Die meisten Befragten einer Reuters Umfrage vom 30. September bis 2. Einem bereitgestellten Bericht über die Umfrage zufolge liegt die mittlere Euro Prognose bei 1,14 US Dollar in einem Monat, 1,15 US Dollar in drei und sechs Monaten sowie 1,16 US Dollar in einem Jahr.
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Forschungsantwort

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Die meisten Devisenstrategen, die Reuters vom 30. September bis 2. Oktober befragte, hielten an ihrer Erwartung fest, dass der US-Dollar im kommenden Jahr einen Großteil seiner jüngsten Gewinne wieder abgeben wird. Das gilt trotz einer Rally von mehr als 3 Prozent seit Anfang September. Gleichzeitig sahen 80 Prozent der Befragten kurzfristig eine größere Chance, dass der Dollar ihre Dreimonatsprognosen übertrifft, als dass er dahinter zurückbleibt. 3
Das ist kein Widerspruch: Der Dollar kann in den nächsten Wochen stark bleiben, während die Strategen auf längere Sicht mit einer Abschwächung rechnen. Entscheidend sind unter anderem die weitere Entwicklung der US-Zinsen, die Stützwirkung hoher Renditen und Ölpreise sowie die Frage, ob Risiken in Europa den Euro weiter unter Druck setzen.
Einem bereitgestellten Bericht über die Reuters-Umfrage zufolge liegen die mittleren Euro-Prognosen bei 1,14 US-Dollar in einem Monat, 1,15 US-Dollar in drei Monaten, 1,15 US-Dollar in sechs Monaten und 1,16 US-Dollar in einem Jahr. 6 Das sind Erwartungen der Befragten, keine beobachteten Wechselkurse. Die konkreten Werte stammen aus einem Sekundärbericht; im hier verfügbaren Reuters-Auszug sind sie nicht aufgeführt.
Kurzfristige Risiken könnten den Euro unter diesem erwarteten Pfad halten. Höhere Energiepreise belasten Volkswirtschaften, die Energie importieren. Auch Sorgen um die französische Haushaltslage und Spannungen an den europäischen Anleihemärkten haben die Gemeinschaftswährung belastet. Reuters berichtete zudem, dass eine separate Prognose eines Strategen von 1,16 US-Dollar je Euro in drei Monaten angesichts dieser Risiken überprüft wurde. Diese Einzelprognose ist nicht mit dem Umfragemedian gleichzusetzen. 17
Laut dem Reuters-Bericht nahmen die Strategen trotz der Rally nur geringe Anpassungen an ihrer langjährigen Einschätzung eines schwächeren Dollars vor. Der verfügbare Auszug erklärt nicht vollständig, welche Argumente die einzelnen Befragten dafür anführten. Die Erwartung sollte daher nicht auf einen einzigen Grund verkürzt werden. 3
Ein möglicher Erklärungsansatz betrifft die Zinserwartungen: Die Märkte könnten mit mehr Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed rechnen, als tatsächlich kommen. In einer früheren Reuters-Umfrage erwarteten Strategen im Allgemeinen weniger Zinserhöhungen, als an den Märkten eingepreist waren. 4 Auch ABN AMRO beschrieb eine solche Lücke zwischen Markterwartungen und eigener Zinsprognose. Sollten die Markterwartungen näher an die Prognose der Bank rücken, könnte das den Dollar stärker belasten als den Euro.
20 Ein solcher Rückgang der Zinserwartungen wäre jedoch ein mögliches Szenario, keine Gewissheit.
Steigende Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen und Erwartungen weiterer Fed-Zinserhöhungen gaben dem Dollar während seiner September-Rally Rückenwind. Höhere Ölpreise verstärkten Inflationssorgen; Energie- und Schuldenrisiken in Europa belasteten den Euro zusätzlich. 2
17 Das hilft zu erklären, warum der Dollar kurzfristig fest bleiben kann, obwohl viele Strategen auf längere Sicht mit einer Abschwächung rechnen.
Wie schnell sich Zinserwartungen ändern können, zeigte sich ebenfalls im September und Oktober. Am 30. September dämpfte ein geringerer als erwarteter Anstieg der US-Inflation die Markterwartungen für eine weitere Zinserhöhung der Fed. 2 Nach dem US-Arbeitsmarktbericht für September bezifferten Händler die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed ihren Leitzins bei der Oktobersitzung unverändert lässt, auf 76 Prozent – eine Woche zuvor waren es rund 29 Prozent gewesen.
11 Das schwächte die Erwartungen an eine weitere Straffung, entschied aber für sich genommen nicht über die längerfristige Richtung des Dollars.
Die kurzfristige Unterstützung für den Dollar könnte anhalten, wenn ölbedingte Inflation US-Zinsen und Anleiherenditen hoch hält. Zugleich könnten Europas Abhängigkeit von Energieimporten und Sorgen um die französischen Staatsfinanzen weiter auf dem Euro lasten. Reuters nannte hohe US-Renditen, höhere Ölpreise und fiskalische Sorgen in Teilen Europas als Faktoren, die den Dollar gegenüber dem Euro stützen. 17
Die wichtigste Erkenntnis aus der Umfrage ist damit der unterschiedliche Zeithorizont: Viele Strategen hielten an ihrer Erwartung eines schwächeren Dollars im kommenden Jahr fest, während die meisten kurzfristig eine größere Chance sahen, dass die US-Währung ihre Dreimonatsprognosen übertrifft. Die Umfrage bildet eine vorherrschende Einschätzung ab – nicht die sichere Vorhersage, dass sich die jüngste Rally sofort umkehrt. 3
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Die meisten Befragten einer Reuters Umfrage vom 30. September bis 2.
Die meisten Befragten einer Reuters Umfrage vom 30. September bis 2. Einem bereitgestellten Bericht über die Umfrage zufolge liegt die mittlere Euro Prognose bei 1,14 US Dollar in einem Monat, 1,15 US Dollar in drei und sechs Monaten sowie 1,16 US Dollar in einem Jahr.
Hohe US Renditen, Ölpreis und Inflationssorgen sowie fiskalische Risiken in Europa könnten den Dollar kurzfristig stützen und den Euro belasten.