Ein Radiosignal, das einem Planeten zugeordnet werden könnte
Astronominnen und Astronomen berichten von wiederkehrenden Radioausbrüchen sowie einer gleichmäßigeren Radioemission aus der Nähe von Beta Pictoris b. Der Gasriese könnte damit der erste Exoplanet sein, dessen Radioemission direkt nachgewiesen wurde. Das Signal ist nach derzeitigem Verständnis jedoch keine Botschaft intelligenter Lebewesen, sondern ein mögliches Zeichen natürlicher Polarlichter. Die Ergebnisse müssen noch unabhängig bestätigt werden.
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Wie MeerKAT den Planeten vom Stern unterschied
Eine Herausforderung bei Radioemissionen aus anderen Sternsystemen ist die Frage, ob sie tatsächlich von einem Planeten oder doch von seinem Stern stammen. Das MeerKAT-Radioteleskop-Array in Südafrika erfasste das System in mehreren Beobachtungen. Die Forschenden verglichen die Position der Radioquelle mit den bekannten Positionen von Beta Pictoris b, seinem Stern und einem weiteren Planeten im System. Die Quelle lag an der Position von Beta Pictoris b; statistisch passte sie deutlich schlechter zum Stern.
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Warum Polarlichter die Erklärung liefern
Die Ausbrüche wiederholten sich schnell und waren stark zirkular polarisiert. Diese Eigenschaften passen zu sogenannter Elektron-Zyklotron-Maserstrahlung: Dabei erzeugen geladene Teilchen in einem Magnetfeld Radioemission. Ein solcher Prozess wird mit den Radioausbrüchen von Polarlichtern in Verbindung gebracht. Die Forschenden deuten die Signale deshalb als natürliche Aktivität in der Atmosphäre des Planeten – nicht als Hinweis auf intelligente Kommunikation.
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Was die Signale über das Magnetfeld verraten
Wenn die Polarlicht-Deutung zutrifft, lässt sich aus den höchsten beobachteten Frequenzen die Stärke des Magnetfelds am Ort der Emission abschätzen. Die Forschenden kommen auf mindestens rund 1,25 Kilogauss. Das wäre eine direkte Messung der Magnetfeldstärke eines Exoplaneten und ein wichtiger Hinweis darauf, wie sich die Umgebung dieses Planeten verhält.
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Warum noch Vorsicht angebracht ist
Die Ergebnisse sind bislang in einem Preprint veröffentlicht – einem wissenschaftlichen Manuskript, das noch nicht von Fachleuten begutachtet wurde. Weitere unabhängige Beobachtungen sollen klären, ob die Radioquelle erneut an der Position des Planeten auftritt und ob die Erklärung mit Polarlichtern und Magnetfeld Bestand hat. Bis dahin ist der Befund vielversprechend, aber noch vorläufig.
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