalten? Wenn Design und Entwicklung enger abgestimmt werden, könnten Zielkonflikte früher sichtbar werden. Auch weniger Managementebenen könnten den Teams einen direkteren Weg zu Entscheidungen eröffnen. Das sind mögliche Folgen des Ansatzes, bislang aber keine belegten Ergebnisse.
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Was das für kommende Produkte heißt
Das faltbare iPhone ist bereits vorgestellt: Ternus präsentierte das Gerät, das iPhone Duo, im September. Es eignet sich daher nicht mehr als Beispiel für ein noch ausstehendes Produkt, zeigt aber, wie eng bei einem neuen Formfaktor Hardware und Bedienoberfläche zusammenspielen müssen.
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Ein leichteres MacBook Pro mit OLED-Display wird dagegen als kommender Umbau berichtet. Ternus’ stärkere Beteiligung könnte die Umsetzung beeinflussen. Belege dafür, dass konkrete Gestaltungsentscheidungen bei diesem MacBook Pro oder beim faltbaren iPhone direkt auf seinen ersten Monat als CEO zurückgehen, gibt es jedoch nicht.
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